Diplomarbeit, 2018
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung des Forschungsvorhabens
1.3 Methodik und struktureller Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Digitale Plattformen
2.1.1 Definition und Abgrenzung
2.1.2 Netzwerkeffekte
2.1.3 Disruption
2.1.4 Architektur und Funktionen
2.1.5 Herausforderungen
2.2 Markteintritt
2.2.1 Das Henne-Ei-Problem
2.2.2 Strategien
2.2.3 Expansion
2.3 Erfolgsfaktoren
2.3.1 Ertragsmodell und Preisstrategien
2.3.2 Kuratierung und Matching
2.3.3 Messung von Kennzahlen
2.3.4 Wettbewerb
2.4 Literaturbasiertes Toolkit
3. Forschungsmethodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Datenerhebung
3.3 Datenauswertung
3.4 Qualitätskriterien
4. Darstellung der Ergebnisse der Experteninterviews
4.1 Markteintritt
4.1.1 Strategien
4.1.2 Expansion
4.1.3 Vertrieb und Marketing
4.1.4 Branchenvorwissen
4.2 Erfolgsfaktoren
4.2.1 Ertragsmodell und Preisstrategien
4.2.2 Kuratierung und Matching
4.2.3 Messung von Kennzahlen
4.2.4 Wettbewerb
5. Diskussion der Ergebnisse
5.1 Markteintritt
5.2 Erfolgsfaktoren
5.3 Zusammenfassung der Diskussion
6. Literatur- und praxisbasiertes Toolkit
7. Fazit
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, fundierte Markteintrittsstrategien und zentrale Erfolgsfaktoren für junge digitale Plattformen zu identifizieren, zu systematisieren und empirisch zu verifizieren, um Gründern und Unternehmern eine praktische strategische Orientierungshilfe zu bieten.
2.2.1 Das Henne-Ei-Problem
Der Netzwerkeffekt ist trotz seiner Attraktivität und Kraft sehr schwierig zu initialisieren. Die meisten neugegründeten und jungen Plattformen bieten noch keinen Mehrwert, da dieser erst durch die Anwesenheit und Aktivität von Benutzern generiert wird. Um diese erste Gruppe von Benutzern jedoch auf die Plattform zu bringen, benötigen sie wiederum einen anfänglichen Mehrwert, welcher bei Plattformen gerade in der Aktivität auf der Plattform liegt (Choudary, 2015, S. 214). Anbieter werden dabei nicht von der Plattform angezogen, solange es keine Nachfrage gibt, während die Nachfrager die Plattform nicht nutzen werden, solange es kein ausreichendes Angebot gibt. Dies stellt ein sogenanntes Henne-Ei-Problem dar, welches von der Forschung bisher intensiv untersucht wurde (vgl. Caillaud & Jullien, 2003, S. 310; Rochet & Tirole, 2003, S. 990; Wright, 2004, S. 49). Das Henne-Ei-Problem ist somit eine Art Teufelskreis ohne offensichtlichen Ausgangs- bzw. Endpunkt, an dessen Lösung viele Plattformen scheitern.
Dieses Problem besteht dabei solange, bis die Plattform die sogenannte kritische Masse erreicht - das minimale Netzwerk, in dem genügend Anbieter und Nachfrager von Wert auf der Plattform sind, um sicherzustellen, dass Interaktionen zuverlässig und nachhaltig realisiert werden können (Choudary, 2015, S. 214–215). Dies beinhaltet, dass Plattformen nicht nur Benutzer auf beiden Seiten benötigen, sondern auch eine ausreichende Anzahl, um die kritische Masse zu erreichen (Evans & Schmalensee, 2016, S. 71). Übereinstimmend dazu definieren Reillier und Reillier (2017, S. 35) die kritische Masse als Punkt, an dem das Wachstum der Plattform selbsttragend wird.
1. Einführung: Darstellung der Relevanz von Plattformgeschäftsmodellen, der Forschungsfrage und der methodischen Vorgehensweise.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der plattformspezifischen Konzepte wie Netzwerkeffekte, Markteintritt und Erfolgsfaktoren sowie Erarbeitung eines ersten Toolkits.
3. Forschungsmethodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse.
4. Darstellung der Ergebnisse der Experteninterviews: Präsentation der aus den Experteninterviews gewonnenen empirischen Daten zu Markteintritt und Erfolgsfaktoren.
5. Diskussion der Ergebnisse: Vergleich der theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Anwendung und Einordnung der Ergebnisse.
6. Literatur- und praxisbasiertes Toolkit: Präsentation des aggregierten Toolkits, das sowohl Literaturforschung als auch Praxiswissen vereint.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Limitationen der Arbeit und Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Digitale Plattformen, Markteintrittsstrategien, Erfolgsfaktoren, Netzwerkeffekte, Henne-Ei-Problem, Kritische Masse, Experteninterviews, Qualitative Inhaltsanalyse, Plattformökonomie, Matching, Kuratierung, Plattformdesign, Transaktionszentrierte Plattformen, Geschäftsmodelle, Skalierbarkeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse und Identifizierung von Markteintrittsstrategien sowie Erfolgsfaktoren für junge, transaktionszentrierte digitale Plattformen im digitalen Wandel.
Zu den zentralen Themen gehören das Henne-Ei-Problem, Netzwerkeffekte, Preisstrategien, Matching-Prozesse, Kuratierung, sowie die Skalierung und Expansion von Plattformgeschäftsmodellen.
Das Ziel ist die Erstellung eines validen, literatur- und praxisbasierten Toolkits, das Gründern und Entrepreneuren als strategische Leitlinie für den Aufbau erfolgreicher Plattformen dienen kann.
Es handelt sich um eine qualitative empirische Studie, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von zehn Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse basiert.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Ergebnisse aus den Experteninterviews zu Strategien und Erfolgsfaktoren, die anschließend in einem Toolkit aggregiert werden.
Wesentliche Schlüsselbegriffe sind digitale Plattformen, Markteintrittsstrategien, Netzwerkeffekte, Henne-Ei-Problem, Plattformökonomie und das entwickelte praxisbasierte Toolkit.
Dieser Ansatz priorisiert die Akquise einer Nutzerseite (meist der Anbieter), um ein initiales Angebot zu schaffen, was für viele Marktplatz-Plattformen als besonders erfolgsversprechend gilt.
Das Expertenwissen ermöglicht die praktische Überprüfung der theoretisch abgeleiteten Strategien, hilft bei der Identifizierung branchenspezifischer Besonderheiten und erlaubt induktive Erweiterungen des Toolkits, wie etwa um die Pilotkunden-Strategie.
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