Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau
2 Die Suche im Wandel
2.1 Evolution der Google-Suche
2.2 Semantische Wende
2.2.1 Begriffsabgrenzung semantisches Web und semantische Suche
2.2.2 Elemente der semantischen Suche
2.2.3 Knowledge Graph – Definitionen und Beispiele
2.2.4 Status quo der semantischen Suchdienste
3 Der Google Knowledge Graph
3.1 Grundlagen der semantischen Google-Suche
3.2 Position und Auswirkung des direkten Antwortformates
3.3 Eventanzeige im Google Knowledge Graph
3.3.1 Das Search Carousel
3.3.2 Das Knowledge Panel
3.4 Datenquellen
3.4.1 Strukturierte Daten
3.4.2 Daten-Markup
3.5 Arbeitsweise – Der Weg zu relevanten Ergebnissen
3.5.1 Fuzzylogik
3.5.2 TrustRank
3.5.3 Hummingbird Algorithmus
3.6 Der Google Knowledge Graph als Basis zukünftiger Anwendungen
3.6.1 Google Assistant
3.6.2 Google Knowledge Vault
4 Auswirkungen des Google Knowledge Graph auf das Online-Marketing
4.1 Grundlagen des Online-Marketings unter Einfluss der Semantik
4.2 Die 4 Vs der semantischen Suche
4.3 Konsequenzen für die Suchmaschinenoptimierung
5 Grundsätzliche Erwägungen zur Nutzung des Graphen im Online-Marketing für Events
5.1 Struktur der Eventbranche in Deutschland
5.2 Abhängigkeit des Einstiegs von definierten Zielen
5.3 Analyse des Potentials für das Online-Marketing anhand ausgewählter Kriterien
5.4 Überschlägige Ermittlung der Kosten/Nutzen
5.5 Make-or-Buy-Entscheidung
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den strukturellen Wandel der Websuche durch den Google Knowledge Graph und analysiert dessen Potenziale für das Online-Marketing von Events. Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung der Marketingrelevanz direkter Antwortformate zu schaffen und Unternehmen bei strategischen Entscheidungen zur Implementierung zu unterstützen.
3.1 Grundlagen der semantischen Google-Suche
Der Satz „From strings to things“ (Shingal, 2012) wurde von Google formuliert, um den semantischen Wandel, der sich derzeit durch den Google Knowledge Graph vollzieht, in wenige Worte zu fassen. Dementsprechend werden aus Zeichenketten sogenannten „Strings“, Begriffe mit zugeordneter Bedeutung sogenannte „Things“ (Erlhofer, 2016, S. 680).
Die semantische Technologie wurde im Mai 2012 beim Suchdienst Google implementiert. Zunächst war nur die englische Version verfügbar. Im Dezember 2012 wurde die Erweiterung in sieben anderen Sprachen eingeführt, unter anderem auch auf Deutsch (Newton, 2012). Der Graph zeigt von der Suchmaschine berechnete Ergebnisse für bestimmte Suchanfragen an und wird innerhalb der ersten Google-Ergebnisseite in einem separaten Bereich ausgewiesen. Die Antwortformate des Google Knowledge Graph liefern im Zusammenspiel mit anderen Technologien eine Kurzübersicht über bestimmte Themengebiete. Folglich ist im Google-Kontext meist von einem Suchmechanismus die Rede (Alpar et al., 2015a, S. 481ff).
Die Besonderheit des Knowledge Graph besteht in dem Angebot zusätzlicher Informationen, die sich um die Entität drehen. Damit beantwortet Google keine spezielle Frage, sondern schafft Antworten in einem breiten Rahmen. Mithilfe von gesammelten Hintergrundinformationen ist es möglich, die Intention des Nutzers zu interpretieren und die dazu passende Antwort zu liefern, ohne den Nutzer auf eine externe Webseite weiterzuleiten (Shingal, 2012).
Laut Google bietet der Knowledge Graph einen Mehrwert in drei unterschiedlichen Kategorien. Zum einen können doppel- oder mehrdeutige Begriffe interpretiert und zugeordnet werden, was die Relevanz der Ergebnisse erhöht. Darüber hinaus liefert die Datenbank bestmögliche Zusammenfassungen zu Personen, Unternehmen, Orten, Künstlern und vielem mehr, da Google aus vorherigen Suchanalysen bekannt ist, welche Informationen für Nutzer von Interesse sind. Aus dieser Übersicht heraus tritt für den Nutzer gegebenenfalls ein Lerneffekt ein. Fakten oder Zusammenhänge, die vorher nicht bekannt waren, werden aufgezeigt und können so Grundlage einer neuen Suchanfrage bilden (Shingal, 2012).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den technologischen Wandel der Google-Suche zur "Antwortmaschine" und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen.
2 Die Suche im Wandel: Es werden die Evolution der Suchmaschine, die semantische Wende und der Status quo semantischer Suchdienste theoretisch hergeleitet.
3 Der Google Knowledge Graph: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Datenquellen, Anzeigeformate wie das Event Carousel sowie die zugrunde liegenden Algorithmen.
4 Auswirkungen des Google Knowledge Graph auf das Online-Marketing: Die Arbeit analysiert die veränderten Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung und die Konzepte semantischer Suche.
5 Grundsätzliche Erwägungen zur Nutzung des Graphen im Online-Marketing für Events: Es erfolgt eine praxisorientierte Analyse der Potenziale, Kosten-Nutzen-Relationen und strategischer Make-or-Buy-Entscheidungen für Eventveranstalter.
6 Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die zukünftige Bedeutung der Knowledge-Graph-Technologie reflektiert.
Google Knowledge Graph, Semantische Suche, Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, SEO, Eventmarketing, Event Carousel, Knowledge Panel, Strukturierte Daten, TrustRank, Hummingbird Algorithmus, Google Assistant, Knowledge Vault, Schema.org, Antwortmaschine.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des Google Knowledge Graph auf das Online-Marketing, insbesondere mit Fokus auf die Eventbranche.
Zu den Kernbereichen zählen die semantische Suche, Suchmaschinenoptimierung (SEO) im semantischen Kontext und die strategische Nutzung von Knowledge-Graph-Anzeigen für Events.
Das Ziel ist die Erschließung des Potenzials, welches sich aus der Nutzung des Knowledge Graph für das Online-Marketing von Events ergibt, um eine Grundlage für deren Marketingrelevanz zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche von Fachbüchern, wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Journals sowie aktuellen Veröffentlichungen und Patenten von Google.
Der Hauptteil analysiert die technologischen Grundlagen, die spezifischen Anforderungen an die Datenmarkierung, die Anzeigeformen (Search Carousel/Knowledge Panel) sowie die strategische Kosten-Nutzen-Abwägung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Knowledge Graph, semantische Suche, Eventmarketing, SEO und strukturierte Daten charakterisiert.
Die moderne SEO konzentriert sich über klassische Keywords und Linkbuilding hinaus auf strukturierte Daten, Inhaltsqualität nach den 4 Vs der semantischen Suche, Nutzererlebnis und die Präsenz auf verschiedenen Kanälen.
Angesichts der steigenden Komplexität der Knowledge-Graph-Optimierung hilft die Analyse zu entscheiden, ob die Implementierung intern durch eigene Kapazitäten oder extern durch spezialisierte Agenturen erfolgen sollte, um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen.
Ticketportale dominieren oft als bevorzugte Datenquellen für Google, was kleineren Veranstaltern den direkten Zugang erschweren kann, weshalb die eigene Optimierung einen Weg aus der Abhängigkeit bieten kann.
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