Bachelorarbeit, 2017
54 Seiten, Note: 1,0
Die Untersuchung befasst sich mit der Frage, ob die mythologische Motivik in Claudians Dichtung dem Anliegen einer kulturellen Repaganisierung dient. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Unterweltmotivik in Claudians Invektiven gegen Rufin, um herauszufinden, welche Funktionen und Dynamiken sich hinter der Verwendung dieser mythologischen Elemente verbergen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Forschungsfrage formuliert, den methodischen Ansatz erläutert und einen Überblick über den Aufbau der Untersuchung gibt. Anschließend widmet sich Kapitel 1 der Analyse der Einheitlichkeit, Gattung und des Stils der beiden Invektiven gegen Rufin. Im zweiten Kapitel werden die Unterweltmotive im ersten Buch gegen Rufin untersucht, während Kapitel 3 die Unterweltmotivik im zweiten Buch beleuchtet.
Kapitel 4 widmet sich der Verzahnung der Figur Rufin im zweiten Buch mit den Furien im ersten Buch. Schließlich analysiert Kapitel 5 die Sinngehalte und Funktionen der Unterweltmotivik in den beiden Invektiven, wobei die Frage nach einer möglichen Repaganisierungstendenz im Zentrum steht.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Unterweltmotivik in Claudians Invektiven gegen Rufin und befasst sich mit den Themen Repaganisierung, mythologische Motivik, intertextuelle Bezüge, narratologische Funktion, politisch-propagandistische Funktion, Gattungszuordnung und Stilanalyse.
Claudian war der bedeutendste spätlateinische Dichter am Mailänder Hof um 400 n. Chr., der unter dem Schutz des Heermeisters Stilicho stand.
Die Studie diskutiert diese These kritisch und kommt zu dem Schluss, dass die pagane Mythologie bei ihm eher als rhetorische Folie diente, um Zeitgeschichte effektvoll zu inszenieren.
Rufin wird als "Ausgeburt der Hölle" und Ziehsohn der Furien gezeichnet, der am Ende dem Totengericht der Unterwelt überantwortet wird.
Die Motive dienen der allegorischen Übersteigerung: Rufin erscheint schlimmer als mythische Bösewichter, während sein Gegner Stilicho antike Helden an Tugend übertrifft.
Seine Dichtung schöpft aus der Tradition von Vergils Aeneis, Senecas Apocolocyntosis und der Thebais von Statius, um beim gebildeten Leser Dechiffrierfreude zu wecken.
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