Diplomarbeit, 1999
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Zielsetzung
2 Rahmenbedingungen für Geschäftsmodelle im Internet
2.1 Erfolgsfaktoren im Internet
2.1.1 Technologische Erfolgsfaktoren
2.1.1.1 Digitalisierung
2.1.1.2 Das Primat der Vernetztbarkeit
2.1.1.3 Interaktivität
2.1.1.4 Multimedialität
2.1.1.5 Erweitertes Supply-Management
2.1.1.6 Standards für den elektronischen Handel
2.1.2 Organisatorische Erfolgsfaktoren
2.1.2.1 Benutzerführung/Navigation
2.1.2.2 One-to-One-Marketing
2.1.2.3 Kundenorientierung
2.2 Wertschöpfung im Internet
2.2.1 Wertschöpfungskette für traditionelle Unternehmen
2.2.2 Wertschöpfungskette für Online-Produkte
2.3 Kunden im Internet
2.3.1 Internetexterne Befragungen
2.3.2 Internetinterne Befragungen
2.4 Folgen des Electronic Commerce für traditionelle Geschäftsmodelle
2.4.1 Chancen des Electronic Commerce
2.4.2 Risiken des Electronic Commerce
2.4.3 Folgen für traditionelle Geschäftsmodelle
2.4.3.1 Intensivierung des Wettbewerbs
2.4.3.2 Transformation traditioneller Vertriebsstrukturen
2.4.3.3 Zunahme von Disintermediation
2.4.3.4 Eliminierung von Produkten und Dienstleistungen
2.5 Folgen für ausgesuchte Geschäftsmodelle
2.5.1 Reise- und Tourismusbranche
2.5.2 Printmedien
2.6 Produkte und Dienstleistungen im Internet
2.6.1 Eignung eines Produkts für den Online-Vertrieb
2.6.2 Produktkategorien
2.6.2.1 Offline-Produkte
2.6.2.2 Online-Produkte
2.6.2.3 Hybrid-Produkte
2.6.2.4 Information als Produkt
2.6.3 Prädestinierte Produkte für den Online-Vertrieb
3 Klassifizierung der Geschäftsmodelle im Internet
3.1.1 Werbefinanzierte Geschäftsmodelle
3.1.1.1 Werbung im Internet
3.1.1.1.1 Werbeformen
3.1.1.1.2 Werbekosten
3.1.1.2 Beispiele werbefinanzierter Online-Magazine
3.1.1.3 Beispiele werbefinanzierter Push-Dienste
3.1.2 Nutzerfinanzierte Geschäftsmodelle
3.1.2.1 Access-Providing
3.1.2.2 Webdesign
3.1.2.3 Proprietäre Online-Dienste
3.1.2.4 News-Dienste
3.1.2.5 Serviceleistungen
3.1.2.6 Kommerzielle Datenbanken
3.1.2.7 Online-Abonnements
3.1.2.8 Online-Spiele
3.1.3 Provisionsfinanzierte Geschäftsmodelle
3.1.3.1 Content-Vermarktung
3.1.3.2 Kooperationen und strategische Allianzen
3.1.3.3 Sponsoring
3.1.4 Mischfinanzierte Geschäftsmodelle
3.1.4.1 Electronic Malls
3.1.4.2 Online-Dienstleistungen
3.1.4.3 Online-Auktionen
4 Kundenbindung und Neukundengewinnung
4.1.1 Regionalisierung
4.1.2 Suchmaschinen-Eintrag
4.1.3 Gewinnspiele
4.1.4 Newsletter
4.1.5 Demoversionen
4.1.6 Online-Kundenclubs und Virtuelle Communities
5 Schlußwort und Ausblick
Die Diplomarbeit bietet einen aktuellen Überblick über innovative und zukunftsorientierte Geschäftsmodelle im Internet. Da der Begriff Electronic Commerce zu unpräzise ist, wird eine differenzierte Klassifizierung der Modelle nach verschiedenen Gesichtspunkten erarbeitet, wobei Praxisbeispiele und Finanzierungsmöglichkeiten beleuchtet werden.
2.1.1.2 Das Primat der Vernetztbarkeit
Das Medium Internet folgt dem Primat der Vernetzbarkeit, wodurch zahlreiche Produkte vom Kunden allein deshalb bevorzugt werden, weil sie bereits über eine große Verbtreitung verfügen. Das gilt vor allem in Branchen, in denen die Vernetzung von besonderer Bedeutung ist. Das Primat der Vernetzbarkeit ist von zwei Faktoren geprägt:
Kompatibilität: Je mehr Leute beispielsweise eine Sprache sprechen, um so attraktiver ist es für alle anderen, diese Sprache ebenfalls zu lernen. Ein einzelnes Telefon oder Faxgerät ist wertlos, Wert und Nutzen steigen mit der Zahl der Anschlüsse. Gleiches gilt für E-Mail.
Verstärkereffekte: Hierzu gehören Größenvorteile, die sich besonders stark auf die Software-Industrie auswirkten, deren Grenzkosten für den Verkauf zusätzlicher Lizenzen gegen Null gehen. Ein weiterer Verstärkereffekt gehorcht der Gesetzmäßigkeit „Masse zieht Masse an“. Eine Hardware ist nur attraktiv, wenn dazu passende Software verfügbar ist, umgekehrt ist eine Hardwareplattform für die Softwareindustrie um so attraktiver, je mehr Nutzer sie hat.
Einige Beispiele unterstreichen die Wichtigkeit des Primats der Vernetzbarkeit. So ist beispielsweise das Scheitern der Betamax-Videorekorder Anfang der 80-er Jahre durch das Fehlen der Vernetzbarkeit zu erklären. Hätte Sony die Betamax-Videotechnologie lizenziert, statt die eigenen Margen durch exklusive Vermarktung zu schützen, hätte sich das gegenüber VHS funktionalere und leistungsfähigere Betamax-Videosystem durchgesetzt. Ein weiteres Beispiel ist das rasche Wachstum der offenen Internet-Plattform im Vergleich zu proprietären Online-Diensten. Obwohl Online-Dienste zunächst technisch ausgereifter und weiterentwickelter waren, konzentrierte sich das Engagement zahlreicher Anbieter auf die offene Internet-Plattform, um nicht in der „proprietären Sackgasse“ der Online-Dienste zu landen. Gleiches galt für Anbieter von CD-ROMs, die der technisch überlegeneren CD-I (CD-ROM Interactive) von Philips den Rücken kehrten.
1 Einführung: Die Einleitung definiert das Internet als neues Massenmedium und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Geschäftsmodelle im Internet differenziert zu klassifizieren.
2 Rahmenbedingungen für Geschäftsmodelle im Internet: Dieses Kapitel analysiert technologische und organisatorische Erfolgsfaktoren sowie die Wertschöpfung im Internet und die Folgen für traditionelle Strukturen.
3 Klassifizierung der Geschäftsmodelle im Internet: Der Hauptteil ordnet Internet-Geschäftsmodelle nach ihrer Finanzierungsart in werbe-, nutzer-, provisions- und mischfinanzierte Modelle ein.
4 Kundenbindung und Neukundengewinnung: Das Kapitel behandelt Konzepte zur Gewinnung neuer Kunden und zur dauerhaften Bindung der bestehenden Nutzer an ein Internetangebot.
5 Schlußwort und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Dynamik des Internet-Marktes zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Internet, Geschäftsmodelle, Electronic Commerce, Erfolgsfaktoren, Klassifizierung, Wertschöpfungskette, Online-Vertrieb, Kundenbindung, Neukundengewinnung, Werbung, Online-Dienste, Provision, Sponsoring, Suchmaschinen, Internet-Technologie.
Die Arbeit untersucht und klassifiziert innovative Geschäftsmodelle im Internet, um die Vielfalt der Aktivitäten in diesem neuen Marktumfeld strukturiert darzustellen.
Im Fokus stehen Erfolgsfaktoren im Internet, die Auswirkungen auf traditionelle Handelsstrukturen, die Eignung verschiedener Produktkategorien für den Online-Vertrieb sowie Konzepte zur Kundenbindung.
Das Ziel ist eine differenzierte Klassifizierung der Internet-Geschäftsmodelle, die über den allgemeinen Begriff "Electronic Commerce" hinausgeht und diese nach ihrer Finanzierung sowie ihrer Marktrolle einordnet.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und wertet aktuelle Marktdaten sowie Praxisbeispiele aus, um die Geschäftsmodelle zu charakterisieren und miteinander vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Einordnung der Modelle in werbe-, nutzer-, provisions- und mischfinanzierte Kategorien sowie deren jeweiliger Funktionsweise.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren, Electronic Commerce, Kundenbindung, Online-Marketing und Wertschöpfungskette definiert.
Das Primat der Vernetzbarkeit sorgt dafür, dass Produkte durch Verstärkereffekte und Netzwerkeffekte an Wert gewinnen, je mehr Nutzer sie verwenden, was maßgeblich über Marktanteile entscheidet.
In der kundenorientierten Wertschöpfungskette steht der Kunde durch interaktive Dialogsysteme und individuelle Serviceerfahrungen im Mittelpunkt, während der Fokus im traditionellen Modell primär auf der internen Produktion liegt.
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