Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Grundlagen medienpädagogischen Handelns
2.1 Medienpädagogik und Fortschritt
2.2 Medienkompetenz, Medienbildung und Informationskompetenz
2.3 Dimensionen der strukturalen Medienbildung
3. Grundideen und Bedeutung zur kritischen Reflexion von Medien
3.1 Theorie der Halbbildung nach Adorno
3.2 Bildungsverständnis nach Klafki
3.3 Information und Desinformation
3.4 Konzept der redaktionellen Gesellschaft
4. Stand der schulischen Medienbildung in Deutschland
4.1 Handlungsempfehlungen, Leitbilder und Forderungen
4.2 Medienpräsenz der Jugendlichen im Alltag
4.3 Qualifikation von Lehrkräften
4.4 Strukturelle Verankerung von Medienbildung im Unterricht
5. Erziehung zur kritischen Medienmündigkeit als Bildungsziel
5.1 Konzeptionelle Methoden und Inhalte
5.2 Chancen und Risiken
6. Diskussion
6.1 Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick für weitere Forschungen
6.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit, Medienbildung als eigenständiges Pflichtfach im deutschen Bildungssystem zu verankern, um Heranwachsende zu einem bewussten, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Informationen in einer digital geprägten Gesellschaft zu befähigen.
3.4 Konzept der redaktionellen Gesellschaft
Der Grundfrage von Seriosität von Informationen und dem Prozess der differenzierten Quellenrecherche geht der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen nach. Jedes Individuum, dass einen Zugang zum Internet hat, kann sich barrierefrei in den globalen Informationsfluss einschalten.
Er beschreibt in seiner Theorie einen Strukturwandel der Öffentlichkeit, der moderne gesellschaftliche Systeme in seinen demokratischen Strukturen zersetzen kann. Als Problemstellung sieht er die rasche Informationsverbreitung ohne valide und reliable Prüfung auf Qualität und Glaubwürdigkeit. In diesem Zusammenfluss verschiedener Informationen in der dynamisch geprägten digitalen Öffentlichkeit liegt ein implizierter Relativismus, den Pörksen als die Gleichwertigkeitsdoktrin der Informationspräsentation beschreibt. Darin werden scheinbar gehaltvolle und zueinander konkurrierende Ausführungen verschiedener Diskussionsteilnehmer legitimiert. Jedoch kann dadurch der Wahrheitsgehalt vermindert werden, da nicht korrigierte Falschinformationen und Fehlüberzeugungen ungeprüft hingenommen werden. Somit gewinnen präsente Informationen an Orientierungslosigkeit, da ihre Quellenprüfung zum Urmedium entschwindet. (Pörksen, 2018, S. 36).
Pörksen greift dabei auf Formulierungen des Philosophen Carl Friedrich von Weizäcker zurück, den Raum der Freiheit zu planen. Ungelenkte Informations- und Meinungsströme erfordern seiner Meinung nach, produktive Maxime der kommunikativen und publizistischen Selbstkontrolle, da juristische und institutionelle Kontrollmechanismen in einer mediatisierten Gesellschaft wirkungslos erscheinen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den tiefgreifenden Wandel durch digitale Medien und leitet aus der zunehmenden Informationsflut die Notwendigkeit eines Schulfachs zur kritischen Medienbildung ab.
2. Grundlagen medienpädagogischen Handelns: Dieses Kapitel definiert medienpädagogische Fachbegriffe und setzt sie in den Kontext bildungstheoretischer Diskurse und strukturaler Medienbildung.
3. Grundideen und Bedeutung zur kritischen Reflexion von Medien: Es wird untersucht, wie Medien Machtverhältnisse festigen können, wobei Adornos Theorie der Halbbildung und Pörksens Konzept der redaktionellen Gesellschaft als theoretische Basis für kritische Reflexion dienen.
4. Stand der schulischen Medienbildung in Deutschland: Das Kapitel analysiert aktuelle Studien zum Medienverhalten Jugendlicher, die IT-Qualifikation von Lehrkräften und die Umsetzung der Medienbildung in ausgewählten Bundesländern.
5. Erziehung zur kritischen Medienmündigkeit als Bildungsziel: Es werden konzeptionelle Ansätze wie Fallstudien und WebQuests vorgestellt, um Medienkompetenz praxisnah in den Unterricht zu integrieren.
6. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch zusammengefasst, die aufgestellten Thesen validiert und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsentwicklungen gegeben.
Medienbildung, Medienkompetenz, Informationskompetenz, Kritische Reflexion, Selbstbestimmung, Digitale Medien, Medienmündigkeit, Schule, Desinformation, Fake News, Medienpädagogik, Lehrerausbildung, WebQuest, Fallstudie, Digitalisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Medienbildung als Schulfach im digitalen Zeitalter, um Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationen zu befähigen.
Die zentralen Felder umfassen die medienpädagogische Theorie, die kritische Analyse von Informationsquellen und den aktuellen Umsetzungsstand der digitalen Bildung an deutschen Schulen.
Das Ziel ist zu erörtern, warum Medienbildung für eine aufgeklärte Gesellschaft als Pflichtfach zu integrieren ist und wie dieser Prozess gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender bildungstheoretischer Konzepte, empirischer Studien zur Mediennutzung sowie der Auswertung aktueller bildungspolitischer Strategiepapiere.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Bildungstheorien), eine Analyse des aktuellen Status Quo in Deutschland und die Präsentation konkreter didaktischer Konzepte für den Unterricht.
Medienbildung, Medienkompetenz, Kritische Reflexion, Selbstbestimmung, Medienmündigkeit und Digitalisierung sind die prägenden Begriffe.
Es dient als theoretische Grundlage für die Notwendigkeit einer neuen Medienethik, um in einer von Desinformation geprägten Öffentlichkeit wahrheitsorientierte Diskurse zu fördern.
Diese Methoden werden als praxisnahe Instrumente empfohlen, um Schülern durch problemorientiertes Lernen die Kompetenz zur eigenständigen, kritischen Quellenbewertung zu vermitteln.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

