Fachbuch, 2019
95 Seiten
1 Einleitung
2 Strategie im Kontext der Unternehmensumwelt
2.1 Der Strategiebegriff
2.2 Die Umweltanalyse
3 Die Nichtmarktumwelt
3.1 Definition und Abgrenzung zum Markt
3.2 Die Analyse der Nichtmarktumwelt auf Themenbasis
3.3 Die Analyse der Nichtmarktumwelt auf Stakeholder-Basis
4 Nichtmarktstrategien
4.1 Ökonomische Begründung für den Einsatz
4.2 Der Zeitpunkt für Nichtmarktstrategien
4.3 Nichtmarktstrategietypen
4.4 Nichtmarktmaßnahmen
4.5 Nichtmarktstrategieformulierung
4.6 Integration von Markt- und Nichtmarktstrategien
5 Determinanten und Resultate
5.1 Interne Faktoren
5.2 Externe Faktoren
5.3 Einfluss auf die Unternehmensleistung
6 Nichtmarktumwelt der Lebensmittelbranche
6.1 Analyse der Nichtmarktumwelt
6.2 Praxisbeispiele für Nichtmarktstrategien
6.3 Special Case: Relationale kollektive Nichtmarktstrategien durch das BLL
6.4 Weitere Beispiele
6.5 Empfehlungen für die Lebensmittelindustrie
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Lebensmittelbranche ihre Nichtmarktumwelt strategisch steuern können, um ihre Wettbewerbsposition zu sichern, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher und politischer Forderungen nach gesünderen Produkten und strengeren Regulierungen.
4.1 Ökonomische Begründung für den Einsatz
Eine Vielzahl von Nichtmarktakteuren wie Individuen, Organisationen und Institutionen versuchen durch verschiedene Arten Unternehmen zu beeinflussen. Formell durch Gesetze und Regulierungen und informell durch gesellschaftlichen Druck, politischem Aktivismus und der Gestaltung der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens und seiner Aktivitäten. Dadurch erleiden Unternehmen Wettbewerbsnachteile oder diese werden verstärkt. Gleichzeitig stellt der potenzielle Druck durch Nichtmarktakteure und damit verbundene mögliche Veränderungen in den Rahmenbedingungen Unsicherheiten für Unternehmen dar. Daher sind Unternehmen gezwungen, mit ihrer Nichtmarktumwelt zu interagieren und einen Einfluss auszuüben auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen ihres wirtschaftlichen Handelns und auf die öffentliche Wahrnehmung dessen.
Nichtmarktaktivitäten können sowohl von Nichtmarktakteuren als auch von Unternehmen selbst ausgehen. In beiden Fällen ist das Ziel des Unternehmens der Werterhalt oder die Wertsteigerung, welches in Form des Unternehmenswertes oder anderen Größen wie Unternehmensgewinn oder Cash-Flow ausgedrückt werden kann. Nichtmarktakteure verfolgen ideelle Ziele wie Umweltschutz, Schutz der Gesundheit oder die allgemeine nachhaltige Nutzung von Ressourcen.
Gehen Nichtmarktaktivitäten von den Nichtmarktakteuren aus, können diese verschiedene Formen annehmen. Abstrahiert betrachtet verfolgen diese Aktivitäten das Ziel, die gesellschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen derart zu verändern, dass Unternehmen bestimmte Tätigkeiten verändern oder unterlassen. Dazu organisieren Nichtmarktakteure Kampagnen, in denen sie Unternehmen auffordern, bestimmte Praktiken zu verändern. Diese Aufforderungen können bspw. die Reduzierung der Umweltbelastung oder Unterlassung aggressiver Marketingtaktiken sein. Geben Unternehmen diesen Forderungen nach, werden sie durch den Nichtmarktakteur belohnt. Dies kann in Form von öffentlicher Anerkennung durch den Nichtmarktakteur, die Verleihung von Zertifikaten oder das Versprechen sein, in Zukunft keine weiteren Forderungen an das Unternehmen zu stellen. Gehen Unternehmen den Forderungen der Nichtmarktakteure nicht nach, fügen diese dem Unternehmen einen Schaden zu. Dies kann durch Boykott, Demonstrationen, öffentlicher Kritik und ähnlichen Mitteln, die der Materie oder der Reputation des Unternehmens schaden, erfolgen.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Nichtmarktumwelt für den unternehmerischen Erfolg und Darstellung der Problemstellung in der Lebensmittelbranche.
2 Strategie im Kontext der Unternehmensumwelt: Erläuterung der Grundlagen strategischer Entscheidungsfindung und der Bedeutung der systematischen Umweltanalyse für Unternehmen.
3 Die Nichtmarktumwelt: Definition der Nichtmarktumwelt sowie Methoden zur Analyse derselben basierend auf Themen und Stakeholdern.
4 Nichtmarktstrategien: Kategorisierung verschiedener Strategietypen und Maßnahmen sowie mathematische Nutzenbetrachtungen zur Begründung des Strategieeinsatzes.
5 Determinanten und Resultate: Empirische Untersuchung interner und externer Faktoren, die die Wahl von Nichtmarktstrategien beeinflussen, sowie deren Auswirkung auf die Unternehmensperformance.
6 Nichtmarktumwelt der Lebensmittelbranche: Anwendung der erarbeiteten Konzepte auf die Lebensmittelbranche inklusive praktischer Fallbeispiele und Handlungsempfehlungen.
7 Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Erkenntnisse über Markt- und Nichtmarktstrategien und deren Bedeutung für die Lebensmittelindustrie.
Nichtmarktstrategien, Nichtmarktumwelt, Lebensmittelbranche, Unternehmensstrategie, Stakeholder, Lobbying, Informationskaskaden, Reputationsmanagement, Politische Strategien, Wettbewerbsvorteile, Nachhaltigkeit, Regulierung, Zuckersteuer, Unternehmensführung, Stakeholder-Theorie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den sogenannten Nichtmarktstrategien von Unternehmen. Sie beleuchtet, wie Firmen die politische und gesellschaftliche Umwelt aktiv gestalten und managen, anstatt nur auf externe Veränderungen zu reagieren.
Im Fokus stehen die Analyse der Nichtmarktumwelt, die Unterscheidung zwischen Markt- und Nichtmarktstrategien, die Rolle von Interessenvertretern (Stakeholdern) sowie die ökonomischen Determinanten für den Einsatz politischer und gesellschaftlicher Strategien.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Unternehmen ihre Beziehungen zur gesellschaftlichen und politischen Umwelt gestalten können, und dies beispielhaft anhand der aktuellen Herausforderungen der deutschen Lebensmittelbranche zu veranschaulichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Herleitung, ergänzt durch eine komparative Fallstudienanalyse von Unternehmen der Lebensmittelbranche, um theoretische Konzepte in der Praxis zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Strategieformulierung und eine praktische Anwendung auf die Lebensmittelindustrie, wobei Konzepte wie das (ia)³-System und Strategietypen nach Oliver angewandt werden.
Die zentralen Konzepte sind Nichtmarktstrategien, Stakeholder-Management, politische Ökonomie, Unternehmensreputation und strategische Integration von Markt- und Nichtmarktaktivitäten.
Die Branche agiert oft defensiv und setzt primär auf kollektive Informationsstrategien über Branchenverbände wie den BLL. Diese betonen Eigenverantwortung der Konsumenten und lehnen verpflichtende staatliche Eingriffe als ineffektiv oder bevormundend ab.
Da die Branche ein hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit genießt, haben Stakeholder wie NGOs (z.B. foodwatch) großen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung, was Unternehmen zwingt, proaktiv oder defensiv auf deren Kampagnen zu reagieren.
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