Diplomarbeit, 2005
73 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
1.1 Geschichte des World Wide Web
1.2 MP3-Format die Basis der Musik im Netz
1.3 Einbruch der Deutschen Musikindustrie
1.4 Überblick und Fragen
2. Der Online Musikmarkt
2.1 Pioniere des Onlinemarkts
2.2 Markteinschätzung und Prognose
2.3 Technische Infrastruktur Deutscher Haushalte
2.4 Die Welt der digitalen Distribution
2.5 Medienindustrie entert die Musikpiraterie
3. Musicload
3.1 Von Phonoline zu Musicload
3.2 Marktpotential
3.3 Der Marketingmix
3.3.1 Produktpolitik
3.3.2 Kontrahierungspolitk
3.3.3 Kommunikationspolitik
3.3.4 Distributionspolitik
4. iTunes Music Store
4.1 Stationen des Erfolges
4.2 Marktpotential
4.3 Das Geheimnis des Erfolges
4.4 Der Marketingmix
4.4.1 Produktpolitik
4.4.2 Kontrahierungspolitk
4.4.3 Kommunikationspolitik
4.4.4 Distributionspolitik
5. Vergleich der Marketingstrategien
5.1 Definition Benchmarking
5.2 Benchmarking zwischen Musicload und iTMS
5.2.1 Produktpolitik
5.2.2 Kontrahierungspolitik
5.2.3 Kommunikationspolitk
5.2.4 Distributionspolitik
5.3 Fazit
6. Schlußbemerkung
Diese Arbeit untersucht den Wandel des Online-Musikmarktes durch die Analyse und den Vergleich der Marketingstrategien der beiden führenden Plattformen Musicload und iTunes Music Store. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Faktoren, die den Erfolg im digitalen Musikvertrieb bestimmen, und beleuchtet dabei sowohl die technischen Voraussetzungen als auch die strategischen Ansätze im Umgang mit Musikpiraterie.
1.1 Die Geschichte des World Wide Web
Der Informatiker Tim Berners-Lee, von der europäischen Organisation für Nuklearforschung (CERN), entwickelte im Jahre 1990 das Konzept für das World Wide Web (www). Er stellte damit die grundlegende Technik für einen digitalen Vertrieb zum Austausch von Informationen, Daten und elektronischen Handel bereit. Im Vordergrund stand für ihn nicht die kommerzielle Nutzung, sondern die Erfindung eines Systems, dass der Erleichterung des Lesens elektronischer Dokumente diente. Heute ist das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ein Symbol des Fortschritts. Es bringt die Völker der Erde einander näher und stellt auf Abruf das gesammelte Wissen vieler Kulturen, den Nutzern weltweit zur Verfügung.
Der Vorgänger des Internet war das ARPANET, dass 1969 vom amerikanischen Verteidigungsministerium (DoD - Department of Defense) gegründet wurde. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits ein Wettlauf mit der Sowjetunion in der Weltraum- und Militärtechnologie. Der Kalte Krieg und die Angst, durch die wissenschaftliche Entwicklung der SU in militärischen Nachteil zu geraten, führte zur Gründung der Agentur für hochentwickelte Forschungsprojekte (ARPA).
Im Gegensatz dazu entstand das World Wide Web 1991 als ein freies und offenes Medium. Erst im Jahre 1995 wurde von Marc Andreessen mit der Netscape Software ein Browser entwickelt, mit dem Webseiten bunte Hintergrund- und Schriftfarben, Hintergrundtapeten, Tabellenlayouts, mehrgeteilte Bildschirmfenster (Frames) und Multimedia-Plugins enthalten konnten. In den Jahren 1995 und 1996 erreichte der Netscape-Browser unter den Web-Benutzern zeitweise einen Marktanteil vom 90 %.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung des Internets, des MP3-Formats sowie den Einbruch der Musikindustrie und legt die Zielsetzung der Arbeit fest.
2. Der Online Musikmarkt: Hier werden die Pioniere, Marktpotenziale, technischen Infrastrukturen und die weltweite Distribution im Online-Musikmarkt beleuchtet.
3. Musicload: Untersuchung des deutschen Marktführers, der Entwicklung von Phonoline zu Musicload sowie des dort angewandten Marketingmix.
4. iTunes Music Store: Analyse der Erfolgsfaktoren des iTunes Music Store, einschließlich der Integration mit dem iPod und des spezifischen Marketingmix von Apple.
5. Vergleich der Marketingstrategien: In diesem Kapitel findet ein direkter Benchmarking-Vergleich zwischen Musicload und iTunes statt, der Stärken und Schwächen in verschiedenen Marketingbereichen gegenüberstellt.
6. Schlußbemerkung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des digitalen Musikvertriebs.
Online Musikmarkt, Musicload, iTunes Music Store, Benchmarking, Musikpiraterie, Marketingmix, Produktpolitik, Distribution, Digital Rights Management, MP3, AAC, Breitbandtechnologie, Tauschbörsen, Online-Handel, Kundenbindung.
Die Arbeit analysiert die Mechanismen des Online-Musikmarktes durch einen Benchmarking-Vergleich der beiden führenden Plattformen Musicload und iTunes.
Im Fokus stehen Marketingstrategien, technische Vertriebsmodelle, die Herausforderung durch Musikpiraterie und der Einfluss der technischen Infrastruktur auf das Konsumentenverhalten.
Ziel ist es zu ergründen, welche Marketingansätze und Bedingungen zum Erfolg in einem digitalen Musikgeschäft führen und wie sich der Markt nach dem Einbruch durch illegale Tauschbörsen neu orientiert.
Die Arbeit nutzt die Methode des Benchmarkings, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der beiden untersuchten Anbieter gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Marktbedingungen, eine spezifische Analyse von Musicload sowie von iTunes Music Store und einen anschließenden direkten Vergleich beider Unternehmen.
Begriffe wie Online-Musikvertrieb, Marketingmix, DRM, Kundenbindung und Digitalisierung sind zentral für das Verständnis der Arbeit.
Die illegale Nutzung von Tauschbörsen war der Hauptgrund für den Umsatzeinbruch der Musikindustrie und stellt die Ausgangssituation dar, gegen die beide legalen Portale als moderne Alternative antreten.
Der iPod dient als "Kultobjekt" und Bindungsfaktor, der das Ökosystem von Apple schließt und den Kunden eine komfortable Nutzung der Musikdateien aus dem Store ermöglicht.
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