Examensarbeit, 2005
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Anthropologie als Grundlage der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen
2.1 Rogers’ Menschenbild
2.2 Das Menschenbild des NLP
2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Menschenbildern von Rogers und NLP
3. Theoretische Fundierung
3.1 Theoretische Fundierung der Ideen Carl Rogers’
3.2 Theoretische Fundierung des NLP
3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der theoretischen Fundierung der Ideen von Carl Rogers und des NLP
4. Didaktische Implikationen
4.1 Didaktische Implikationen des Ansatzes von Carl Rogers
4.2 Didaktische Implikationen des NLP
4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der didaktischen Implikationen
5. Methoden zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen
5.1 Rogers’ Methoden zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen
5.2 NLP-Methoden zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen
5.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Methoden
6. Kritische Würdigung
7. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der personzentrierten Beratung nach Carl Rogers und dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) im Kontext andragogischer Lehr-Lern-Prozesse. Ziel ist es, die jeweilige anthropologische, theoretische, didaktische und methodische Ausrichtung beider Ansätze einander gegenüberzustellen und zu vergleichen, um ihre Eignung und mögliche Synergien für die Gestaltung zeitgemäßer Bildungsprozesse zu evaluieren.
2.2 Das Menschenbild des NLP
Die Vorstellungen des NLP über Mensch und Welt kommen in dessen Grundannahmen zum Ausdruck. Die Liste der Vorannahmen unterscheidet sich dabei je nach Autor und Thema der jeweiligen Publikation. Folgende Grundsätze finden sich jedoch in den meisten Quellen wieder und können als Kern der Philosophie des NLP betrachtet werden.
Jeder Mensch ist einzigartig.
Die Art und Weise, wie der Mensch seine Umwelt wahrnimmt und deutet ist individuell unterschiedlich. Die Sinnesorgane ebenso wie die einzigartige, persönliche Geschichte jedes Menschen wirken wie Filter und bestimmen dadurch die individuelle Konstruktion der umgebenden Welt (vgl. Decker 1995, S. 62f.).
Die Landkarte ist nicht das Gebiet.
Dieses Leitmotiv des NLP stammt ursprünglich von Korzybski, der damit zum Ausdruck brachte, dass Worte nicht die (einzig wahre) Wirklichkeit repräsentieren, sondern immer eine von der individuellen Wahrnehmung der Welt geprägte Abstraktion darstellen (vgl. Van Nagel 1989, S. 159). Die individuelle innere Realitätskonstruktion des Menschen beeinflusst entscheidend sein Denken, Fühlen und Handeln (vgl. Kobler 1995, S. 19). Darüber hinaus ist es nicht die Wirklichkeit selbst, die uns beschränkt oder befähigt, sondern unsere Landkarte der Wirklichkeit (vgl. Decker 1995, S. 63).
1. Einleitung: Skizzierung des Themas der Arbeit, Darlegung der Ausgangshypothese sowie Vorstellung der strukturellen Gliederung der Untersuchung.
2. Anthropologie als Grundlage der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen: Gegenüberstellung der Menschenbilder von Carl Rogers und dem NLP, wobei Gemeinsamkeiten in der subjektiven Weltsicht und Unterschiede in der pragmatischen Ausrichtung herausgearbeitet werden.
3. Theoretische Fundierung: Untersuchung der theoretischen Grundlagen beider Ansätze, wobei Rogers einen subjektiv-wissenschaftlichen Entwurf vorlegt, während das NLP als pragmatisches Modell mit mangelnder theoretischer Fundierung bewertet wird.
4. Didaktische Implikationen: Analyse der Faktoren für den Lernerfolg in beiden Ansätzen, wobei bei beiden eine explizite strukturierte Didaktik fehlt, jedoch ähnliche Akzente bei der Rolle des Lernförderers gesetzt werden.
5. Methoden zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen: Vorstellung spezifischer Methoden, wobei Rogers’ eher skizzenhafte Vorschläge den praxisorientierten und teils rezeptartigen NLP-Methoden (z. B. Rapport, Pacing) gegenübergestellt werden.
6. Kritische Würdigung: Zusammenfassende Bewertung der Arbeitshypothese, Feststellung geringer Schnittmengen außerhalb des Menschenbildes und Aufzeigen von Synergiepotenzialen bei der Verknüpfung beider Ansätze.
Andragogik, Carl Rogers, Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Menschenbild, Lehr-Lern-Prozesse, Humanistische Psychologie, Didaktik, Rapport, Pacing, Leading, Selbstverwirklichung, Konstruktivismus, Kommunikation, Lernförderung.
Die Arbeit vergleicht das personzentrierte Konzept von Carl Rogers mit dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit und theoretische Basis in der andragogischen Praxis.
Die zentralen Felder sind die Anthropologie (Menschenbild), die theoretische Fundierung, die didaktischen Ansätze und die spezifischen Methoden zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die beiden Ansätze aufgrund ihrer gemeinsamen Herkunft in der humanistischen Psychologie zu vergleichbaren andragogischen Schlussfolgerungen gelangen.
Die Arbeit nutzt einen strukturierten Vergleich entlang der vier Betrachtungsebenen nach Prof. Reischmann: Anthropologie, Theorie, Didaktik und Methodik.
Im Hauptteil werden sowohl die Konzepte von Rogers als auch die des NLP auf den genannten vier Ebenen analysiert und ihre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede detailliert gegenübergestellt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Andragogik, Humanistische Psychologie, Personzentrierter Ansatz, NLP, Lernförderung, Rapport sowie die kritische Auseinandersetzung mit theoretischer Fundierung.
Rogers schlägt eher allgemeine, skizzenhafte Rahmenbedingungen vor, während das NLP sehr konkrete, handlungsorientierte Techniken zur Steuerung der Kommunikation anbietet.
Die Verfasserin kritisiert das NLP als ein atheoretisches Sammelsurium, das zwar pragmatisch nützlich ist, aber eine solide wissenschaftliche Fundierung vermissen lässt.
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