Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Umweltgerechtigkeit (Environmental Justice)
3. Soziale Gerechtigkeit
4. Relevanz sozialer Gerechtigkeit für die Umweltpolitik
5. John Rawls` Theorie der Gerechtigkeit
5.1 Der Urzustand als faire Ausgangssituation
5.1.1 Der Urzustand und seine Bedingungen
5.1.2 Entscheidung unter Ungewissheit – Das Maximin-Kriterium
5.2 Das Prinzip der gleichen Freiheit (Freiheitsprinzip)
5.3 Das Differenzprinzip (Unterschiedsprinzip)
5.3.1 Demokratische Gleichheit
5.4 Die Gerechtigkeit zwischen den Generationen
6. Konflikt: Gerechtigkeit – Effizienz
7. Marktorientierte Umweltschutzpolitik
8. Verteilungswirkungen
9. Theoretische Konzepte zur Internalisierung externer Effekte
9.1 Steuerlösung nach Pigou
9.2 Private Verhandlungen nach Coase
9.3 Effiziente und gerechte Verteilung von Nutzen und Lasten
10. Analyse der Internalisierungsstrategien und ihrer Verteilungswirkungen
10.1 Die Umwelt – Lebensgrundlage für alle Generationen
10.2 Das Differenzprinzip als Kriterium für eine gerechte intragenerative Verteilung
10.2.1 Steuerlösung nach Pigou
10.2.2 Wäre eine progressive Besteuerung gerecht?
10.2.3 Private Verhandlungen nach Coase
10.3 Das Prinzip des Sparens als Kriterium für eine gerechte intergenerative Verteilung
10.3.1 Steuerlösung nach Pigou
10.3.2 Private Verhandlungen nach Coase
11. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob marktorientierte umweltpolitische Instrumente, die primär auf ökonomische Effizienz ausgerichtet sind, im Einklang mit Kriterien der sozialen und generationengerechten Gerechtigkeit stehen. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die Verteilungswirkungen dieser Instrumente – basierend auf der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls – als gerecht bewertet werden können.
5.1.1 Der Urzustand und seine Bedingungen
Die Eigenschaften des Urzustandes, wie Rawls sie beschreibt, sind für die Wahl der Grundsätze ausschlaggebend. Dabei muss der Urzustand so gestaltet sein, dass eine faire Einigung möglich ist, denn die rational beschlossenen Grundsätze können nur fair sein, wenn auch faire Bedingungen vorherrschen. (Funk 2003: 3) Die Fairness wird durch den „Schleier des Nichtwissens“ gewährleistet, unter den Rawls die Individuen im Urzustand stellt. Das heißt, ihnen werden jegliche Informationen über ihre spätere Stellung, Klasse oder ihren Status in der Gesellschaft vorenthalten, damit keiner die Möglichkeit hat, die Gerechtigkeitsprinzipien entsprechend seiner persönlichen Situation zu gestalten. Der „Schleier des Nichtwissens“ sorgt dafür, dass niemand bevorzugt oder benachteiligt werden kann. Darüber hinaus verleiht er den Individuen in Unkenntnis von Einzeltatsachen die Fähigkeit zu einem Gerechtigkeitsgefühl, da sich alle in der exakt gleichen Lage befinden. (Rawls 1979: 159 f.)
Hinzu kommt, dass Ihnen im Urzustand auch die Kenntnis darüber fehlt, welcher Generation sie angehören. Diese Einschränkung der Kenntnis über die Generationszugehörigkeit hält Rawls deshalb für sinnvoll, weil Fragen der sozialen Gerechtigkeit auch zwischen den Generationen bestehen. Dieses können auch Fragen sein, die mit dem Erhalt der Umwelt zu tun haben. Das ist insofern wichtig, da die Beteiligten aufgrund ihrer Unkenntnis Grundsätze wählen, die sie unabhängig davon, welcher Generation sie angehören werden, hinzunehmen bereit sind. (Rawls 1979: 160) Rawls Überlegungen zur intergenerativen Gerechtigkeit werden zum Ende des Theorieteils ausführlicher besprochen.
1. Einleitung: Einführung in die Verknüpfung von Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit sowie Darlegung der Forschungsfrage und These.
2. Umweltgerechtigkeit (Environmental Justice): Definition und historische Herleitung des Begriffs sowie dessen Bedeutung in der aktuellen politischen und wissenschaftlichen Debatte.
3. Soziale Gerechtigkeit: Diskussion des stark normativen und umstrittenen Begriffs der sozialen Gerechtigkeit als Basis für die normativen Bewertungen der Arbeit.
4. Relevanz sozialer Gerechtigkeit für die Umweltpolitik: Analyse der Wechselwirkung zwischen umweltpolitischen Maßnahmen und sozialer Gerechtigkeit zur Sicherung gesellschaftlicher Akzeptanz.
5. John Rawls` Theorie der Gerechtigkeit: Darstellung der Gerechtigkeitstheorie von Rawls, einschließlich Urzustand, Maximin-Kriterium, Freiheits- und Differenzprinzip sowie der intergenerativen Gerechtigkeit.
6. Konflikt: Gerechtigkeit – Effizienz: Erörterung des theoretischen Spannungsfeldes zwischen ökonomischer Effizienz und verteilungspolitischen Zielen in der Umweltökonomie.
7. Marktorientierte Umweltschutzpolitik: Einordnung marktorientierter Instrumente als Strategien zur Internalisierung externer Effekte.
8. Verteilungswirkungen: Untersuchung der ökonomischen Verteilungsproblematik, die aus der Internalisierung von Umweltkosten resultiert.
9. Theoretische Konzepte zur Internalisierung externer Effekte: Detaillierte Darstellung der Pigou-Steuer, des Coase-Theorems und der Ansätze zu einer effizienten Verteilung.
10. Analyse der Internalisierungsstrategien und ihrer Verteilungswirkungen: Normative Bewertung der vorgestellten Konzepte anhand des Differenzprinzips und des Sparprinzips.
11. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ableitung von Empfehlungen für eine gerechte Ausgestaltung umweltpolitischer Instrumente.
Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, John Rawls, Differenzprinzip, Umwelteffizienz, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, intergenerative Gerechtigkeit, Verteilungswirkungen, marktorientierte Instrumente, externe Effekte, Umweltgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, ökonomische Theorie, Gerechtigkeit als Fairness.
Die Bachelorarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit unter dem Aspekt der Verteilungswirkungen marktorientierter umweltpolitischer Instrumente.
Die zentralen Themen sind die theoretische Begründung von Gerechtigkeit (John Rawls), die Umweltökonomie und die Problematik externer Effekte.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob marktorientierte Instrumente wie Steuern oder private Verhandlungen unter Berücksichtigung gerechter Verteilungsprinzipien legitimiert werden können.
Die Arbeit nutzt einen normativ-theoretischen Ansatz, der die Internalisierungsstrategien von Pigou und Coase anhand der Gerechtigkeitskonzeption von John Rawls bewertet.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Rawls, Pigou, Coase) dargelegt und anschließend deren Verteilungswirkungen sowohl intragenerativ als auch intergenerativ analysiert.
Zentrale Begriffe sind Differenzprinzip, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Umweltgerechtigkeit, Verteilungswirkungen und Generationengerechtigkeit.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Pigou-Steuer in ihrer üblichen Form als ungerecht einzustufen ist, da sie regressive Verteilungswirkungen aufweist und die Bessergestellten bevorzugt.
Ja, laut der Arbeit ist dies möglich, wenn die Haftungsrechte und Verfügungsrechte gezielt zugunsten der sozial schwächer Gestellten zugeteilt werden.
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