Bachelorarbeit, 2018
108 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.2. Ziel der Arbeit, Gang und Grenzen der Untersuchung
2. Ökonomische Notwendigkeit des Wirtschaftsprüfers
2.1. Information als Kernelement
2.2. Das Grundprinzip der Prüfung
2.3. Zwecktheoretische Konzepte der Prüfung
2.4. Schnittstelle externes Rechnungswesen
3. Interdependenzen Prüfungsmarkt und Gesamtwirtschaft
3.1. Prüfungsmarkt
3.1.1. Abgrenzung, relevante Normen und Hintergrund der Regulierung
3.1.2. Struktur
3.2. Gesamtwirtschaft
3.2.1. Definition und Messverfahren
3.2.2. Relevante Trends
3.3. Der Kapitalmarkt als wichtiger Bezugspunkt
3.3.1. Definition und Abgrenzung
3.3.2. Bedeutung für Gesamtwirtschaft und Prüfungsmarkt
3.4. Kritische Analyse der gesamtwirtschaftlichen Rolle des Prüfungsmarkts
3.4.1. Nutzentheoretische Untersuchung der Abschlussprüfung
3.4.2. Qualität als Voraussetzung und umstrittenes Thema
3.4.3. Ausweitung von Nicht-Prüfungsleistungen
4. Auswirkungen der Gesamtwirtschaft auf die Wirtschaftsprüfung im Zeitraum 2004 bis 2017
4.1. Methodik der Untersuchung
4.1.1. Theoretische Herleitung und Definition von Hypothesen
4.1.2. Datengrundlage und Eingrenzung der Untersuchung
4.1.3. Aufbereitung der Daten
4.2. Auswertung der Untersuchung
4.2.1. Makroökonomische Fundamentalanalyse der Wirtschaftsprüfungsbranche
4.2.2. Erkenntnisse aus den Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen
4.2.3. Erkenntnisse zur Entwicklung von Prüfungsnormen
4.2.4. Analyse qualitativer Aspekte der Abschlussprüferarbeit
5. Prognosen der Umsatzentwicklung bis zum Jahr 2020
5.1. Methodik der Prognosen
5.1.1. Hintergrund und Prognoseverfahren
5.1.2. Grundlage und Aufbereitung der Daten
5.2. Ergebnisse der Prognosen
5.2.1. Ermittlung über den Zusammenhang zum BIP
5.2.2. Ermittlung über den Zusammenhang zu den wesentlichen makroökonomischen Größen
5.3. Kritische Erörterung der Umsatzprognosen und Folgerungen
6. Zusammenfassung der Arbeit und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen der deutschen Gesamtwirtschaft und der Wirtschaftsprüfungsbranche im Zeitraum von 2004 bis 2017. Ziel ist es, durch die Analyse relevanter Indikatoren makroökonomische Einflüsse auf die Branche zu identifizieren, deren Auswirkungen auf Umsatz, Prüfungsqualität und Normgebung zu bewerten sowie Prognosen für die zukünftige Umsatzentwicklung der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu erstellen.
3.1.2.1. Angebots- und Nachfrageseite im Prüfungsmarkt
Im Jahr 2016 konnte insgesamt ein geschätztes Marktvolumen von 13 Mrd. € durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, im Folgenden auch kurz WP-Gesellschaften genannt, erwirtschaftet werden. Davon entfielen schätzungsweise lediglich rund 4,7 Mrd. € auf den Bereich Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung, was etwas mehr als einem Drittel entspricht. Auf den ersten Blick mag diese Feststellung verwirrend erscheinen, wo doch die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen als charakteristische Tätigkeiten des Wirtschaftsprüfers gelten. Eine Untersuchung der Angebots- und Nachfrageseite gibt hier Aufklärung, wobei zuerst die Nachfrageseite beleuchtet werden soll.
Die Nachfrageseite kann in zwei Komponenten unterteilt werden, eine konstante und eine variable. Erstere ist durch den Gesetzgeber geschaffen. Die Pflicht zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses samt Lagebericht sowie weitere Pflichtprüfungsformen ein Mindestmaß an Nachfrage für die Leistungen der Wirtschaftsbranche. Der variable Teil hingegen besteht aus der Nachfrage nach freiwilligen Prüfungsdienstleistungen und den Nicht-Prüfungsdienstleistungen. Dieser ist mittlerweile deutlich größer als der konstante Teil. Aus Expertensicht liegt dieser Umstand daran, dass der Markt für gesetzliche Abschlussprüfungsleistungen weitgehend gesättigt sei. Unter Berücksichtigung der unternehmerischen Betrachtung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Pflichtprüfungen ist verständlich, weshalb diese beispielsweise mehr zu den zukunftsorientierten Beratungsleistungen neigen. Der Mehrwert ist ersichtlicher als bei Abschlussprüfungsleistungen.
Auf der Angebotsseite decken aktuell ca. 3.000 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Nachfrage von Unternehmen nach Prüfungs- und Nicht-Prüfungsleistungen. Wie auch schon die Nachfrageseite ist das Angebot von gesetzlichen Regulierungen gekennzeichnet. So erfordert die Durchführung der vorgeschriebenen Pflichtprüfungen gewisse Qualifikationen und konstante Weiterbildung. Infolgedessen kann nicht jedes Unternehmen in diese Branche einsteigen; es besteht eine Markteintrittsbarriere.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Grenzen der Untersuchung.
2. Ökonomische Notwendigkeit des Wirtschaftsprüfers: Hier wird die ökonomische Basis für die Existenz des Wirtschaftsprüfers durch Konzepte wie Information und Vertrauen beleuchtet.
3. Interdependenzen Prüfungsmarkt und Gesamtwirtschaft: Dieses Kapitel analysiert die Wechselwirkungen zwischen dem Prüfungsmarkt und dem makroökonomischen Obersystem, inklusive des Kapitalmarktes.
4. Auswirkungen der Gesamtwirtschaft auf die Wirtschaftsprüfung im Zeitraum 2004 bis 2017: Der methodische Teil untersucht empirisch die Zusammenhänge zwischen gesamtwirtschaftlichen Indikatoren und Branchendaten.
5. Prognosen der Umsatzentwicklung bis zum Jahr 2020: Hier werden statistische Methoden angewandt, um basierend auf den identifizierten makroökonomischen Größen das zukünftige Umsatzwachstum vorherzusagen.
6. Zusammenfassung der Arbeit und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Transformation der Wirtschaftsprüfungsbranche.
Wirtschaftsprüfung, Gesamtwirtschaft, Prüfungsmarkt, Kapitalmarkt, Abschlussprüfung, Nicht-Prüfungsleistungen, Konjunktur, Regulierungen, Prüfungsqualität, Umsatzwachstum, BIP, Indikatoren, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Marktkonsolidierung, Digitalisierung
Die Bachelorarbeit untersucht die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen der deutschen Wirtschaftsprüfungsbranche und der makroökonomischen Entwicklung in Deutschland im Zeitraum von 2004 bis 2017.
Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Notwendigkeit des Wirtschaftsprüfers, die Interdependenzen zwischen Prüfungsmarkt und Gesamtwirtschaft sowie die Auswirkungen auf Prüfungsqualität und Umsatz.
Das Hauptziel besteht darin, die gesamtwirtschaftlichen Einflüsse auf die Wirtschaftsprüfung zu quantifizieren und zu analysieren sowie auf dieser Basis Prognosen zur Umsatzentwicklung der Top-25-Gesellschaften bis 2020 zu erstellen.
Es wird eine empirische Archivstudie durchgeführt, die deskriptive Statistik, Regressionsanalysen (einfach und multipel) sowie Varianzanalysen nutzt, um Korrelationen zwischen makroökonomischen Indikatoren und Branchendaten zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der ökonomischen Notwendigkeit, eine detaillierte Analyse der Marktstrukturen und eine empirische Auswertung makroökonomischer Einflussfaktoren wie BIP-Wachstum und Kapitalmarktentwicklungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Wirtschaftsprüfung, Prüfungsqualität, Gesamtwirtschaft, Kapitalmarkt, Umsatzwachstum und Regulierungen aus.
Die Analyse zeigt, dass Krisenzeiten zu einer erhöhten Anzahl an Ergänzungen und Einschränkungen in Bestätigungsvermerken sowie zu einer höheren Fehlerhäufigkeit (Normabweichungen) führen können.
Die Top 25 werden aufgrund ihrer Marktmacht und ihrer Vorreiterrolle als repräsentativ für die Entwicklung der Branche betrachtet, insbesondere hinsichtlich der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen.
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