Masterarbeit, 2018
96 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Konzeptioneller Rahmen
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Environmental Innovations
2.1.2 Unternehmenserfolg
2.1.3 ESG Disclosure
2.1.4 ESG Controversies
2.2 Theoretischer Hintergrund
2.2.1 Natural Resource Based View
2.2.2 Signaling Theorie
2.2.3 Assimilations-Kontrast-Theorie
3 Hypothesenherleitung
3.1 Environmental Innovations und der Unternehmenserfolg
3.2 Der moderierende Einfluss von ESG Disclosure
3.3 Der moderierende Einfluss von ESG Controversies
3.4 Der interagierende Einfluss von ESG Disclosure und ESG Controversies
4 Empirie
4.1 Datensatz
4.1.1 Datenbank
4.1.2 Operationalisierung der Variablen
4.1.3 Datenbereinigung
4.1.4 Deskriptive Statistik
4.2 Datenauswertung
4.2.1 Modellauswahl
4.2.2 Kontrollvariablen
4.2.3 Hypothesentest
4.2.4 Robustheit der Ergebnisse
4.3 Ergebnisinterpretation und Limitationen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss von Environmental Innovations (EI) auf den Unternehmenserfolg (UE) und analysiert, wie ESG-bezogene Offenlegungen (Disclosure) sowie Kontroversen als Signale diese Beziehung moderieren.
2.2.1 Natural Resource Based View
Der NRBV basiert auf der Ressourcentheorie (RBT). Nach dieser entstehen für Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch Berücksichtigung interner Ressourcen und Fähigkeiten („capabilities“) (Hart, 1995, S. 988). Nach Barney (1991, S. 105 ff.) müssen diese wertvoll, nicht substituierbar, nicht imitierbar (aufgrund kausaler Mehrdeutigkeit und hoher Komplexität) und selten sein, um zu einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu führen.
Dennoch wird in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten der ausschließliche Fokus auf interne Ressourcen und Fähigkeiten kritisiert (Gray & Wood, 1991, S. 6 f.). So vernachlässigt die RBT äußere Einflussfaktoren der natürlichen und sozialen Umwelt und ist unfähig zu erklären, wie Ressourcen in einer sich verändernden Umwelt eingesetzt werden sollen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen (Hart, 1995, S. 987). In Anbetracht ständig wechselnder institutioneller Bestimmungen und steigender Bedeutsamkeit der Bedürfnisse externer Stakeholder (z.B. Kundennachfrage nach ökologisch freundlichen Produkten), stellt Hart (1995, S. 987 ff.) die Plausibilität der RBT in Frage. Insbesondere die wachsende Anzahl ökologischer Probleme gibt Veranlassung, die RBT als limitiert zu betrachten, um wichtige Faktoren für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu identifizieren.
Nach Hart (1995, S. 991) ist es erforderlich neben den internen Ressourcen und Fähigkeiten auch die Veränderung der externen (natürlichen) Umwelt zu berücksichtigen. Nachdem NRBV stellt die Berücksichtigung umweltbedingter Einschränkungen und Möglichkeiten Schlüsselressourcen dar, welche sich positiv auf den Unternehmenserfolg durch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil auswirken. Dabei differenziert Hart (1995, S. 992) zwischen drei strategischen Fähigkeiten: „Pollution Prevention“ (PP), „Product Stewardship“ (PS) und „Sustainable Development“ (SD). Auf Grundlage treibender ökologischer Faktoren, üben PP, PS und SD einen positiven Einfluss auf die Umwelt aus.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz ökologischer Innovationen vor dem Hintergrund des Klimawandels und die Ableitung der zentralen Forschungsfragen.
2 Konzeptioneller Rahmen: Definition der zentralen Begriffe wie Environmental Innovations, Unternehmenserfolg, ESG Disclosure und ESG Controversies sowie Erläuterung der zugrunde liegenden Theorien (NRBV, Signaling, Assimilations-Kontrast).
3 Hypothesenherleitung: Theoretische Begründung der Zusammenhänge zwischen Innovation, Erfolg und den moderierenden Einflüssen von ESG-Signalen sowie Aufstellung der zu testenden Hypothesen.
4 Empirie: Beschreibung des Datensatzes, der Operationalisierung der Variablen, der Regressionsmodelle sowie Präsentation und Interpretation der empirischen Ergebnisse unter Berücksichtigung der Robustheit.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse, Implikationen für das Management sowie Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
Environmental Innovations, Unternehmenserfolg, ESG Disclosure, ESG Controversies, Natural Resource Based View, Signaling Theorie, Assimilations-Kontrast-Theorie, TobinsQ, ROA, Umsatz, Paneldaten, Fixed Effects Modell, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ökologischen Innovationen in Unternehmen und deren wirtschaftlichem Erfolg, wobei der Einfluss externer Signale wie ESG-Berichterstattung und Kontroversen analysiert wird.
Zentral sind die strategische Ausrichtung von Unternehmen in Bezug auf Umweltinnovationen (Environmental Innovations), die transparente Kommunikation von Nachhaltigkeit (ESG Disclosure) und der Umgang mit unternehmensspezifischen Krisen (ESG Controversies).
Das Ziel ist es, den „Business Case“ für ökologische Innovationen zu verifizieren und zu erforschen, wie positive und negative externe Signale die Wirkung dieser Innovationen auf den finanziellen Erfolg beeinflussen.
Es wurde eine quantitative Analyse auf Basis von Paneldaten von 1.154 Unternehmen über einen Zeitraum von elf Jahren mittels „two-way“ Fixed Effects Modellen durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Beschreibung der Datengewinnung und Variablen operationalisierung sowie die empirische Auswertung und Robustheitsprüfung der Regressionsergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Environmental Innovations, ESG Disclosure, ESG Controversies, NRBV, Signaling Theorie und Unternehmenserfolg (insb. TobinsQ und ROA) charakterisieren.
Entgegen der ursprünglichen Annahme einer Abschwächung, konnten die Ergebnisse zeigen, dass ESG-Kontroversen in Verbindung mit Innovationen den Einfluss auf den Umsatz unter bestimmten Bedingungen sogar verstärken können.
Die Arbeit identifiziert ESG Disclosure vor allem als Mittel zur systematischen Aufdeckung von Optimierungsmöglichkeiten, was insbesondere den Return on Assets (ROA) positiv beeinflussen kann.
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