Bachelorarbeit, 2018
36 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ästhetisierung von Gewalt in audiovisuellen Medien. Sie fokussiert auf die Inszenierung und Funktion filmischer Gewalt, insbesondere in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange" und Steve McQueens "12 Years a Slave".
Die Einleitung führt in die Thematik der Ästhetisierung von Gewalt in audiovisuellen Medien ein und beleuchtet die kritische Rezeption von "A Clockwork Orange". Das zweite Kapitel behandelt den Begriff der Ästhetisierung und die relevanten Theorien von Wolfgang Welsch und Ralf Schnell. In den Kapiteln drei und vier werden die filmischen Darstellungen der Gewalt in "A Clockwork Orange" und "12 Years a Slave" anhand der relevanten filmischen Mittel (Mise en Scène, Kamera, Schnitt, auditive Ebene) beschrieben und analysiert. Kapitel fünf untersucht die Funktion der filmischen Gewalt in beiden Filmen und stellt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Inszenierungsstrategien dar.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Begriffen der Medienästhetik und der Ästhetisierungsprozesse, insbesondere mit filmischer Gewalt, deren Inszenierung und Rezeption. Wichtige Themen sind die Analyse von "A Clockwork Orange" und "12 Years a Slave", die Funktion von filmischen Darstellungsformen, die Beziehung zwischen Ästhetisierung und Glorifizierung, sowie die Wirkung von filmischer Gewalt auf den Zuschauer.
Es bezeichnet die filmische Darstellung von Gewaltakten durch künstlerische Mittel (Zeitlupe, Musik, besondere Lichtsetzung), wodurch die Gewalt eine ästhetische Qualität erhält, die über die bloße Grausamkeit hinausgeht.
Kubrick kombiniert brutale Gewalt oft mit klassischer Musik und choreografischen Bewegungen. Dadurch entsteht eine Distanzierung, die den Zuschauer zwingt, seine eigene Wahrnehmung von Gewalt zu hinterfragen.
Während Kubrick Gewalt oft stilisiert, nutzt Steve McQueen in "12 Years a Slave" ästhetische Mittel wie lange, ungeschnittene Einstellungen, um die Unausweichlichkeit und den Schmerz der Folter fast physisch spürbar zu machen.
Das ist ein zentraler Kritikpunkt. Wenn Gewalt "schön" inszeniert wird, besteht die Gefahr, dass die moralische Verwerflichkeit in den Hintergrund tritt. Die Arbeit untersucht, ob die Inszenierung eher der Kritik oder der Faszination dient.
Die Montage steuert den Rhythmus und die Intensität. Ein schneller Schnitt kann Hektik und Aggression erzeugen, während eine langsame Montage die Qual eines Opfers dehnen und betonen kann.
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