Examensarbeit, 1996
30 Seiten, Note: 1
1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes
1.1. Kurze Erklärung
1.2. Allgemeine therapeutische Intervention
2. Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
3. Allgemeine Daten des Patienten
3.1. Diagnose
3.2. Soziale Anamnese
3.3. Medizinische Anamnese
4. Ergotherapeutischer Befund und Problemstellung
4.1.1. Ersteindruck
4.1.2. Motorischer Befund
4.1.3. Sensibilitätsbefund
4.1.4. neuropsychologischer / kognitiver Befund
4.1.5. psychischer Befund / Auffälligkeiten
4.1.6. Selbsthilfestatus / Hilfsmittel
4.2. Ergotherapeutische Problemstellung
5. Zielsetzung und therapeutischer Weg
5.1.1. Behandlungsziele und Begründung
5.1.2. Nahziele
5.1.3. Mittelfristige Ziele
5.2. Aufzeichnung des therapeutischen Weges
5.3. Vorschläge für weiteres therapeutisches Vorgehen
6. Sichtstundenplanung
6.1. Zielsetzung mit Begründung
6.2. Durchführung mit Begründung
6.2.1. Verfahren
6.2.2. Grundhaltung
6.2.3. Sozialform
6.2.4. Medien
6.2.5. Arbeitsplatzgestaltung
6.3. Geplanter Verlauf der Sichtstunde mit Zeiteinteilung
Das Hauptziel des Berichts ist die detaillierte Darstellung einer ergotherapeutischen Behandlung am Beispiel einer 82-jährigen Patientin nach einem Apoplex mit linksseitiger Hemiparese, um sowohl den therapeutischen Prozess zu dokumentieren als auch Handlungsempfehlungen für Fachpersonal und Angehörige abzuleiten.
2. Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
Die Ergotherapie wird mit der Erhebung des ergotherapeutischen Befundes begonnen. Hierbei wird die Art und der Umfang der entstandenen Funktionsausfälle festgestellt.
Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist die größtmögliche Selbständigkeit des Patienten. Er soll unabhängig von Hilfsmitteln und fremder Hilfe in seiner gewohnten Umgebung leben können und nach Möglichkeit seinen alten Arbeitsplatz einnehmen können.
Der Therapibeginn muss möglichst früh angesetzt werden, um zusätzlichen Komplikationen, z.B. von Seiten des vegetativen Nervensystems, einer Thrombosierung des plegischen Beines, der Ausbildung von Kontrakturen und Sehnenverkürzungen oder einer Hospitalisierung im psychologischen Sinne vorzubeugen. Direkt nach der Krankenhauseinlieferung müssen entsprechende Lagerungsmaßnahmen zur Vermeidung von Kontrakturen und Fehlstellungen der Extremitäten getroffen werden: bei schlaffen Lähmungen erfolgt die Lagerung in Mittelstellung (physiologische Stellung) der Gelenke; wird eine Spastik erwartet, ist zusätzlich eine Spastikhemmende Lagerung vorzunehmen.
Das Bobath-Konzept ist ein wesentlicher Bestandteil in der Behandlung der Hemiplegie. Es ist als 24 Stunden-Konzept angelegt, was eine intensive Zusammenarbeit von Pflegepersonal, Krankengymnasten und Ergotherapeuten erfordert. Die richtige Lagerung ist sehr wichtig für die Bemühungen um Mobilisation. Der Patient soll nicht nur auf dem Rücken oder auf der nicht betroffenen Seite liegen, sondern auch auf der plegischen Seite, um die Sensibilität und die Wahrnehmung der betroffenen Seite zu fördern.
Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über Schlaganfälle, deren Ursachen, Verlaufsformen und die medizinischen sowie therapeutischen Versorgungsansätze.
Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten: Hier werden die ergotherapeutischen Ziele und Methoden, insbesondere das Bobath-Konzept, bei Hemiplegie erläutert.
Allgemeine Daten des Patienten: Detaillierte Darstellung der Anamnese, Diagnose und persönlichen Lebenssituation der Patientin Frau A.
Ergotherapeutischer Befund und Problemstellung: Dieses Kapitel enthält den ausführlichen motorischen, sensorischen und kognitiven Befund sowie die daraus abgeleitete Problemstellung.
Zielsetzung und therapeutischer Weg: Definition von Fern-, Nah- und mittelfristigen Zielen sowie die detaillierte Planung der therapeutischen Interventionen.
Sichtstundenplanung: Ein konkretes Beispiel für die Planung und Durchführung einer therapeutischen Einheit inklusive Zeiteinteilung und Materialauswahl.
Schlaganfall, Apoplex, Ergotherapie, Hemiplegie, Bobath-Konzept, motorischer Befund, Selbsthilfetraining, motorische Übungsbehandlung, Feinmotorik, Rumpfrotation, kognitive Förderung, sensorisches Training, Alltagsaktivitäten, ADL, neurologische Rehabilitation
Die Arbeit dokumentiert den ergotherapeutischen Behandlungsprozess einer 82-jährigen Patientin nach einem Schlaganfall mit linksseitiger Hemiparese unter Berücksichtigung ihrer spezifischen körperlichen und sozialen Ausgangslage.
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Einordnung des Schlaganfalls, der ergotherapeutischen Diagnostik, der Zielsetzung sowie der praktischen Umsetzung von Therapiemethoden zur Förderung der Selbstständigkeit.
Das Ziel ist die größtmögliche Selbstständigkeit der Patientin im Alltag (ADL-Bereich), um ihr ein Leben ohne fremde Hilfe in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.
Der Bericht stützt sich stark auf das Bobath-Konzept und eine kompetenzzentrierte Übungsbehandlung, ergänzt durch neuropsychologisches Training und motorische Übungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Befunderhebung, die Definition von Nah- und Fernzielen sowie die konkrete, methodische Planung und Durchführung einzelner Therapieeinheiten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Apoplex, Ergotherapie, Hemiplegie, motorischer Befund und Selbsthilfetraining.
Die mangelnde Rumpfrotation der Patientin stellt ein Haupthindernis für ihre Selbstständigkeit beim An- und Auskleiden dar, weshalb deren Verbesserung als zentrales Nahziel definiert wurde.
Es dient als sensomotorische Übung, um gezielt Greiffunktionen zu trainieren, die Oberflächensensibilität zu stimulieren und kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und logisches Denken zu fördern.
Da die Patientin unter Stimmungsschwankungen leidet und eine geringe Frustrationstoleranz zeigt, ist die Förderung des Selbstwertgefühls durch Erfolgserlebnisse im Alltag essenziell für ihren Fortschritt.
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