Bachelorarbeit, 2018
38 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
2. Grundlagen zur Gruppenbesteuerung
2.1 Grundkonzept
2.2 Gruppenmitglieder
2.3 Gruppenträger
2.3 Finanzielle Verbindung
2.4 Gruppenantrag
2.5 Mindestdauer der Unternehmensgruppe
2.6 Erfolgskonsolidierung in der Gruppe
3. Ausländische Mitglieder der Unternehmensgruppe
3.1 Verlustzurechnung und Verlustermittlung
3.2 Nachversteuerung von Auslandsverlusten
3.3 Beispiel einer grenzüberschreitenden Gruppe
4. Analyse der Neuerungen des AbgÄG 2014
4.1 Einschränkungen des räumlichen Anwendungsbereichs
4.2 Vortragsfähige Verluste
4.3 Zeitverschiebung der Verlustberücksichtigung
4.3.1 Liquiditätsnachteil
4.3.2 Liquiditätsvorteil im Fall einer Nachversteuerung
4.4 Abschaffung der Firmenwertabschreibung
4.5 Beispiele für Optimierungsmöglichkeiten
4.6 Ergebnis und Fazit
5. Beispiel zur Wirkungen der Gruppenbesteuerung
5.1 Beschreibung
5.2 Annahmen
5.2.1 Musterunternehmen
5.3 Getrennte Besteuerung von MU und TU
5.4 Österreichische Gruppenbesteuerung
5.5 Schlussfolgerung und Ergebnis
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Abgabenänderungsgesetzes (AbgÄG) 2014 auf die österreichische Gruppenbesteuerung, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der steuerlichen Behandlung von Auslandsverlusten.
3.1 Verlustzurechnung und Verlustermittlung
Bei ausländischen Gruppenmitgliedern können nur Verluste im Ausmaß aller Beteiligungen der beteiligten Gruppenmitglieder und des beteiligten Gruppenträgers dem unmittelbar beteiligten Gruppenträger bzw. Gruppenmitglied zugerechnet werden. Eine Zurechnung von Gewinnen ist nicht möglich.
Anhand dieses Beispiels wird verdeutlicht, dass beim inländischen Gruppenmitglied A unabhängig vom Beteiligungsausmaß immer der Gesamtverlust bzw. -gewinn zugerechnet wird (Ergebniszurechnung). Hingegen findet beim ausländischen Gruppenmitglied B nur eine aliquote Zurechnung in der Höhe der Beteiligung statt (Verlustzurechnung).
Die Ergebnisse der ausländischen Mitglieder sind nach § 5 Abs. 1 EstG und den übrigen relevanten Bestimmungen des EStG und KStG zu ermitteln. Seit der Veranlagung 2012 ist der Verlust des ausländischen Gruppenmitglieds mit dem Verlust, der nach ausländischem Steuerrecht ermittelt wurde, gedeckelt bzw. begrenzt. Somit bildet der nach ausländischem Steuerrecht ermittelte Verlust die Höchstgrenze der möglichen Verlustzurechnung. Das Ergebnis des ausländischen Mitglieds ist im Zuge einer Mehr-Weniger-Rechnung auf eine Bemessungsgrundlage, die dem inländischen Steuerrecht entspricht, umzurechnen. Dabei ist grundsätzlich vom ausländischen Steuerrecht auszugehen, nur bei erheblichen Abweichungen ist gegebenenfalls ein Wechsel zu den IAS/IFRS notwendig. Die Verlustzurechnung erfolgt zu jenem inländischen Mitglied, das ausreichend beteiligt ist, also über die benötigte finanzielle Verbindung von mindestens 50% verfügt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der grenzüberschreitenden Verlustverrechnung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Veränderungen durch das AbgÄG 2014 zu analysieren.
2. Grundlagen zur Gruppenbesteuerung: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Voraussetzungen und das Grundkonzept der österreichischen Gruppenbesteuerung, einschließlich der Rollen von Gruppenträger und Gruppenmitgliedern.
3. Ausländische Mitglieder der Unternehmensgruppe: Hier wird die besondere Behandlung von Auslandsverlusten erläutert, wobei der Fokus auf den Zurechnungsregeln und der Notwendigkeit einer Nachversteuerung liegt.
4. Analyse der Neuerungen des AbgÄG 2014: Dieses Kapitel untersucht die zentralen gesetzlichen Änderungen, wie die 75%-Verlustausgleichsbremse und die räumlichen Einschränkungen für Gruppenmitglieder.
5. Beispiel zur Wirkungen der Gruppenbesteuerung: Anhand eines betriebswirtschaftlichen Mehrperiodenmodells wird die Vorteilhaftigkeit der Gruppenbesteuerung gegenüber der getrennten Besteuerung für ein Musterunternehmen analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen des AbgÄG 2014 auf die Attraktivität der Gruppenbesteuerung für internationale Konzerne.
Gruppenbesteuerung, AbgÄG 2014, Auslandsverluste, Verlustzurechnung, Nachversteuerung, Gruppenträger, Gruppenmitglied, Verlustausgleichsbremse, Körperschaftsteuer, Unternehmensgruppe, Liquiditätsnachteil, Steueroptimierung, Firmenwertabschreibung, Konzernbesteuerung, Investitionsrechnung
Die Arbeit analysiert die österreichische Gruppenbesteuerung und deren Anpassungen durch das Abgabenänderungsgesetz 2014, wobei der Fokus auf der Behandlung von Auslandsverlusten liegt.
Die zentralen Themen sind die Systematik der Gruppenbesteuerung, die steuerlichen Neuerungen des AbgÄG 2014 sowie deren Auswirkungen auf die Liquidität und Steuerbelastung von Konzernen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Änderungen des AbgÄG 2014 auf die Einbeziehung ausländischer Tochterunternehmen in eine österreichische Unternehmensgruppe auswirken und ob dies aus steuerlicher Sicht weiterhin vorteilhaft ist.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Analyse der gesetzlichen Bestimmungen und eine betriebswirtschaftliche Beispielrechnung (dynamische Investitionsrechnung) zur Veranschaulichung der steuerlichen Effekte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Neuerungen des AbgÄG 2014 sowie eine umfangreiche Beispielrechnung zur Gegenüberstellung von Gruppenbesteuerung und getrennter Besteuerung.
Wichtige Begriffe sind Gruppenbesteuerung, Auslandsverluste, Verlustausgleichsbremse, Nachversteuerung, Gruppenträger, Bemessungsgrundlage und Vermögensendwert.
Sie führt dazu, dass ausländische Verluste nur noch bis maximal 75% des inländischen Gruppeneinkommens verrechnet werden können, was eine zeitliche Verschiebung der Verlustverwertung bewirkt, anstatt einer vollständigen Nichtanerkennung.
Das Unternehmen muss in der EU oder in einem Drittstaat mit umfassender Amtshilfe ansässig sein und die Kriterien einer mit einer inländischen Kapitalgesellschaft vergleichbaren Körperschaft erfüllen.
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