Bachelorarbeit, 2016
84 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung, Aufbau und Quellenlage der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zum Lobbyismus
2.1 Begriff des Lobbyismus
2.2 Abgrenzung des Lobbyismus
3 Interessenvertretung durch Lobbyisten
3.1 Kategorisierung der Akteure
3.2 Arten des Lobbyings
3.3 Vorgehensweise von Lobbyisten
3.3.1 Instrumente des Lobbyings
3.3.2 Methoden des Lobbyings
3.3.3 Strategien des Lobbyings
3.4 Lobbyismus in der Europäischen Union
3.4.1 Einflussnahme durch Lobbyisten auf die Gremien der EU
3.4.2 Positiver und negativer Einfluss von Lobbyismus in der EU
3.4.3 Reglementierung von Lobbyismus
4 Lobbyismus in der Automobilbranche
4.1 Anfänge der deutschen Automobilindustrie
4.1.1 Bedeutung der deutschen Automobilindustrie
4.1.2 Import und Export von deutschen Fahrzeugen
4.2 Interessenvertretung der Automobilindustrie
4.2.1 Verband der Automobilindustrie (VDA)
4.2.2 European Automobile Manufacturer’s Association (ACEA)
4.3 Vorgehensweise im Automobillobbying
4.4 Fallbeispiel: CO2-Regulierung der Klimaagenda 2020
5 Der VW-Abgas-Skandal
5.1 Der Volkswagen Konzern
5.2 Eine Chronologie des Skandals
5.3 Bisherige und weitere mögliche Konsequenzen des Abgas-Skandals
5.3.1 Folgen des Abgas-Skandals für den VW-Konzern
5.3.2 Auswirkungen des Abgas-Skandals auf den deutschen Markt
5.3.3 Folgen des Abgas-Skandals für VW-Kunden
5.3.4 Ausweitung des Abgas-Skandals
5.3.5 Konsequenzen für die weitere Arbeit der Lobbyisten
6 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss und die Gefahren des Lobbyismus am prägnanten Fallbeispiel des VW-Abgas-Skandals. Dabei wird analysiert, wie Lobbyisten die Politik beeinflussen, welche Mechanismen zur Interessenvertretung genutzt werden und welche spezifischen Folgen der Abgasskandal für den VW-Konzern, die Automobilbranche und das demokratische System hat.
3.3.2 Methoden des Lobbyings
„Die Achillesferse des Lobbyismus sind seine Aktionsformen. Es liegt die Versuchung nahe, zur Durchsetzung eigener Interessen auch nicht akzeptable Methoden anzuwenden“ (Alemann/Eckert 2006: Heft 15-16).
Zum besseren Verständnis lobbyistischer Aktivitäten in der EU, auf welche später in der Arbeit näher eingegangen wird, werden im Folgenden die wichtigsten Herangehensweisen des Lobbyings erläutert:
1. Frühzeitiges Lobbying findet während oder vor dem Agenda-Setting statt, somit können eigene Interessen Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess haben. Fischer beschreibt eine Art „Stand-by-mode“, einen ständig einsatzbereiten Zustand, der ständigen Kontakt und ununterbrochenes Monitoring der Interessengruppen gewährleistet (vgl. Teuber 2001: 135ff.).
2. Positives Lobbying ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreichen Lobbyismus. Damit ist gemeint, dass sich Entscheidungen zu eigenen Gunsten durch konstruktive und bedachtsame Vorgehensweise effektiv beeinflussen lassen. Versuche durch Blockade und Druck ein Interesse durchzusetzen, sind hingegen weniger erfolgsversprechend. Besonders in der Zeit einstimmiger Ratsentscheidungen gehörte Blockadepolitik zur gängigen Praxis (vgl. Coen 1997: 77f.).
3. Low-Profile Lobbying ist dem positiven Lobbying ähnlich. Im Gegensatz zum High-Profile Lobbying, das Ziele mit aggressiven Mitteln verfolgt, zeichnet sich das Low-Profile Lobbying durch „Sympathie, Integrität und die Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen Voraussetzungen der Kontaktpartner“ (Teuber 2001: 138) aus (vgl. Pfeifer 1995: 82f.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Lobbyismus ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des VW-Abgasskandals für die heutige Politik und Gesellschaft.
2 Theoretische Grundlagen zum Lobbyismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Lobbyismus und grenzt ihn von allgemeiner Interessenvertretung ab, um ein wissenschaftliches Fundament zu schaffen.
3 Interessenvertretung durch Lobbyisten: Hier werden Akteure, Methoden und Instrumente des Lobbyings kategorisiert, wobei auch die Besonderheiten der europäischen Ebene sowie Reglementierungsversuche beleuchtet werden.
4 Lobbyismus in der Automobilbranche: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Interessenvertretung der deutschen Automobilindustrie durch Verbände wie VDA und ACEA und nutzt die CO2-Regulierung als erstes Fallbeispiel.
5 Der VW-Abgas-Skandal: Den Kern der Arbeit bildet die detaillierte Chronologie und Analyse des Abgasskandals sowie dessen tiefgreifende Auswirkungen auf den Konzern, Kunden und die Branche.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Forderungen an die Politik hinsichtlich Transparenz und Regulierung von Lobbyaktivitäten.
Lobbyismus, Interessenvertretung, Automobilindustrie, VW-Abgasskandal, politische Einflussnahme, Europäische Union, VDA, ACEA, Monitoring, Issue Management, Transparenz, Demokratiedefizit, Parteispenden, Regulierung, Gesetzgebungsprozess
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Lobbyismus auf politische Entscheidungsprozesse, insbesondere am Beispiel des deutschen Automobilsektors und des VW-Abgasskandals.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Lobbyings, die Methoden der Interessenvertretung durch Verbände und Unternehmen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Beeinflussung staatlicher Regulierungen.
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge und Auswirkungen lobbyistischer Aktivitäten im Kontext des VW-Skandals offenzulegen und zu bewerten, inwieweit diese die demokratische Legitimität beeinträchtigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse und die Auswertung von Fallbeispielen, um die Vorgehensweisen und Strukturen der Interessenvertretung zu erforschen.
Der Hauptteil behandelt die Akteure des Lobbyings, die verschiedenen Strategien und Instrumente sowie die spezifische Rolle der Automobilverbände und die Ereigniskette des Abgasskandals.
Lobbyismus, Interessenvertretung, Automobilindustrie, VW-Skandal, Transparenz und politische Einflussnahme sind zentrale Begriffe.
Positives Lobbying setzt auf Konstruktivität und Kooperation, um Entscheidungen zu beeinflussen, während High-Profile Lobbying aggressivere Mittel verwendet, um Ziele durchzusetzen.
Monitoring ist ein zentrales Instrument, bei dem Lobbyisten Informationen systematisch sammeln, aufbereiten und auswerten, um politische Trends und Entscheidungsprozesse frühzeitig zu erkennen.
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