Examensarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Über Musik sprechen
3. Gehörbildung
3.1. Definitionsversuch
3.2. Begründung und Ziele
3.3. Mögliche Schwierigkeiten
3.4. Bedingungen
3.5. Konzept
3.5.1. Singen
3.5.2. Innere Stimme
3.5.3. Solmisation
3.5.4. Intervall-Zahlen-System
3.6. Fazit
4. Harmonik
4.1. Grundbegriffe
4.2. Harmonische Denkweisen
4.2.1. Generalbasslehre
4.2.2. Fundamentalbasstheorie
4.2.3. Stufentheorie
4.2.4. Funktionstheorie
4.3. Fazit
5. Analyse
5.1. Zum Verhältnis Formenlehre / Analyse
5.2. Begründung und Ziele
5.3. Problemfelder
5.4. Zentrale Aspekte
5.5. Analytische Methoden
5.6. Exemplarische Analyse
6. Methodische und didaktische Überlegungen
6.1. Das Sokratische Prinzip
6.2. Exemplarisches Lernen
6.3. Idee der Integrativen Theorie
6.4. Visualisieren
6.5. Sinnvolle Didaktische Reduktion
6.6. Entwicklung von Repertoire-Kenntnissen
7. Schlusswort
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht mit dem Ziel, Wege für eine lebendige und schülerorientierte Vermittlung aufzuzeigen, die Theorie und Praxis effektiv verbindet.
3.5.4. Intervall-Zahlen-System
Frank Sikora beschreibt die Praxistauglichkeit und Vorteile dieser Methode in seinem Buch „Die Neue Jazz-Harmonielehre“. Durch dieses System lassen sich rasche Fortschritte im Bereich der Skalen und Improvisation erreichen. Es ist im Grundsatz auch für den gymnasialen Musikunterricht sehr gut geeignet. Mithilfe dieses Systems können alle Skalen und Akkorde allgemein in ihrer Struktur bezeichnet und leicht auswendig gelernt werden. Somit müssen nicht jede Skala und jeder Akkord in jeder Tonart, sondern nur einmal die allgemeine Struktur gelernt werden. Danach ist es viel leichter möglich, diese in allen Tonarten von jedem beliebigen Grundton aus zu bilden. Als Beispiel sei hier der Modus des Dorischen genannt: Die allgemeine Struktur ist: 1 2 b3 4 5 6 b7 8, wobei jede Ziffer das charakteristische Intervall bezogen auf den Grundton bezeichnet. Das System lässt sich gleichermaßen auf Akkorde anwenden. So bildet zum Beispiel die Zahlenfolge 1 3 5 b7 die intervallische Bezeichnung für einen Dominantseptakkord, wobei die Abkürzung (b7) für die kleine Septime steht. Dem System liegen die Tonleiterstufen zugrunde, die mit arabischen Ziffern bezeichnet werden:
Dur-Tonleiter: 1 2 3 4 5 6 7 8
Moll (äolisch): 1 2 b3 4 5 b6 b7 8
1. Einleitung: Beschreibt den schwierigen Stellenwert des Musikunterrichts am Gymnasium und die Notwendigkeit, Musiktheorie motivierender zu vermitteln.
2. Über Musik sprechen: Erläutert die Bedeutung präziser Sprache und Terminologie als wichtiges pädagogisches Werkzeug im Musikunterricht.
3. Gehörbildung: Diskutiert die Notwendigkeit des Gehör-Trainings als Schnittstelle zur Musiktheorie und stellt spielerische sowie strukturierte Methoden vor.
4. Harmonik: Behandelt verschiedene harmonische Denkweisen wie den Generalbass, die Stufen- und Funktionstheorie im Spannungsfeld zwischen historischer und systematischer Betrachtung.
5. Analyse: Erörtert, wie musikalische Analyse als zentraler Bestandteil des Musikunterrichts durch werkspezifische und anschauliche Methoden vermittelt werden kann.
6. Methodische und didaktische Überlegungen: Reflektiert pädagogische Prinzipien wie das Sokratische Prinzip und integratives Lernen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.
7. Schlusswort: Fasst zusammen, dass ein praxisnaher, kreativer und ganzheitlicher Musikunterricht der Schlüssel zur Begeisterung der Schüler für Musiktheorie ist.
Musikunterricht, Musiktheorie, Gehörbildung, Musikalische Analyse, Harmonik, Didaktik, Pädagogik, Solmisation, Funktionstheorie, Stufentheorie, Generalbass, Sprache, Integrative Theorie, Schulpraxis, Kompetenz
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung musiktheoretischer Inhalte im Musikunterricht an Gymnasien und zeigt Wege auf, wie Theorie lebendig und praxisnah gestaltet werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gehörbildung, der musikalischen Analyse, verschiedenen harmonischen Theorien und didaktischen Ansätzen zur Musikvermittlung.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen trockener Theorie und musikalischer Erfahrung zu überbrücken und den Musikunterricht für Schüler attraktiver zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bewährter musikpädagogischer Konzepte sowie auf die Auswertung von Erfahrungen aus der Schulpraxis.
Der Hauptteil analysiert detailliert Methoden wie das Intervall-Zahlen-System, die Solmisation, verschiedene Harmoniemodelle und die Werkanalyse anhand von konkreten Beispielen wie Monteverdis „L’Orfeo“.
Zentrale Begriffe sind Musikpädagogik, Didaktische Reduktion, Integrative Theorie, musikalisches Verstehen und die Förderung von Sprachfähigkeit im Musikunterricht.
Es ermöglicht das rasche Erlernen von Skalen und Akkorden durch allgemeine Struktur-Schemata, anstatt jede Tonart einzeln auswendig lernen zu müssen.
Es ist eine spielerische Methode, bei der Schüler lernen, die "innere Stimme" zu nutzen, indem sie ein Lied beim Handzeichen des Lehrers im Kopf weitersingen und so ihr metrisches Gefühl schulen.
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