Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Säkularisierungstheorie und Uses-and-Gratifications-Ansatz
2.2 Religiöse Medientheorie
2.3 Generation Y und das Massenmedium Internet
3. Datenbeschreibung
3.1 Datenquelle
3.2 Operationalisierung
3.3 Methoden
4. Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Multivariate Ergebnisse
5. Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des Massenmediums Internet auf die Religiosität, insbesondere bei der Generation Y. Das zentrale Ziel besteht darin, zu klären, ob die Internetnutzung zu einer Säkularisierung führt oder religiöse Praktiken und Folgen der Religion durch digitale Angebote differenziert und transformiert werden.
2.3 Generation Y und das Massenmedium Internet
„Für euch bedeuten digitale Medien Arbeit. Für uns bedeuten sie Leben.“ (Riederle 2013: 95)
Nach vielen kontroversen Diskussionen in der Populärliteratur hat der Begriff der Generation Y auch in wissenschaftlichen Untersuchungen Einzug erhalten. Definiert wird diese Kohorte oftmals anhand der Geburtsjahrgänge 1980 bis 1995, welche jedoch noch nicht einheitlich über alle Autoren hinweg festgelegt wurden. Ein Synonym ist der Begriff der Digital Natives (z.B. Prensky 2001), da diese in der Zeit des Umbruchs durch die Digitale Revolution aufgewachsen sind und ihnen deshalb ein intuitiver Umgang mit technologischen Geräten nachgesagt wird. Dieser Begriff wird auch im Folgenden als Abgrenzung gebraucht. Allgemein erfolgt die in der Einleitung erwähnte Orientierung bei der Generationen-Einteilung an der des HICM (Hamburg Institute of Change Management), welches bereits diverse Forschungsbeiträge zu dem Thema Generationen-Management publiziert hat (vgl. HICM 2013: 5).
Durch die Digitale Revolution stieg die Bedeutung des Internets. Auch in der vorliegenden Arbeit soll das Internet aufgrund der hohen Wichtigkeit in der Generation Y als beispielhaftes Massenmedium den Untersuchungsgegenstand darstellen. Außerdem erfolgte die Entscheidung für das Social Web aus zwei weiteren Gründen: Zunächst deckt es eine größere Relevanz als die anderen Massenmedien ab, da quantitativ über diesen Kanal ein Vielfaches an Informationen im Vergleich zu den sehr beschränkten Ressourcen anderer Medien bereitgestellt wird. Hjarvard (2006) spricht in diesem Zusammenhang von einem „globalere[n] […] und multidimensionale[n] Kommunikationsmuster“ (Hjarvard 2006: 4). Außerdem zeigen die Nutzer einen aktiven Handlungsvorgang, der sie vergleichsweise gezielt an für sie interessante Informationen bringen kann. Schließlich bietet das World Wide Web mit seiner kommunikativen Ausrichtung die Möglichkeit, mit anderen Nutzern, durch beispielsweise soziale Netzwerke oder Diskussionsforen, in Interaktion zu treten. Dies stellt eine Möglichkeit dar, der Gemeinschaft als soziale Dimensionen der Religion, nachzugehen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Massenmedien wie das Internet Religiosität verstärken oder reduzieren, und begründet die Relevanz der Untersuchung für die Generation Y.
2. Theorie: Dieses Kapitel verknüpft die Säkularisierungstheorie, den Uses-and-Gratifications-Ansatz und die Religiöse Medientheorie, um theoretische Hypothesen für die empirische Analyse abzuleiten.
3. Datenbeschreibung: Hier werden die Datenquelle (European Social Survey), die Operationalisierung der Variablen sowie die gewählte Methode der multiplen linearen Regression dargelegt.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert sowohl die deskriptiven Häufigkeitsverteilungen als auch die multivariaten Regressionsmodelle, welche den Zusammenhang zwischen Internetnutzung und Religiosität prüfen.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch eingeordnet, mit der bestehenden Forschung abgeglichen und Implikationen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen diskutiert.
Generation Y, Digital Natives, Digital Immigrants, Religiosität, Internetnutzung, Säkularisierungstheorie, Massenmedien, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Demut, Religiöse Medientheorie, Social Web, European Social Survey, multivariate Regression, soziale Interaktion, Religionssoziologie.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Internets als Massenmedium auf die Religiosität und insbesondere die Frage, ob eine hohe Internetnutzung zu einer Abnahme religiöser Einstellungen führt.
Die Arbeit befasst sich mit der Religionssoziologie, der Medienwirkung, der Technikaffinität der Generation Y sowie der empirischen Überprüfung klassischer Säkularisierungsthesen.
Das Ziel ist es, zu klären, ob Massenmedien die Religiosität reduzieren oder durch neue digitale Kommunikationsmuster eine Ausdifferenzierung und Transformation religiöser Lebensweisen vorantreiben.
Es wird eine quantitative Analyse auf Basis des European Social Survey (ESS) durchgeführt, wobei multiple lineare Regressionsmodelle zur Auswertung der Zusammenhänge genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Zusammenhänge, eine detaillierte Beschreibung der verwendeten Datensätze und Variablen sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Generation Y, Digital Natives, Religiosität, Säkularisierung und Internetnutzung.
Die Ergebnisse zeigen tendenziell eine sinkende Religiosität bei steigender Internetnutzung, was die Annahmen der Säkularisierungstheorie untermauert, während der Uses-and-Gratifications-Ansatz weniger bestätigt wird.
Die Studie identifiziert Unterschiede zwischen den Kohorten, wobei Digital Natives im Durchschnitt eine geringere Religiosität als Digital Immigrants aufweisen, jedoch die spezifischen Interaktionseffekte komplex ausfallen.
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