Bachelorarbeit, 2017
31 Seiten, Note: 1
Abstract
Einleitung
„psychometrische“ Modelle der Kreativität
Flow und Kreativität
„Korrelativer“ Ansatz (University of California)
Investment Theory of Creativity
Methode
Studie 1
Stichprobe
Messinstrumente
Vorgehensweise
Auswertung
Studie 2
Stichprobe
Messinstrumente und Vorgehensweise
Resultate
Studie 1
Studie 2
Mixolydisch #11
Dorisch #11
Diskussion
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu untersuchen, welche musikalischen Elemente und kompositorischen Prozesse die subjektive Einschätzung von Kreativität bei Musikstücken beeinflussen, um zu klären, ob solchen Urteilen universelle Regeln zugrunde liegen.
Investment Theory of Creativity
Die Investment Theory of Creativity sieht einen kreativen Menschen als jemanden, der Ideen „billig einkauft und teuer verkauft“ („buy low and sell high“; Sternberg, 2006, S. 87). Dabei sind „billige“ Ideen unbekannte oder unbeliebte Konzepte, die in den Augen des „Verkäufers“ vielversprechend sind. Dieser schafft es, entgegen des anfänglichen Widerstandes, andere vom Wert seiner Idee zu überzeugen und „verkauft“ diese zu einem hohen Preis. Dies kann mit drei intellektuellen Kompetenzen erreicht werden: „synthetische“ Fähigkeiten, die im wesentlichen Guilfords divergentem Denken entsprechen, „analytischen“ Fähigkeiten, mit denen der Handelnde unterscheidet, welche Ideen verfolgt werden sollten oder nicht und „praktisch-kontextuellen“ Fähigkeiten, mit denen eine Person fähig ist, anderen Personen von ihrer Idee zu überzeugen. Alle drei Kompetenzbereiche müssen gleichzeitig vorhanden sein.
Neben intellektuellen Fähigkeiten umfasst die Theorie, empirisch fundierte Ansätze zu Wissen, Denkstilen, Persönlichkeit, Motivation und Umwelt (Sternberg, 2006). Optimales Wissen für die Produktion kreativer Ideen, bewegt sich auf einem Kontinuum. Offensichtlich ist ein ausreichendes Wissen in einem Gebiet wichtig, für die Entwicklung qualitativ hochwertiger Ideen. Dem entgegen, laufen Experten in einem Feld häufig Gefahr, Dinge aus den etablierten Sichtweisen zu interpretieren, was neuartige Ideen verhindert. Denkstile werden im Wesentlichen als die Entscheidung beschrieben, wie die eigenen Fähigkeiten auf die Aufgabe angewendet werden sollen. Sternberg stellt besonders die Bedeutung eines „legislativen“ Stils (Sternberg, 2006, S. 89) heraus, bei dem eine Person allgemein gerne denkt, aber auch die Entscheidung trifft, neuartig zu denken. Die Persönlichkeit einer kreativen Person enthält den Willen Hindernisse zu überwinden, die Bereitschaft Risiken einzugehen, die Akzeptanz von Uneindeutigkeiten und Selbstwirksamkeit.
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, diskutiert Urheberrechtsfragen bei kreativen Neuschöpfungen und stellt existierende Kreativitätsmodelle (psychometrisch, Flow, Investment Theory) vor.
Methode: Hier wird das experimentelle Design beschrieben, inklusive der Stichprobenbeschreibung für zwei Studien sowie der verwendeten Kompositionssoftware und Messinstrumente wie dem Flow-Kurzfragebogen.
Resultate: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Ergebnisse der beiden durchgeführten Studien, insbesondere die Korrelationen zwischen technischen Melodievariablen und der subjektiven Kreativitätsbewertung.
Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, Hypothesen evaluiert und die Grenzen der Studie sowie Empfehlungen für weiterführende musikwissenschaftliche und psychologische Forschung dargelegt.
Kreativität, Musik, Komposition, divergentes Denken, Flow, psychometrische Modelle, Investment Theory, musikalische Eigenschaften, Intervalle, Melodieanalyse, Konsistenz, Rater, technische Variablen, Intervallpräferenz, Center-Stage Effekt
Die Arbeit untersucht, ob die subjektive Wahrnehmung von Kreativität bei Melodien auf universellen, regelbasierten Kriterien beruht.
Die Arbeit verknüpft musikwissenschaftliche Aspekte der Kompositionstechnik mit psychologischen Theorien zur Kreativität und Persönlichkeitsforschung.
Es soll geklärt werden, welche spezifischen Prozesse und Elemente (z.B. Intervalle, Pausen, Länge) beim Komponieren einen signifikanten Einfluss auf die Zuschreibung von Kreativität haben.
Es wurde ein exploratives Design gewählt, bei dem Probanden mittels einer Web-basierten Software eigene Melodien komponierten, die anschließend von Experten und Amateuren bewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch verschiedene Kreativitätsmodelle, die detaillierte Methodenbeschreibung der zwei Studien und die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.
Kreativität, Musik, Komposition, divergentes Denken, Flow und Melodieanalyse sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Ja, die Ergebnisse zeigen, dass Musiker beim Komponieren andere Intervalle verwenden, schneller produzieren und ihre Stücke durchschnittlich kürzer sind, wobei sich dies jedoch nicht signifikant auf die zugeschriebene Qualität auswirkt.
Dieser sozialpsychologische Effekt beschreibt die Tendenz von Menschen, bei Auswahlentscheidungen die mittlere Option zu bevorzugen, was hier als mögliche Erklärung für die Präferenz bestimmter Töne angeführt wird.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um Kreativität als einen Prozess zu verstehen, bei dem Ideen „billig eingekauft und teuer verkauft“ werden, was in der Musik oft der Neuinterpretation vorhandener Stile entspricht.
Die Skalen wurden aufgrund ihrer verminderten Quarten gewählt, da diese besonders viel Raum für ungewöhnliche harmonische Kombinationen und Doppeldeutigkeiten bieten.
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