Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Simplexe und deren Eigenschaften
2.1 Das Lemma von Sperner
2.1.1 Grundlagen der Graphentheorie
2.1.2 Das Lemma von Sperner
3 Fixpunktsätze
3.1 Der Fixpunktsatz von Brouwer
3.2 Fixpunktsatz von Kakutani
4 Grundlagen der Spieltheorie
5 Existenz von Nash-Gleichgewichten
5.1 Nash-Gleichgewichte in reinen Strategien
5.2 Nash-Geichgewichte in gemischten Strategien
6 Anwendung von Nash-Gleichgewichten
6.1 Das Cournot-Duopol
6.2 Anruf bei der Polizei
7 Verfeinerung des Nash-Gleichgewichts
7.1 Perfektes Gleichgewicht
7.2 Weitere Ansätze für Verfeinerungen
8 Fazit
Die Arbeit analysiert das Nash-Gleichgewicht als Lösungskonzept für strategische Entscheidungssituationen, wobei der Schwerpunkt auf dem Beweis der Existenz solcher Gleichgewichte unter Verwendung von Fixpunktsätzen liegt.
1 Einleitung
Das Konzept eines Gleichgewichts spielt in verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen eine wesentliche Rolle. Es impliziert eine Form von Stabilität, die von Wirtschaftssystemen oder der Politik gleichermaßen angestrebt wird wie von Organismen in der Biologie oder bei chemischen Reaktionen. Zu wissen, wie man zu einem Gleichgewicht gelangt, ist daher in all diesen Bereichen ein wichtiges Ziel. So ist es nicht verwunderlich, dass der Spieltheorie, einer relativ jungen Disziplin der Wirtschaftswissenschaften, einer ihrer wichtigsten Durchbrüche durch John Forbes Nash und dem, nach ihm benannten, Nash-Gleichgewicht gelang.
Spieltheorie, auch interpersonelle Entscheidungstheorie genannt, beschäftigt sich mit Situationen, deren Ergebnis von den Entscheidungen aller involvierten Individuen abhängt. Ein Nash-Gleichgewicht ist ein stabiler Ausgang einer solchen Situation in dem Sinne, dass keiner seine Lage verbessern kann, indem er als einziger von seinem Verhalten abweicht.
Ziel dieser Arbeit ist es, das Nash-Gleichgewicht als Lösungskonzept für strategische Entscheidungssituationen zu analysieren. Dabei stellt sich zunächst die Frage, unter welchen Umständen überhaupt ein solches vorliegt. Denn ein Lösungskonzept wird sich nur dann durchsetzen, wenn es zumindest in vielen Fällen anwendbar ist. Der Beweis der Existenz von Nash-Gleichgewichten ist somit das erste große Thema dieser Arbeit, das einiges an Vorbereitung fordert.
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert das fundamentale Konzept des Gleichgewichts in verschiedenen Wissenschaften und ordnet die Spieltheorie sowie das Nash-Gleichgewicht als zentrales Thema der Arbeit ein.
2 Simplexe und deren Eigenschaften: Dieses Kapitel liefert die notwendigen mathematischen Grundlagen aus der konvexen Analysis und beweist das Lemma von Sperner.
3 Fixpunktsätze: Hier werden die zentralen Fixpunktsätze von Brouwer und Kakutani hergeleitet, welche die mathematische Basis für spätere Existenzbeweise bilden.
4 Grundlagen der Spieltheorie: Dieses Kapitel definiert strategische Spiele, Präferenzrelationen und erläutert die Grundkonzepte anhand des bekannten Gefangenendilemmas.
5 Existenz von Nash-Gleichgewichten: Der Hauptteil der Arbeit beweist die Existenz von Nash-Gleichgewichten sowohl für reine als auch für gemischte Strategien unter Anwendung der zuvor etablierten Sätze.
6 Anwendung von Nash-Gleichgewichten: Anhand des Cournot-Duopols und des Beispiels eines Anrufs bei der Polizei wird die praktische Relevanz der Nash-Gleichgewichte illustriert.
7 Verfeinerung des Nash-Gleichgewichts: Dieses Kapitel diskutiert die Problematik nicht-effizienter oder instabiler Gleichgewichte und führt das Konzept des perfekten Gleichgewichts ein.
8 Fazit: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Anwendungsfelder der Spieltheorie gegeben.
Spieltheorie, Nash-Gleichgewicht, Fixpunktsatz, Brouwer, Kakutani, Simplex, Konvexität, Reine Strategien, Gemischte Strategien, Cournot-Duopol, Perfektes Gleichgewicht, Nutzenfunktion, Strategische Spiele, Spielausgang, Existenzbeweis.
Die Arbeit befasst sich mit der mathematischen Existenz und Effizienz von Nash-Gleichgewichten in strategischen Entscheidungssituationen.
Die zentralen Themen sind konvexe Analysis (Simplexe), Fixpunktsätze, Spieltheorie und die mathematische Modellierung von strategischen Interaktionen.
Das Ziel ist die Analyse des Nash-Gleichgewichts als Lösungskonzept und der mathematische Beweis seiner Existenz in verschiedenen Spieltypen.
Die Arbeit nutzt Methoden der mathematischen Analyse, insbesondere die Topologie und konvexe Analysis, sowie spieltheoretische formale Beweisführung.
Der Hauptteil widmet sich dem Beweis der Existenz von Nash-Gleichgewichten mittels der Fixpunktsätze von Brouwer und Kakutani und deren Anwendung auf ökonomische Beispiele.
Die wichtigsten Begriffe sind Nash-Gleichgewicht, Fixpunktsatz, Simplex, Strategie und Spieltheorie.
Er bildet die mathematische Grundlage, um die Existenz von Nash-Gleichgewichten für mengenwertige Funktionen zu beweisen, die für komplexere strategische Spiele benötigt werden.
Während reine Strategien eine feste Wahl darstellen, erlauben gemischte Strategien eine Randomisierung über verschiedene Optionen gemäß einer Wahrscheinlichkeitsverteilung.
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