Diplomarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Historischer Überblick der Migrationsgeschichte in Österreich
3. Komplementäre Dimensionen interkultureller Pädagogik
3.1 Terminologien
3.1.1 Kultur
3.1.2 Interkulturalität
3.1.3 „Interkulturelle Pädagogik“
3.1.4 „Interkulturelle Kompetenz“
3.2 Ziele und Leitmotive
3.3 Konzepte interkultureller Bildung
3.3.1 Soziales Lernen
3.3.2 Multiperspektive Bildung
3.3.3 Bi-kulturelle und bilinguale Bildung
3.4 Kritische Gesichtspunkte der interkulturellen Pädagogik
4. Die Tageseinrichtung Hort
4.1 Aufgaben des Hortes
4.2 Pädagogische Orientierung
4.3 Prinzipien für Bildungsprozesse in elementaren Bildungseinrichtungen
4.4 Bildungsbereiche
4.4.1 Emotionen und soziale Beziehungen
4.4.2 Ethik und Gesellschaft
4.4.3 Sprache und Kommunikation
4.4.4 Bewegung und Gesundheit
4.4.5 Ästhetik und Gestaltung
4.5 Prozessqualität
4.6 Strukturqualität und Qualitätsmanagement
4.7 Transitionen
4.8 Interkulturalität im Hortalltag
4.9 Möglichkeiten für interkulturelles Arbeiten im Hort
5. Praxisteil
5.1 Methodik
5.1.1 Der „Informierende Unterrichtseinstieg“
5.1.2 Lernen an Stationen
5.1.3 Portfolioarbeit
5.1.4 Arbeiten mit Ritualen
5.2. Voraussetzungen
5.2.1 Anthropogene Voraussetzungen
5.2.2 Soziokulturelle Voraussetzungen
5.3 Ziele
5.4 Planungen und Reflexionen
5.4.1 Stundenbild 1
5.4.2 Stundenbild 2
5.4.3 Stundenbild 3
5.4.4 Stundenbild 4
5.4.5 Stundenbild 5
6. Resümee
7. Conclusio
Die Diplomarbeit untersucht, wie interkulturelle Pädagogik in der Bildungseinrichtung Hort erfolgreich vermittelt werden kann, um Diversität als wertvolle Ressource zu begreifen und Potenziale der Kinder aktiv zu nutzen.
3.1.1 Kultur
Der Terminus Kultur entstammt dem Lateinischen und leitet sich von „colere“ (pflegen, urbar machen) bzw. „cultura“ (Landbau, Anbau, Bebauung, Pflege und Veredlung von Ackerboden) ab. Der Begriff impliziert demzufolge das von Individuen Erschaffene bzw. gestaltend Hervorgebrachte (vgl. Nünning und Nünning 2008, S. 19).
Obwohl der Terminus Kultur besonders in der Geistes- und Sozialwissenschaft wie auch in der Gesellschaft usuell ist, bleibt dieser im allgemeinen Sprachgebrauch oft ohne feste Definition. Zwar ist durch die Fortentwicklung der Kultur- und Geisteswissenschaften eine Dynamik des Kulturbegriffes zu erkennen, die diversen Definitionen dieses Terminus in den unterschiedlichen Disziplinen führten jedoch dazu, dass die Verwendung des Kulturbegriffes ungeordnet geworden ist (vgl. Daniel 1993, S. 70).
Die Bezeichnung „Kultur“ wurde in derart verschiedenen Kontexten gebraucht, dass es einerseits zu einer Bedeutungserweiterung, andererseits zu einer Sinnentleerung kam. Der Kulturbegriff entfaltete sich zu einem idiomatischen Ausdruck (Alltagskultur, Populärkultur, Subkultur, etc.). Bezogen darauf erscheint es sinnhaltig den Kulturbegriff im Plural zu verwenden, da diverse Disziplinen wie beispielsweise die Geschichtswissenschaft, die Soziologie, die Ethnologie, die Psychologie etc. den Terminus Kultur anders interpretieren. Auch innerhalb der diversen Disziplinen, unterschiedlichen Gesellschaften und sozialen Gemeinschaften unterscheidet sich das Kulturverständnis. Demzufolge groß ist die Bedeutungsvielfalt des Kulturbegriffes (vgl. Nünning und Nünning 2008, S. 19).
Diverse Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler lehnen diesen gänzlich ab, da der Terminus eine Instrumentalisierung von gesellschaftlichen Problemlagen impliziert. Demzufolge favorisieren die Expertinnen und Experten die Bezeichnung Lebenswelt, da dieser Begriff weniger strittig ist, als der Kulturbegriff. Damit wird auf den fraglosen Horizont unserer Welt- und Selbstauslegung hingewiesen (vgl. Auernheimer 2012, S. 76 ff).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit interkultureller Pädagogik in einer zunehmend diversen Gesellschaft und leitet die Forschungsfrage zur Praxis im Hort ab.
2. Historischer Überblick der Migrationsgeschichte in Österreich: Dieses Kapitel beleuchtet die langjährige Zuwanderungstradition Österreichs und die daraus resultierenden gesellschaftspolitischen Herausforderungen.
3. Komplementäre Dimensionen interkultureller Pädagogik: Es werden grundlegende Fachbegriffe, Ziele, Leitmotive sowie verschiedene Konzepte der interkulturellen Bildung und deren kritische Aspekte definiert.
4. Die Tageseinrichtung Hort: Das Kapitel beschreibt den Hort als Bildungsraum, erläutert pädagogische Prinzipien, Bildungsbereiche sowie Qualitätsstandards für die tägliche Arbeit.
5. Praxisteil: Der methodische Teil umfasst die Planung und Reflexion eines konkreten interkulturellen Projekts inklusive detaillierter Stundenbilder für die Hortgruppe.
6. Resümee: Die Autorin reflektiert den Verlauf des Projekts, die erzielten Erkenntnisse und die Bedeutung der interkulturellen Arbeit für die Kinder.
7. Conclusio: Eine abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Diversität als Bereicherung für ein friedvolles Zusammenleben aktiv gestaltet werden muss.
Interkulturelle Pädagogik, Migration, Hort, Diversität, Interkulturelle Kompetenz, Sozialpädagogik, Bildungsrahmenplan, Integration, Inklusion, Kultur, Vorurteilsbildung, Lebenswelt, Identitätsbildung, Partizipation, Sprachförderung.
Die Arbeit untersucht, wie interkulturelle Pädagogik in einem Hort mit Kindern mit Migrationshintergrund effektiv vermittelt werden kann, um Diversität als Ressource nutzbar zu machen.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen interkultureller Pädagogik, dem pädagogischen Auftrag des Hortes und der praktischen Erprobung in einem Projekt mit Kindern.
Das Ziel ist die Vermittlung interkultureller Kompetenzen an Hortkinder, um Vorurteile abzubauen und einen wertschätzenden Umgang in einer heterogenen Gruppe zu fördern.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur mit einem praxisorientierten Projektansatz, der durch systematische Planung, Durchführung und Reflexion der Einheiten dokumentiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und Hort-Bildungsbereiche sowie in einen ausführlichen Praxisteil mit konkreten, interkulturell ausgerichteten Stundenbildern.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Pädagogik, Hort, Diversität, Integration, Partizipation und Identitätsbildung.
Die praktische Umsetzung erfolgte durch gezielte Aktivitäten wie Begrüßungsrituale in verschiedenen Sprachen, die Erstellung eines interreligiösen Kalenders, Film-Nacherzählungen und gemeinsames Kochen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass interkulturelle Pädagogik eine bewusste Planung und eine offene Haltung der Pädagoginnen erfordert, um einen echten Mehrwert für die Identitätsentwicklung der Kinder zu schaffen.
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