Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Begriffsabgrenzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Entwicklung von der klassischen Vermögensverwaltung zum Robo-Advisory
2.1 Anlageberatung als Basis für die Vermögensverwaltung
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Ablauf
2.2 Automatisierte Finanzportfolioverwaltung
2.2.1 Definition
2.2.2 Geschäftsmodell
2.2.3 Arten der Erlaubnis
2.2.3.1 Finanzportfolioverwalter
2.2.3.2 Finanzanlagevermittler
3 Grundlagen Robo-Advisory
3.1 Einordung des Begriffs innerhalb der Fintech-Branche
3.2 Charakteristika eines Robo-Advisors
3.2.1 Digitales Nutzererlebnis
3.2.2 Automatisierung des Anlageprozesses
3.2.3 Geforderte Transparenz
3.2.4 Anlagekonzept
4 Theoretische Konzepte von Robo-Advisors
4.1 Portfoliotheorie nach Markowitz
4.1.1 Einführung
4.1.2 Rendite und Risikokennzahlen
4.1.3 Effizienzkurve
4.2 Asset-Allocation
4.2.1 Begriffsbestimmung
4.2.2 Prozess der Asset-Allocation
4.2.3 Aktives Portfoliomanagement
4.2.4 Passives Portfoliomanagement
4.2.4.1 Investmentstile
4.2.4.2 Exchange Traded Funds
5 Aktuelle Marktentwicklung
5.1 Entwicklung in Deutschland
5.2 Internationale Entwicklung
6 Robo-Advice-Anbieter im Vergleich
6.1 Existierende Untersuchungen
6.2 Eigene Darstellung
6.2.1 Auswahl der Anbieter
6.2.1.1 Scalable Capital
6.2.1.2 Ginmon
6.2.1.3 Visual Vest
6.3 Vergleichende Gegenüberstellung
6.3.1 Ableitung von Vergleichskriterien
6.3.2 Auswertung
6.3.3 Ergebnis und Schlussfolgerung
7 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des Robo-Advisory als moderne Form der digitalen Vermögensverwaltung detailliert zu erläutern und einer vergleichenden Analyse zu unterziehen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit sich Robo-Advisor am Markt etabliert haben, wie sie sich konzeptionell von der klassischen Vermögensverwaltung unterscheiden und wie sie sich in einem direkten Vergleich anhand ausgewählter Kriterien voneinander abgrenzen.
1.1 Problemstellung
Die Zukunft wird ohne Zweifel digital sein. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entwickeln sich viele neue, aber auch innovative Geschäftsmodelle gerade auch im Finanzsektor. Aus diesem Grund kann man heute von einer Zeitenwende im Geldanlagebereich sprechen. Ausgangspunkt und wesentlicher Treiber der Entwicklung digitaler Alternativen in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung ist nicht nur die technologische Fortentwicklung, sondern auch die aggressive Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank.
In einer solchen Zinslandschaft Rendite zu erwirtschaften, ist wesentlich abhängig von den Kosten der Finanzdienstleistungen und der Risikobereitschaft der Anleger. Insofern macht es durchaus Sinn, digitale Alternativen der Anlageberatung gekoppelt mit der Vermögensverwaltung, die auch mobil zugänglich sind, einer breiten Bevölkerungsgruppe kostengünstig zugänglich zu machen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist gerade bei langfristigen Verträgen der privaten Altersvorsorge von entscheidender Bedeutung. Zudem hat sich aufgrund der veränderten Marktlage, der neuen Regulierungen für Finanzinstitute (Verbraucherschutz) und des veränderten Kundenverhaltens (neues Kostenbewusstsein) die Vermögensverwaltung stark verändert.
Aus dieser Konsequenz und des damit einhergehenden stetig steigenden Digitalisierungstrends hat sich in der Fintech-Szene aber auch bei Finanzinstituten ein neues Geschäftsfeld etabliert, das verstärkt Einzug in die Vermögensverwaltung und Anlageberatung findet. Sogenannte Robo-Advisors bieten eine online-basierte Form der Vermögensberatung an und setzen hierzu auf technische Innovation. Somit stellt der Robo-Advisor einen Gegenentwurf zur klassischen Vermögensverwaltung dar und bietet dem Kunden insbesondere unter Kosten-Nutzen-Aspekten eine attraktive Alternative zur klassischen Form der Vermögensverwaltung.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Robo-Advisory ein und beleuchtet die Markttreiber sowie die Zielsetzung der Arbeit, ein umfassendes Verständnis der digitalen Vermögensverwaltung zu vermitteln.
2 Entwicklung von der klassischen Vermögensverwaltung zum Robo-Advisory: Das Kapitel vergleicht die klassische Anlageberatung mit der automatisierten Finanzportfolioverwaltung und erläutert die regulatorischen sowie geschäftlichen Grundlagen.
3 Grundlagen Robo-Advisory: Hier werden Robo-Advisors in die Fintech-Branche eingeordnet und deren wesentliche Charakteristika, wie das digitale Nutzererlebnis und die Prozessautomatisierung, detailliert beschrieben.
4 Theoretische Konzepte von Robo-Advisors: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Fundamente, insbesondere die Portfoliotheorie nach Markowitz sowie die Methoden der Asset-Allocation und des passiven Portfoliomanagements mittels ETFs.
5 Aktuelle Marktentwicklung: Die Analyse beleuchtet den wachsenden Markt für Robo-Advisory in Deutschland im Vergleich zur internationalen, insbesondere US-amerikanischen Marktentwicklung.
6 Robo-Advice-Anbieter im Vergleich: Dieser Abschnitt umfasst die detaillierte vergleichende Untersuchung der Anbieter Scalable Capital, Ginmon und Visual Vest anhand definierter Kriterien zur Qualität der Beratung und Performance.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und reflektiert über das Potenzial und die Herausforderungen von Robo-Advisory für den Privatanlegermarkt.
Robo-Advisory, Vermögensverwaltung, Digitalisierung, Finanztechnologie, Portfoliotheorie, Markowitz, Asset-Allocation, ETF, passive Anlagestrategie, Finanzportfolioverwaltung, Performance, Risikomanagement, BaFin, Anlageberatung, Scalable Capital
Die Arbeit behandelt das Thema Robo-Advisory als innovative, digitale Alternative zur klassischen Vermögensverwaltung und analysiert deren Funktionsweise und Marktbedeutung.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Portfoliotheorie, die Automatisierung von Anlageprozessen sowie ein detaillierter Vergleich der Dienstleistungsqualität verschiedener Anbieter.
Das Ziel ist es, das Konzept von Robo-Advisors verständlich darzustellen und eine wissenschaftliche, kriteriengestützte Gegenüberstellung ausgewählter Anbieter durchzuführen, um deren Stärken und Schwächen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Erarbeitung der theoretischen Grundlagen sowie eine eigene, empirische Untersuchung von drei in Deutschland tätigen Robo-Advisors anhand spezifischer Vergleichskriterien.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Konzepten wie der Portfoliotheorie nach Markowitz auch die aktuelle Marktsituation sowie eine detaillierte Auswertung von Fragebögen, Anlagevorschlägen und der Performance der untersuchten Unternehmen thematisiert.
Die zentralen Begriffe sind Robo-Advisory, Asset-Allocation, Portfoliotheorie, ETFs und digitale Vermögensverwaltung.
Scalable Capital nutzt für das Risikomanagement das Value-at-Risk-Modell, um Verlustrisiken innerhalb bestimmter Zeiträume und Wahrscheinlichkeiten aktiv einzugrenzen.
Die Transparenz, insbesondere hinsichtlich der Portfoliozusammensetzung und der Darstellung der gewählten ETFs, wird in der Untersuchung als wesentliches Qualitätskriterium gewertet, bei dem sich Anbieter wie Ginmon besonders hervorheben.
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