Bachelorarbeit, 2015
70 Seiten, Note: 1,3
1 Begriffsbestimmungen
2 Migration
2.1 Definition von Migration
2.2 Migrationsgründe
2.3 Migrationsformen
3 Politischer Umgang mit Migration
3.1 Entwicklung und aktuelle Lage in Deutschland
3.2 Integrationsverständnis
3.3 Integrations- und Migrationspolitik
3.4 Ethnische Segregation
3.5 Polizeiliche Diskriminierung
3.5.1 Rassistische Karikaturen der Deutschen Polizeigewerkschaft
3.5.2 Racial Profiling
3.5.3 Labeling Approach
3.6 Rechtlicher Schutz vor Diskriminierung
3.7 Politische Partizipation von Menschen mit Migrationserfahrung
4 Zur kulturellen und religiösen Vielfalt der Migration in Deutschland
4.1 Zur Vielfältigkeit der Herkunftsländer
4.2 Zur Vielfältigkeit und Bedeutung von Religion
4.3 Vielfältiges Selbstbild von Menschen mit Migrationserfahrung
4.4 Gender und Migration
5 Gesellschaftliche Wahrnehmung von Migration in Deutschland
5.1 Öffentlicher Migrationsdiskurs und Umgang mit Multikulturalismus
5.2 Beschreibung von Wahrnehmung und Stereotypen
5.3 Gesellschaftliche Wahrnehmung der religiösen und kulturellen Vielfalt
5.3.1 Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft zur wachsenden religiösen und kulturellen Vielfalt
5.3.2 Wahrnehmungsbeeinflussende Faktoren
6 Zum Ausmaß des Rechtspopulismus in Deutschland
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die gesellschaftliche Wahrnehmung von Migration in Deutschland. Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft auf die kulturelle und religiöse Pluralität reagiert, welche Faktoren diese Wahrnehmung maßgeblich beeinflussen und inwieweit hierbei Mechanismen wie Bedrohungsgefühle, mediale Einflüsse und soziale Deprivation eine Rolle spielen.
3.5.2 Racial Profiling
Da die Grenzkontrollen aufgrund des Schengen-Abkommens wegfielen, sollten neue Maßnahmen illegalisierte Migration verhindern. Gemäß § 22 Abs. 1 Bundespolizeigesetz dürfen seit 1998 BeamtInnen der Bundespolizei PassantInnen an beispielsweise Bahnhöfen oder in Zügen nach ihren Ausweisen fragen, wenn sie davon ausgehen, dass die Person soeben aus dem Ausland eingereist ist. Da diese Kontrollen meist ausschließlich auf äußerliche Merkmale zurückgeführt werden, erklärte der UN-Ausschuss 2015, dass die deutsche Rechtslage faktisch zu rassistischer Diskriminierung führe. In diesen Fällen ist vom sogenannten Racial Profiling die Rede. (vgl. mediendienst-integration.de [d])
Laut dem Europäischen Netzwerks gegen Rassismus (ENAR) bedeutet Racial Profiling,
„dass Mitarbeiter der Polizei- und Ordnungsbehörden ihr Handeln, soweit es in ihrem Ermessen steht, auf verallgemeinernde Kriterien wie Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Religion und nationale Herkunft einer Person, statt auf ihr Verhalten und objektive Beweise als Verdachtsmomente gründen. Das gilt ggf. auch für Situationen, in denen die Strategien und Praktiken dieser Behörde, obwohl sie eigentlich weder insgesamt noch teilweise im Hinblick auf ethnische Zugehörigkeit, Rasse, nationale Herkunft oder Religion bestimmter Gruppen festgelegt wurden, sich trotzdem auf diese Gruppen innerhalb der Bevölkerung unverhältnismäßig stark auswirken, ohne dass sich dies durch die legitimen Ziele und Ergebnisse der Strafverfolgung rechtfertigen lässt“ (ENAR 2009: 3).
Anhand dieses Zitats zeigt sich, dass Racial Profiling somit bei jeder polizeilichen Handlung vorkommen kann. Die Betroffenen laufen Gefahr nicht aufgrund ihres auffälligen Verhaltens, sondern aufgrund ihrer Hautfarbe oder anderen äußeren Merkmalen kontrolliert zu werden. Durch Vorurteile und Stereotypen entsteht ein vorbestimmtes Bild des Täters, welches andere Täterversionen schwer zulässt. Wird in der Folge nur anhand dieses Rasters kontrolliert, können sich bei Erfolg die Vorurteile bestätigen und stets reproduzieren.
Begriffsbestimmungen: Klärung zentraler Begriffe wie Mehrheitsgesellschaft, Flüchtling und illegalisierte Migration zur begrifflichen Konsistenz der Arbeit.
Migration: Darstellung verschiedener Migrationsformen und -gründe, wobei Migration als ein langfristiger, durch globale Faktoren geprägter Prozess definiert wird.
Politischer Umgang mit Migration: Analyse des Wandels der deutschen Migrationspolitik, einschließlich ethnischer Segregation und polizeilicher Diskriminierungspraktiken.
Zur kulturellen und religiösen Vielfalt der Migration in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der heterogenen Herkunftsländer und religiösen Identitäten sowie deren Bedeutung für das Selbstbild der Migrierten.
Gesellschaftliche Wahrnehmung von Migration in Deutschland: Untersuchung des Migrationsdiskurses, der Entstehung von Stereotypen und der Faktoren, die die Wahrnehmung von Vielfalt in der Bevölkerung prägen.
Zum Ausmaß des Rechtspopulismus in Deutschland: Analyse der Ursachen und Strukturen rechtspopulistischer Strömungen im Kontext der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Einwanderung.
Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, die eine kritische Haltung der Mehrheitsgesellschaft gegenüber der Vielfalt aufzeigt, welche stark von Ängsten und medialen Einflüssen gesteuert wird.
Migration, Mehrheitsgesellschaft, Rassismus, Racial Profiling, Integration, Diskriminierung, Rechtspopulismus, Identität, Stereotypen, Migrationshintergrund, religiöse Vielfalt, soziale Ungleichheit, Einwanderungsdebatte, Kontakt- und Deprivationsthese.
Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Wahrnehmung von Migration in Deutschland und untersucht, wie die Mehrheitsgesellschaft mit der kulturellen und religiösen Vielfalt umgeht.
Zu den Schwerpunkten gehören der politische Umgang mit Migration, ethnische Segregation, institutionelle Diskriminierung, die Rolle der Medien bei der Meinungsbildung sowie die Zunahme des Rechtspopulismus.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie die Mehrheitsgesellschaft Migration wahrnimmt, wodurch diese Wahrnehmung beeinflusst wird und welche Faktoren (z.B. Ängste, Medien, Kontakt) dabei eine zentrale Rolle spielen.
Es handelt sich um eine theoretische und analysierende Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Studien, Forschungsdaten und aktueller Diskursanalysen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche: Migrationsgrundlagen, politischer Umgang, kulturelle und religiöse Vielfalt, psychologische Wahrnehmungsprozesse sowie die Untersuchung von Rechtspopulismus.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Migration, Rassismus, Diskriminierung, Racial Profiling, Integration, Rechtspopulismus und soziale Ungleichheit.
Die Arbeit stellt dar, dass mangelnder direkter Kontakt zu Vorurteilen und negativen Stereotypen gegenüber Muslimen führt, während häufiger Kontakt diese im Regelfall abbauen kann.
Die Autorin wählt diesen Begriff, um auszudrücken, dass sie Grenzüberschreitungen nicht als illegalen Akt per se, sondern als Prozess der gesellschaftlichen und rechtlichen Zuschreibung versteht.
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