Masterarbeit, 2018
170 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Ausgangssituation und Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Wissenschaftliche Grundlagen
2.1 Einordnung des Anforderungsmanagements in den Softwareentwicklungsprozess
2.2 Auswahl der Methodik und Vorgehen
3 Anforderungsermittlung und -analyse
3.1 Anforderungsquellen
3.2 Der Vergabeprozess und seine gesetzlichen Anforderungen
3.3 Charakterisierung der Plattformbetreiber
3.4 Charakterisierung und Anforderungen der Öffentlichen Auftraggeber
3.5 Charakterisierung und Anforderungen privater Auftraggeber und Bieter
3.6 Synthese: Festlegung von Anforderungspaketen
3.7 Artefakteanalyse
4 Anforderungsspezifikation
4.1 Gesamtbeschreibung
4.2 Systembeschreibung
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung und Fazit
5.2 Kritische Stellungnahme
5.3 Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines allgemein gültigen Anforderungsprofils für elektronische Vergabesysteme bei öffentlichen Ausschreibungen unter Anwendung wissenschaftlich fundierter Methoden, um eine möglichst vollständige Erfassung aller Anforderungen sicherzustellen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die systematische Ermittlung dieser Anforderungen, die Identifikation spezifischer Stakeholder-Bedürfnisse und die Frage, wie diese in einer elektronischen Plattform technisch umgesetzt werden können.
2.1 Einordnung des Anforderungsmanagements in den Softwareentwicklungsprozess
Für den Begriff „Anforderung“ existiert keine einzelne allgemein anerkannte Definition. Da in dieser Arbeit ein Konzept der IEEE verwendet wird und es sich hierbei um einen weltweiten Berufsverband für Ingenieure handelt, der die IT-Industrie einschließt, soll deren Definition einer Anforderung genutzt werden. Demnach handelt es sich bei einer Anforderung um:
„(1) A condition or capability needed by a user to solve a problem or achieve an objective.
(2) A condition or capability that must be met or possessed by a system or system component to satisfy a contract, standard, specification, or other formally imposed documents.
(3) A documented representation of a condition or capability as in (1) or (2).“
Des Weiteren werden Anforderungen in drei Arten unterteilt: funktionale und nicht-funktionale Anforderungen. (Pohl, K., & Rupp, C., 2011) Funktionale Anforderungen sind konkrete Funktionen eines Systems wie z.B. eine Registrierungsfunktionalität. Nicht-funktionale Anforderungen wiederum sind qualitative Eigenschaften, die in Kombination mit einer funktionalen Anforderung auftreten und diese erweitern. Eine Registrierungsfunktion kann z.B. durch die nicht-funktionale Anforderung „Sicherheit“ erweitert werden. Dadurch muss sichergestellt werden, dass alle Angaben datenschutzrechtlich und auch vor technischem Versagen beispielsweise durch entsprechende Back-Ups geschützt werden. (Pohl, K., & Rupp, C., 2011)
Das Management von Anforderungen, auch Software Engineering genannt, besitzt ebenfalls keine allgemein gültige Definition. Eine für diese Zielstellung dieser Arbeit hilfreiche Definition stammt von Leffingwell und Widrig:
„Requirements management is a systematic approach to eliciting, organizing, and documenting the requirements of the system, and a process that establishes and maintains agreement between the customer and the project team on the changing requirements of the system.“ (Leffingwell, D., & Widrig, D., 2000)
1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der verpflichtenden elektronischen Vergabe in der EU und definiert das Ziel der Arbeit, ein Anforderungsprofil für Vergabesysteme zu erstellen.
2 Wissenschaftliche Grundlagen: Es werden die theoretischen Basismodelle des Anforderungsmanagements wie das Wasserfall-, Spiral- und V-Modell sowie relevante Spezifikationsmethoden diskutiert.
3 Anforderungsermittlung und -analyse: Dieser Hauptteil analysiert Anforderungsquellen, gesetzliche Rahmenbedingungen für den Vergabeprozess und charakterisiert die unterschiedlichen Stakeholder.
4 Anforderungsspezifikation: Hier erfolgt die konkrete formale Beschreibung der Anforderungen an ein elektronisches Vergabesystem unter Verwendung standardisierter Vorlagen.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, nimmt eine kritische Bewertung der Methodik vor und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Vergaberecht.
Anforderungsmanagement, Softwareentwicklung, elektronische Vergabe, Vergabeverfahren, öffentliche Ausschreibung, Stakeholder-Analyse, Lastenheft, Anforderungsspezifikation, Kano-Modell, Prozessmodellierung, BPMN, Datensicherheit, Softwarequalität, Vergaberecht, Digitalisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines validen Anforderungsprofils für elektronische Vergabeplattformen, um den komplexen Anforderungen öffentlicher Ausschreibungen gerecht zu werden.
Zentral sind die Identifikation rechtlicher Anforderungen, die Analyse der Bedürfnisse verschiedener Akteure (Auftraggeber/Bieter) und die technische Spezifikation der Systemfunktionen.
Das Ziel ist die Schaffung einer fundierten Grundlage für Entwickler von Vergabesystemen, die sowohl gesetzliche Standards als auch praktische Anforderungen der Stakeholder integriert.
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung frei zugänglicher Umfragen, BPMN-Prozessmodellierung, das Kano-Modell zur Priorisierung und das IEEE-Template zur Spezifikation genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ermittlung der gesetzlichen Anforderungen, die Charakterisierung der Marktteilnehmer und die detaillierte Spezifikation funktionaler Anforderungen für Plattformen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Anforderungsmanagement, elektronische Vergabe, Vergaberecht und Software-Spezifikation.
Die Arbeit unterscheidet zwischen öffentlichen und privaten Betreibern und analysiert deren individuelle Anforderungen sowie die Notwendigkeit der Interoperabilität.
Aufgrund rechtlicher Anforderungen an die Authentizität und Rückverfolgbarkeit müssen Registrierungsprozesse sicherstellen, dass Akteure korrekt identifiziert und Firmenaccounts kontrolliert verwaltet werden können.
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