Diplomarbeit, 2005
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das Phänomen Harry Potter
2.1. J.K. Rowling
2.2. Die Übersetzer
3. Ausgangstextanalyse
3.1. Textexterne Faktoren
3.2. Textinterne Faktoren
3.3. Textsorte und Texttyp
4. Übersetzungen
4.1. Übersetzungsschwierigkeiten
4.1.1. Idiomatische Redewendungen
4.1.2. Wortspiele
4.1.3. Lieder und Gedichte
4.1.4. Zaubersprüche
4.1.5. Andere Übersetzungsschwierigkeiten
4.2. Realia
4.2.1. Methoden der Realiaübersetzung
4.2.2. Kindliche Rezeptionsfähigkeit
4.2.3. Eigennamen
4.2.4. Kulturspezifische Gerichte
4.2.5. Andere kulturspezifische Realia
4.2.6. Fantasieweltbezogene Realia
4.3. Stilebene
4.3.1. Sprachgebrauch der einzelnen Figuren
4.3.2. Anredeformen
4.4. Verschiedene Übersetzungslösungen
4.4.1. Steigerung / Übertreibung
4.4.2. Abschwächung
4.4.3. Substitution
4.4.4. Weglassen und Hinzufügen
4.4.5. Umstellung
4.4.6. Eigenbau
4.4.7. Übersetzungsfehler
5. Schlussbetrachtungen
Diese Diplomarbeit untersucht und vergleicht die deutsche sowie die französische Übersetzung der ersten beiden Bände der Harry-Potter-Reihe mit dem englischen Original. Ziel ist es, die spezifischen Übersetzungsschwierigkeiten, den Umgang mit Realia sowie die gewählten Übersetzungslösungen der jeweiligen Übersetzer Klaus Fritz und Jean-François Ménard herauszuarbeiten und zu analysieren, wobei stellenweise ein Bezug zur Übersetzungstheorie der Kinder- und Jugendliteratur hergestellt wird.
4.1.1. Idiomatische Redewendungen
Bekanntlich ist es oft schwierig, Redewendungen zu übersetzen. Der Übersetzer muss über sehr gute Kenntnisse der Ausgangssprache und -kultur verfügen, um den Sinn einer Redewendung übertragen zu können, und über sehr gute Kenntnisse der Zielsprache und -kultur, um eine eventuell vorhandene ähnliche Redewendung zu finden, was natürlich der Idealfall wäre. Allerdings ist das nicht immer möglich und so ist der Übersetzer gefordert eine Umschreibung zu finden, die wenigstens den Sinn der Redewendung wiedergibt.
In Harry Potter kommen solche idiomatischen Redewendungen auch vor. So benutzt Onkel Vernon zum Beispiel das Verb have als er nach Harrys Erhalt des ersten Briefes aus der Zauberschule sagt: „I’m not having one in the house, Petunia!“10, um klar zu machen, dass er in seinem Haus keine Zauberei und nichts, was damit zu tun hat, duldet. Tatsächlich bedeutet to have auch „[usually in negatives] to (be willing to) permit; allow“11. Sowohl in der deutschen als auch in der französischen Übersetzung wird diese Aussage leicht abgeschwächt, weil dort heißt es: „Ich will keinen davon im Haus, Petunia!“12 beziehungsweise „Je ne veux pas de ça dans la maison, Pétunia!“13. Dabei handelt es sich dem Original zufolge nicht nur darum, dass er es nicht will, sondern dass er es auf keinen Fall duldet.
Ein weiteres Problem stellen die typisch englischen Kosenamen, die Tante Petunia für ihren Sohn Dursley benutzt. Einer davon lautet „Dinky Duddydums“14, wobei dinky „small and charming“15 bedeutet.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die ersten beiden Bände von Harry Potter im Original mit der deutschen und französischen Übersetzung zu vergleichen.
2. Das Phänomen Harry Potter: Das Kapitel bietet eine kurze Einführung in den Welterfolg von Harry Potter sowie eine Biografie der Autorin J.K. Rowling und der Übersetzer Klaus Fritz und Jean-François Ménard.
3. Ausgangstextanalyse: Hier wird der Ausgangstext mithilfe textexterner und textinterner Faktoren unter Anwendung von Christiane Nords W-Fragen-Modell analysiert, um die Grundlage für die Übersetzungsvergleiche zu schaffen.
4. Übersetzungen: Der Hauptteil untersucht detailliert verschiedene Übersetzungsprobleme, wie Wortspiele, Realia und kulturelle Anpassungen, und vergleicht die translatorischen Lösungen beider Sprachversionen.
5. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass beide Übersetzer trotz unterschiedlicher Ansätze bei der Behandlung sprechender Namen insgesamt adäquate Lösungen für ihre Zielgruppen gefunden haben.
Harry Potter, Übersetzung, Übersetzungsvergleich, Realia, Wortspiele, Eigennamen, Kinderliteratur, Klaus Fritz, Jean-François Ménard, Übersetzungstheorie, Sprachgebrauch, Adaption, Kulturspezifische Elemente, Ausgangstextanalyse, Stilebene.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die deutsche und die französische Übersetzung der ersten beiden Bände der Harry-Potter-Reihe auf Basis des englischen Originals.
Im Fokus stehen Übersetzungsschwierigkeiten, der Umgang mit Realia, die Übertragung von Eigennamen und die Bewahrung von Stilebenen in der Kinder- und Jugendliteratur.
Das Ziel ist es, die translatorischen Strategien und Lösungen der Übersetzer Klaus Fritz und Jean-François Ménard zu bewerten und deren Adäquatheit für die jeweilige Zielgruppe zu prüfen.
Die Autorin nutzt zur Ausgangstextanalyse das W-Fragen-Modell nach Christiane Nord und analysiert im Hauptteil vergleichend die konkreten Übersetzungsentscheidungen anhand von Textbeispielen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Übersetzungsproblemen wie Wortspielen, Realia, Gedichten, Zaubersprüchen, Eigennamen, kulturellen Gerichten sowie der Anpassung von Stilebenen und Anredeformen.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Harry Potter, Übersetzung, Übersetzungsvergleich, Realia, Eigennamen und Kinderliteratur.
Klaus Fritz übernimmt viele Namen aus dem Original, während Jean-François Ménard dazu neigt, diese konsequent in das Französische zu übertragen, um ihre Bedeutung für die jungen Leser zu erhalten.
Klaus Fritz versucht, Hagrids niedere Sprachebene durch eine deutsche Umgangssprache abzubilden, während Ménard die Sprache im Französischen eher anhebt, was zu stilistischen Unterschieden gegenüber dem Original führt.
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