Masterarbeit, 2017
122 Seiten, Note: 1,6
1. Einführung und Entwicklung der Forschungsfrage
2. Theorie
2.1. Werte
2.1.1 Verschiedene Perspektiven zur Annäherung an das Konstrukt „Werte“
2.1.2 Werte in der empirischen Forschung
2.1.3 Der Wert der Arbeit über die Zeit betrachtet
2.1.4 Die Entwicklung der Freizeit über die Zeit
2.1.5 Arbeit und Freizeit, ein Zusammenspiel auf Augenhöhe
2.1.6 Anhaltspunkte für einen altersbedingten Unterschied im Umgang mit Arbeit und Freizeit
2.2 Erholungserfahrungen
2.2.1 Erholungstheorien und -erfahrungen
2.2.2 Aktivitäten zum Erlangen der vorgestellten Erholungserfahrungen
2.2.3 Anhaltspunkte für einen altersbedingten Unterschied im Umgang mit Erholung
2.3 Theorieumfassende Leitfragen
3. Erhebung
3.1 Messverfahren bei der Erhebung zum Thema „Werte“
3.2 Messverfahren bei der Erhebung zum Thema Erholungserfahrungen
3.3 Erhebungsdesign
3.4 Pre-Test
3.5 Vorgehen bei der Auswertung
3.6 Grenzen des Vorgehens
4. Darstellung der Ergebnisse
5. Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen persönlichen Werten, dem Wertewandel und der Fähigkeit, durch bestimmte Aktivitäten Erholungserfahrungen in der Freizeit zu erzielen, unter besonderer Berücksichtigung des Lebensalters. Das primäre Ziel ist es, positive Korrelationen zwischen Werten und Erholungspotenzial aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich diese Zusammenhänge in verschiedenen Alterskohorten differenzieren lassen.
2.1.3 Der Wert der Arbeit über die Zeit betrachtet
Die folgende Darstellung ist überwiegend die Wiedergabe eines Kapitels aus dem Buch „Eigenverantwortlich und leistungsfähig. Das selbständige Individuum in der sich wandelnden Arbeitswelt“ von K. Kaudelka und G. Kigler (Hrsg.). Bei den alten Griechen der Antike galt das Ideal der Muße, Gewinn zu erwirtschaften als unnatürlicher Drang (Czwalina, 2013). Aristoteles unterschied zwei Arten von Menschen. Zum einen den „bios politikos“, welcher um ein gutes Leben bemüht war, und zum anderen den „bios chrematikos“, welcher der zielpervertierten, zweckentfremdeten Erweiterung des Reichtums um des Reichtums willen nachgierte. Er war der Meinung, dass dieses Denken die Existenz einer harmonischen Gemeinschaft zerstöre (Gigon, 1986).
In der Bibel wird die Arbeit als Folge des Sündenfalls betrachtet. Sie gilt auf der einen Seite als Grundrecht, Segen und wesentlicher Baustein zur Gestaltung eines lebenswerten Lebens, da man durch sie sein Potential entfalten und zu sich selbst finden kann. Auf der anderen Seite bedeutet die Arbeit Anstrengung und birgt auch Gefahr der Habsucht und Arbeitswut (Czwalina, 2013).
Das Mittelalter war im Wesentlichen durch die drei Tätigkeiten beten, arbeiten und kämpfen gekennzeichnet. Der Arbeit wurde dabei zeitweilig ein heiliger Platz zugesprochen und sie somit zu einer Art Sakrament aufgewertet. Der Leitspruch „ora et labora“ (bete und arbeite) ist bis heute bekannt. Im christlichen Lebensbild stand über Jahrhunderte der moralische Wert der Arbeit über dem der Früchte der Arbeit. Erstaunlicherweise wurde so oft eine überraschende materielle Fülle erzielt. Damals schon suchten erschöpfte Menschen Klöster auf, um unter dem dort gelebten „ora et labora“ ihr seelisches Gleichgewicht zurückzuerlangen. Auch hier war das egoistische Prinzip des Raffens verpönt. Mit Gründung der „Medici Bank“ wurde 1397 ein Grundstein für den heutigen Kapitalismus gelegt. Handelshäuser wurden in dieser Zeit immer mehr zu Geldhäusern und die Zinspolitik wurde eingeführt, welche bis dahin durch die katholische Morallehre streng untersagt war (ebd., 2013).
1. Einführung und Entwicklung der Forschungsfrage: Das Kapitel thematisiert die Zunahme von stressbedingten Belastungen in der modernen Arbeitswelt und leitet die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs von Werten und gelungener Erholung ab.
2. Theorie: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten theoretischen Überblick über die Konstrukte Werte und Erholung, inklusive deren historischer Entwicklung und der Bedeutung für verschiedene Alterskohorten.
3. Erhebung: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Querschnittsstudie beschrieben, einschließlich der verwendeten Messverfahren, des Umfragedesigns und der statistischen Auswertungsmethoden.
4. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Umfragedaten, unterteilt in Deskription, Korrelationen, Faktorenanalyse und Regressionsanalysen zur Beantwortung der Leitfragen.
5. Diskussion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch vor dem Hintergrund der theoretischen Literatur interpretiert, die Forschungsfragen beantwortet und Limitationen sowie weitere Forschungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Wertewandel, Erholungserfahrungen, Generation Y, Arbeitswelt, Freizeit, Stress, Burnout, Lebensprioritäten, Leistungsgesellschaft, Entspannung, Mastery, Kontrolle, Statistik, Faktorenanalyse, Alterskohorten.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen persönlichen Werten, dem Wertewandel in der Gesellschaft und der Fähigkeit, durch spezifische Aktivitäten Erholung in der Freizeit zu finden.
Zentrale Felder sind die Gesundheitspsychologie, Arbeitssoziologie und die Wertetheorie, insbesondere im Hinblick auf Altersunterschiede zwischen verschiedenen Generationen.
Das Ziel ist es, positive Zusammenhänge zwischen Werten (wie etwa Sinn oder Balance) und der imaginierten Erholungsfähigkeit zu identifizieren, statt Erholung nur als Kompensation von Defiziten zu betrachten.
Es wurde eine empirische Online-Querschnittsstudie mit 402 Teilnehmern durchgeführt, deren Daten mittels statistischer Verfahren wie Faktorenanalyse und univariaten sowie multiplen Regressionen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Arbeit und Freizeit sowie eine detaillierte quantitative Analyse, die den Zusammenhang der Variablen unter Einfluss des Alters untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertewandel, Generation Y, Erholungserfahrungen, Arbeitsbelastung und Lebensbalance charakterisiert.
Die Studie zeigt signifikante Unterschiede zwischen den Generationen, insbesondere im Verhalten der Generation Y, die verstärkt auf Flexibilität und Sinnhaftigkeit setzt und Erholung vermehrt über Videospiele und kreative Tätigkeiten definiert.
Die Generation Y fungiert in der Untersuchung als Treiber für einen veränderten Umgang mit Erholung, da sie Freizeit und Arbeit weniger strikt trennt und andere Ansprüche an die Qualität ihrer Freizeitaktivitäten stellt als ältere Kohorten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

