Examensarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Fremdsprachenerwerb
2.1 Spracherwerbstheorien
2.2 Krashens Hypothesen zum Zweitspracherwerb
3 Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und die resultierende Umformulierung deutscher Bildungsziele
3.1 Ziele des Sportunterrichts
3.2 Ziele des Englischunterricht
4 Integration der englischen Sprache in den Sportunterricht
4.1 Kompetenzmodell des bilingualen Unterrichts
4.2 Kompetenzmodell des Sportunterrichts
4.3 Das Kompetenzmodell für bilingualen Sportunterricht
5 Erstes Zwischenfazit zur theoretischen Legitimation englischsprachigen Sportunterrichts
6 Analyse der Unterrichtskommunikation
6.1 Organisation des Unterrichts
6.2 Anweisungen,Mitteilungen, Korrekturen
6.3 Die kognitive Phase
6.4 Zweites Zwischenfazit, die Kommunikation im fremdsprachlichen Sportunterricht
7 Die Einführung des Tchoukball als idealer Lerngegenstand
7.1 Sachanalyse
7.2 Verschiedene Betrachtungsweisen des Lerngegenstandes
7.2.1 Didaktische Analyse
7.2.2 Pädagogische Analyse
7.2.3 Methodische Überlegung – Teaching Games for Understanding
8 Planung einer Unterrichtsreihe zum Tchoukball
8.1 Erste Stunde
8.2 Zweite Stunde
8.3 Dritte Stunde
8.4 Vierte Stunde
8.5 Fünfte Stunde
8.6 Sechste Stunde
8.7. Siebte, achte, neunte Stunde
9 Abschließendes Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial einer fächerübergreifenden Unterrichtskonzeption, die den Sportunterricht mit der englischen Sprache verbindet, wobei Tchoukball als praxisnaher Lerngegenstand dient, um durch authentische Sprechanlässe sowohl die Bewegungskompetenz als auch die fremdsprachliche Diskursfähigkeit der Schüler zu fördern.
6.3 Die kognitive Phase
Neben der Organisation und den Aufforderungen, Mitteilungen und Korrekturen, bietet noch eine weitere Phase Grund zur Kommunikation. Es handelt sich dabei um die kognitive Phase. Sie ist sowohl für den Sport als auch für die Kommunikation in der Fremdsprache von fundamentaler Bedeutung. Um diese Phase in ihrer Ganzheit und Zielsetzung zu verstehen, bedarf es vorab einer kurzen Erläuterung.
Im Sport ist es oftmals so, dass Schüler auf verbale Aufforderungen mit motorischen Bewegungen antworten. Dies ist eine Besonderheit, die bis jetzt nur das Fach Sport mit sich bringt. Eine solche motorische Antwort allein genügt jedoch nicht für das ganzheitliche Erlernen einer Bewegung. Ganzheitlichkeit beschränkt sich nicht auf den kognitiven, affektiven oder psychomotorischen Lernbereich, sondern verbindet die drei miteinander.
Die Reflexion wird im Sportunterricht als kognitive Phase bezeichnet. Relevant für diese Arbeit ist die kognitive Phase, jedoch nicht nur auf Grund ihres Bildungsgehaltes, sondern speziell auch durch die entstehenden Kommunikationsanlässe. In dieser Phase kommt es sowohl zur Verwendung von allgemeiner als auch Fachsprache. Dadurch eignet sie sich nicht nur für Vokabelarbeit von sportspezifischen Fachtermini in der Fremdsprache, sondern kann zur allgemeinen Verbesserung des Sprachgefühls und des Niveaus beitragen. Schüler lernen hierbei Erlebtes zu verbalisieren und Prozesse für Mitmenschen verständlich zu beschreiben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Fremdsprachenerwerbs und des Sports als verbindendes Element und stellt die Forschungsfrage nach einem pädagogischen Mehrwert der Fächerkombination Englisch und Sport.
2 Fremdsprachenerwerb: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über verschiedene Spracherwerbstheorien sowie die Hypothesen von Krashen, die als Basis für den fremdsprachlichen Unterricht dienen.
3 Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und die resultierende Umformulierung deutscher Bildungsziele: Es wird der Wandel zur Kompetenzorientierung analysiert und die spezifischen Bildungsziele von Sport- und Englischunterricht dargelegt.
4 Integration der englischen Sprache in den Sportunterricht: Hier wird das Kompetenzmodell für bilinguale Sportkontexte nach Rottmann eingeführt, welches Fach- und Sprachkompetenz synergetisch verknüpft.
5 Erstes Zwischenfazit zur theoretischen Legitimation englischsprachigen Sportunterrichts: Das Kapitel bestätigt die theoretische Vereinbarkeit der beiden Fachziele und unterstreicht das hohe Potenzial des Modells für die Unterrichtspraxis.
6 Analyse der Unterrichtskommunikation: Es werden die verschiedenen Kommunikationsphasen im Sportunterricht – Organisation, Anweisungen, Mitteilungen, Korrekturen und kognitive Phase – detailliert auf ihre Eignung als Sprechanlässe untersucht.
7 Die Einführung des Tchoukball als idealer Lerngegenstand: Tchoukball wird aufgrund seiner kooperativen Philosophie und geringen Bekanntheit als optimaler Gegenstand für fächerübergreifende Ansätze legitimiert und methodisch fundiert.
8 Planung einer Unterrichtsreihe zum Tchoukball: Dieses Kapitel übersetzt die Theorie in eine konkrete Unterrichtsplanung von der ersten bis zur neunten Stunde, wobei der Fokus auf schülerzentrierten Lernprozessen liegt.
9 Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die theoretische und praktische Eignung des bilingualen Sportunterrichts zusammen und plädiert für einen interdisziplinären Dialog der Fachdidaktiken.
Tchoukball, Sportunterricht, Englisch, Bilingualer Unterricht, Kompetenzmodell, Spracherwerb, Unterrichtskommunikation, Didaktik, Pädagogik, Kooperation, Sprachlernprozess, Handlungskompetenz, Fachtermini, Methodik, Affektiver Filter
Die Arbeit untersucht die theoretischen Chancen und praktischen Möglichkeiten, das Schulfach Sport und das Fach Englisch fächerübergreifend zu verbinden, um Sprachkompetenz im Sportunterricht zu fördern.
Die zentralen Felder sind die Verbindung von Sportdidaktik und Fremdsprachendidaktik, die Analyse von Kommunikationsprozessen im Sportunterricht und die praktische Anwendung durch ein kooperatives Sportspiel.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob ein englischsprachiger Sportunterricht, speziell am Beispiel von Tchoukball, einen pädagogischen Mehrwert bietet, der über herkömmliche Unterrichtsformen hinausgeht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu fremdsprachlichen Erwerbstheorien und Sportdidaktik sowie der Anwendung eines existierenden Kompetenzmodells für bilingualen Unterricht.
Der Hauptteil analysiert die theoretische Legitimation bilingualen Sportunterrichts, untersucht die verschiedenen Sprechanlässe im Sport (Organisation, Anweisungen, Korrekturen) und erarbeitet eine detaillierte Unterrichtsreihe zu Tchoukball.
Neben dem Kernthema „Tchoukball“ sind „Bilingualer Unterricht“, „Kompetenzorientierung“, „Handlungskompetenz“ und „Affektiver Filter“ die zentralen Fachbegriffe.
Tchoukball eignet sich besonders, da es eine non-aggressive, kooperative Philosophie verfolgt und aufgrund seiner relativen Unbekanntheit in Deutschland eine kreative, schülerzentrierte Erarbeitung ermöglicht.
Der affektive Filter beschreibt Faktoren, die das Lernen behindern können. Das Projekt nutzt die Freude am Sport und die Kooperation im Tchoukball, um diesen Filter zu senken und die Sprachproduktion zu fördern.
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