Masterarbeit, 2018
121 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Betrachtungen
2.1 Das Phänomen der Persönlichkeit
2.1.1 Zur wissenschaftlichen Debatte über Persönlichkeitsfaktoren
2.1.2 Zum Big-Five-Konzept der Persönlichkeit
2.2 Das wissenschaftliche Verständnis über Kompetenz und seine Erfassung
2.2.1 Zum allgemeinen Kompetenzverständnis
2.2.2 Möglichkeiten der Kompetenzmessung
2.3 Die Bedeutung des Konstruktes „Digitale Kompetenz“
2.3.1 Begriffliche Entwicklung des Konstruktes „Digitale Kompetenz“ und ähnlicher Konstrukte
2.3.2 Das Konzept der Europäischen Union zur „Digitalen Kompetenz“
2.4 Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren und (digitaler) Kompetenz
2.5 Ableitung von Hypothesen aus den bisherigen Betrachtungen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Das Untersuchungsdesign
3.2 Die Messverfahren
3.2.1 Zur deutschen Version des Big Five Inventory 2 (BFI-2)
3.2.1.1 Beschreibung des Messinstrumentes
3.2.1.2 Gütekriterien
3.2.2 Das Raster zur Selbstbeurteilung digitaler Kompetenzen der EU
3.2.2.1 Beschreibung des Messinstrumentes
3.2.2.2 Gütekriterien
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Ergebnisse
3.4.1 Stichprobenbeschreibung
3.4.2 Hypothesentest
3.4.2.1 Prüfen der Voraussetzungen
3.4.2.2 Testresultate
3.5 Diskussion
3.5.1 Zusammenfassung
3.5.2 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens
3.5.3 Schlussfolgerungen und Empfehlungen für weitere Studien
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren (Big Five) und der Selbsteinschätzung digitaler Kompetenzen bei Erwachsenen. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer explorativen, quantitativen Feldstudie zu ermitteln, ob und inwieweit spezifische Persönlichkeitsmerkmale die Ausprägung einzelner Dimensionen digitaler Kompetenz beeinflussen.
2.1 Das Phänomen der Persönlichkeit
Das wissenschaftliche Interesse am Phänomen der menschlichen Persönlichkeit reicht mindestens bis ins Altertum zurück. Quasi schon immer gehörte es zu den grundlegenden Bemühungen des Menschen, andere Menschen zu „durchschauen“ und ihr Verhalten vorherzusagen (Hossiep, Paschen & Mühlhaus, 2000, S. 5).
Anfangs wurde in der Forschung der Begriff des „Charakters“ bevorzugt, analog des Sprachgebrauchs im anglo-amerikanischen Raum (character). Weil jedoch einige Wissenschaftler dem Begriffe eine zu feste Prägung zuschrieben, während andere das Individuum grundsätzlich für stärker wandelbar und eigenschaftsflexibel hielten, setzte sich in der wissenschaftlichen Diskussion immer mehr der Begriff der Persönlichkeit durch (Mummendey & Grau, 2014, S. 24). Seitdem gibt es eine Fülle von Definitionen zum Begriff der Persönlichkeit. In der Alltagspsychologie wird die Persönlichkeit des Menschen als „Gesamtheit aller Eigenschaften (Dispositionen und Gestalteigenschaften) verstanden, in denen er sich von anderen Menschen unterscheidet“ (Asendorpf, 2004, S. 5). Dabei sind Dispositionen Merkmale eines Menschen, die mittelfristig, d. h. zumindest Wochen oder Monate, zeitlich stabil sind (Asendorpf, 2004, S. 4). Gestalteigenschaften werden als körperliche Merkmale wie z. B. Gesichtsform, Größe, Schlankheit angesehen (Asendorpf, 2004, S. 5). Mummendey (2014) postuliert eine zusammenfassende Kurz-Definition, die das Wesentliche aller gängigen Begriffsbeschreibungen über Persönlichkeit beinhaltet. Demnach ist Persönlichkeit „der Inbegriff der überdauernden individuellen Merkmalsausprägungen eines Menschen“ (Mummendey et al., 2014, S. 24).
Die Begriffe Disposition, Eigenschaft und das englische Trait werden in der Literatur über die Persönlichkeitsforschung synonym verwendet und bezeichnen „Merkmale, die über die Zeit hinweg relativ stabil sind und zwischen Personen variieren“ (Rauthmann, 2017, S. 220). Über verschiedene Situationen hinweg bilden Persönlichkeitseigenschaften bzw. Traits konsistente Verhaltensunterschiede im typischen Verhalten ab (Bartussek, 1991, S. 1).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz digitaler Kompetenzen im Kontext des technologischen Wandels und definiert das Forschungsinteresse an der Verknüpfung von Persönlichkeit und Digitalkompetenz.
2. Theoretische Betrachtungen: Hier werden das Big-Five-Modell der Persönlichkeit sowie verschiedene Konzepte der Kompetenzmessung und der digitalen Kompetenz (insb. der EU) wissenschaftlich fundiert dargestellt.
3. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das Design der explorativen Feldstudie, die verwendeten Messinstrumente (BFI-2 und EU-Raster), die Stichprobenerhebung und die statistischen Analyseverfahren.
Digitale Kompetenz, Persönlichkeitsfaktoren, Big Five, BFI-2, Selbsteinschätzung, Medienkompetenz, Datenverarbeitung, Internetnutzung, Persönlichkeitspsychologie, Kompetenzmessung, Explorative Studie, Korrelationsanalyse, Informationsmanagement, Online-Umfrage, Selbstwirksamkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Ausprägung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale eines Individuums mit dessen subjektiver Einschätzung eigener digitaler Kompetenzen zusammenhängt.
Die Arbeit verknüpft die psychologische Persönlichkeitsforschung (Big Five) mit dem pädagogisch-technischen Feld der digitalen Kompetenzbildung, insbesondere unter Berücksichtigung des EU-Rahmenmodells.
Das primäre Ziel ist es, explorativ zu prüfen, ob es statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen den fünf Hauptfaktoren der Persönlichkeit und fünf definierten Kompetenzbereichen im digitalen Kontext (z. B. Datensicherheit, Problemlösung) gibt.
Es handelt sich um eine explorative, quantitative Querschnittsstudie (ex post facto), bei der 147 Personen mittels Online-Fragebögen befragt wurden. Die Analyse erfolgt durch bivariate Korrelationen nach Spearman-Rho.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Persönlichkeit und Kompetenz, die methodische Beschreibung der Erhebungsinstrumente (BFI-2 und EU-Raster) sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Testergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Big-Five-Modell, Digitale Kompetenz, EU-Modell, Selbsteinschätzung, Medienkompetenz und Persönlichkeitspsychologie.
Die Messung basierte auf einem durch die EU entwickelten Raster, das in fünf Dimensionen (Datenverarbeitung, Kommunikation, Erstellen von Inhalten, Sicherheit, Problemlösung) unterteilt ist und als Selbstbeurteilungsinstrument konzipiert wurde.
Die Studie zeigt, dass signifikante Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und digitaler Kompetenz existieren, wobei beispielsweise eine höhere Offenheit für Erfahrungen positiv mit digitalen Kompetenzdimensionen wie Sicherheit korreliert, während andere Zusammenhänge nur schwache Effekte aufweisen.
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