Diplomarbeit, 2014
58 Seiten, Note: 3,0
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1. Einleitung und Fragestellung
2. 1 Pleistozän und Holozän und ihre klimatischen Bedingungen
2.1.1 Pleistozän
2.1.2 Weichsel-/Würm-Spätglazial und Holozän
2.2 Bedeutungen der Gletscher
2.3 Ursachen für die Eiszeiten und die Klimaschwankungen
2.3.1 Plattentektonik und Klima
2.3.2 Astronomische Ursachen
2.3.3 Erdatmosphäre und Treibhausgase
2.3.4 Einfluss der Ozeane
3. Standorte
3.1Süddeutschland zur Würmzeit
3.1.1 Die Würmeiszeit
3.1.2 Zum Ablauf der Würm-Zeit
3.1.3 Der Inn-Chiemsee Gletscher in Bayern
3.1.4 Der Ursprung des Gletschers
3.1.5 Geologischer Überblick
3.1.6 Abschmelzphasen
3.2 Norddeutschland zur Weichselzeit
3.2.1 Pleistozän in Norddeutschland
3.2.2 Weichsel-Kaltzeit
3.2.3 Entstehung der Gestalt
3.2.4 Datierung
3.2.5 Weichsel und ihre landschaftsprägenden Vorgänge Weichsel-Glazial
4. Böden
4.1 Alpenvorland Braunerde
4.2 Norddeutschland Podsol-Braunerde
4.3 Vergleich der Bodenarten
5. Das Untersuchungsgebiet und die angewandte Methodik
5.1 Untersuchungsgebiet
5.1.1 Glaziale Ablagerung
5.1.2 Moräne
5.1.3 Grundmoräne
5.1.3.1 Lagerung und Verbreitung
5.1.3.2 Entstehung
5.1.4 Gletscher formen die Landschaft
5.1.5 Glaziale Formenschatz
5.1.6 Glaziale Abtragungsformen
5.1.7 Glaziale Ablagerungsformen
5.2 Methodik
5.2.1 Vorbereitung der Kartierung
5.2.2 Bodenphysik
5.2.3 Körnerung und Lagerung
5.2.4 Entstehung und Größe der Körner
5.2.5 Einteilung der Körner
5.2.6 Trocknung
5.2.7 Siebung
5.2.7.1 Trockensiebung
5.2.8 Schlämmanalyse (Sedimentationsanalyse)
5.3 Darstellungen der Bohrung in Bayern am Inn-Chiemsee-Gletscher
5.4 Darstellung der Bodenproben in Mecklenburg Vorpommern
6. Ergebnisauswertung der Laborwerte
6.1 Ergebnis des Bodens im Süden
6.2 Ergebnis der Bodens im Norden
6.3 Ergebnisse der Schlämmanalyse
6.4 Vergleich der skandinaviscen und alpinischen Vergletscherung
6.5 Anthropogene Bodenveränderung und Bodendegration
7. Schlussbemerkung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bodentypen ehemaliger vergletscherter Regionen in Nord- und Süddeutschland zu vergleichen und die Auswirkungen vergangener klimatischer Bedingungen sowie menschlicher Einflüsse auf die heutige Bodenbeschaffenheit zu analysieren.
3.1.1 Die Würmeiszeit
Die Alpen waren zur Zeit des würmeiszeitlichen Maximums mit einem mächtigen Eispanzer überzogen. Fast alle Täler der Zentralalpen waren bis 3000 m mit Schnee überdeckt, nur die höchsten Berge ragten aus den Eismassen heraus, sie waren mit Firn bedeckte Felsinseln. Alle Tal-und Lokalgletscher des gesamten Alpenraumes lagen miteinander in Verbindung zusammen bildeten sie ein Eisstromnetz. Der Inn-Chiemsee- Gletscher hatte einen Einzugsbereich, der nördlich der alpinen Wasserscheide lag. Er hatte einen Umfang, der von Engadin und dem Brennerpass bis hin zum Ausgang des Inntals reichte.28 Rosenheim lag zur Zeit der Maximalvereisung unter einer 400 m hohen Eisschicht. Der Maximalstand der Vereisung hielt lange an und sogar noch heute kann man die einzelnen Abschmelzphasen erkennen. Die Abb.2 zeigt die äußersten Endmoränen und die jüngeren Wallmoränen. 29
1. Einleitung und Fragestellung: Die Arbeit erläutert das Ziel, die Auswirkungen der eiszeitlichen Vergletscherung auf die Bodenbildung in Nord- und Süddeutschland zu vergleichen.
2. 1 Pleistozän und Holozän und ihre klimatischen Bedingungen: Dieses Kapitel beschreibt die klimatischen Epochen der Erdgeschichte und deren Einfluss auf die Klima- und Vegetationszonen.
2.2 Bedeutungen der Gletscher: Hier wird die prägende Rolle der Gletscher für die europäische Landschaftsformung und die Erforschung der Eiszeitgeschichte dargelegt.
2.3 Ursachen für die Eiszeiten und die Klimaschwankungen: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Faktoren, die zu Klimaschwankungen führen, darunter plattentektonische, astronomische und atmosphärische Ursachen.
3. Standorte: Diese Sektion charakterisiert die vergletscherten Gebiete in Süd- und Norddeutschland sowie deren spezifische Ablagerungsphasen.
4. Böden: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Braunerde und Podsol-Braunerde als charakteristische Bodentypen der untersuchten Regionen.
5. Das Untersuchungsgebiet und die angewandte Methodik: Dieses Kapitel erläutert die geologischen Grundlagen sowie die Feld- und Labormethoden zur Bodenprobenentnahme und Analyse.
6. Ergebnisauswertung der Laborwerte: Hier werden die gewonnenen Laborergebnisse verglichen und der Einfluss anthropogener Faktoren auf die Bodenqualität diskutiert.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die bodenbildenden Prozesse und der Einsicht, dass die Probenanzahl für eine repräsentative Aussage erweitert werden müsste.
Würmeiszeit, Weichsel-Kaltzeit, Gletscher, Bodentypen, Braunerde, Podsol-Braunerde, Pleistozän, Holozän, Schlämmanalyse, Sedimentation, Bodenphysik, Moränen, Anthropogene Bodenveränderung, Geologie, Kartierung.
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Bodenuntersuchungsprogramm in ehemals vergletscherten Regionen Deutschlands, um Unterschiede in der Bodenzusammensetzung zwischen Süd- und Norddeutschland herauszuarbeiten.
Zentrale Themen sind die eiszeitliche Landschaftsgenese, die Beschreibung spezifischer Bodentypen wie Braunerde und Podsol-Braunerde sowie die Auswirkungen menschlicher Nutzung auf Bodenstrukturen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich signifikante Unterschiede in der Bodenzusammensetzung und den Bodenbestandteilen in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Vereisungstypen feststellen lassen.
Verwendet wurden geologische Kartierungen im Gelände, Bodenprobenentnahmen mittels Bohrung sowie Labormethoden wie Trocknung, Siebung und Schlämmanalysen zur Korngrößenbestimmung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Eiszeiten, die detaillierte Beschreibung der Standorte (Inn-Chiemsee-Gletscher und Utecht), die Methodik der Probenentnahme sowie die abschließende Auswertung der Laborwerte.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gletscherdynamik, Pedologie, glaziale Ablagerungsformen, Laboranalytik und anthropogene Bodendegradation kennzeichnen.
Die Analyse ergab, dass die Bodenprobe aus dem Süden tendenziell einen höheren Feinanteil besitzt als die untersuchte Bodenprobe aus dem Norden, wobei die Anzahl der Proben für eine statistisch repräsentative Aussage jedoch zu gering war.
Die landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere die Bodenbearbeitung durch Pflügen, hat zu einer Durchmischung der Horizonte geführt, was die natürliche Bodenentwicklung behindert und unter anderem die Erosionsneigung erhöht hat.
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