Masterarbeit, 2018
77 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Konzept der Unternehmensreputation
2.1 Definition
2.2 Abgrenzung verwandter Konzepte
2.3 Relevanz von Reputation
2.4 Entstehung von Reputation
3 Informationsverarbeitung bei Reputation – Übersicht und erste Hypothesen
3.1 Verankerung von Initialinformationen
3.2 Verarbeitung zusätzlicher Informationen
3.2.1 Informationsintegrationstheorie
3.2.2 Elaboration Likelihood Model (ELM)
3.2.3 Schematheorie
3.3 Ableitung der Forschungsfragen
4 Das Untersuchungsdesign: Experteninterview
4.1 Qualitative Forschung & Interviews im Allgemeinen
4.2 Untersuchungsdesign: Experteninterview
4.2.1 Samplecharakteristika
4.2.2 Aufbau und Inhalt des Leitfadens
5 Ergebnisse und Auswertung der Interviews
5.1 Verständnis und Relevanz von Reputation
5.2 Verankerung Initialinformation
5.3 Kommunikation weiterer Informationen
5.4 Abgleich der Interviewergebnisse mit den Hypothesen
6 Implikationen für Startups
7 Fazit und Ausblick
7.1 Fazit
7.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
7.3 Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Entstehungsprozess der Unternehmensreputation von Startups in einer frühen Phase. Das zentrale Ziel ist es, zu identifizieren, welche Art von Informationen Startups initial kommunizieren sollten und wie sich konsistente oder inkonsistente Folgeinformationen auf die Reputationsbildung auswirken, um darauf basierend Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
3.1 Verankerung von Initialinformationen
Dem ersten Eindruck eines Unternehmens wird eine besonders große Bedeutung beigemessen. Sjovall und Talk (vgl. Sjovall und Talk 2004, S. 279) kommen in einer auf der Attributionstheorie basierenden Untersuchung zur Entstehung von Reputation zu dem Schluss, dass die Gründe für den ersten Eindruck eines Unternehmens diesem selbst zugeschrieben werden. Dies gilt selbst dann, wenn externe Einflüsse dafür verantwortlich sind. Der Aufbau einer positiven Reputation ist daher besonders wichtig, da diese dem Unternehmen weiterhin zugeordnet wird, sie weitere Eindrücke beeinflusst und Änderungen gegenüber resistent ist. Unternehmen sollten also von Beginn an dem Reputationsaufbau eine hohe Priorität einräumen.
Die Initialinformation über ein Unternehmen kann somit als eine Art Anker in den Köpfen der Informationsempfänger interpretiert werden, der ihnen Orientierung bei der weiteren Auseinandersetzung mit dem Unternehmen gibt. Diesen sogenannten Ankereffekt haben Tversky und Kahneman (vgl. Tversky und Kahneman 1974, S. 1128) ausführlich untersucht. Ihnen zufolge neigen Menschen in Situationen der Unsicherheit, wenn also nur wenige Informationen für ein Urteil zur Verfügung stehen, dazu, dieses Urteil auf einem Startwert zu basieren und diesen dann so lange anzupassen, bis sie zu einem finalen Ergebnis gekommen sind. Diese Anpassung findet jedoch häufig nur unzureichend (insufficient adjustment) statt, so dass der finale Wert näher am Startwert (dem Anker) als am tatsächlichen ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Unternehmensreputation und identifiziert die Forschungslücke bezüglich der Reputationsbildung bei Startups.
2 Das Konzept der Unternehmensreputation: Dieses Kapitel definiert Unternehmensreputation und grenzt sie von verwandten Konzepten wie Identität, Image und Marke ab.
3 Informationsverarbeitung bei Reputation – Übersicht und erste Hypothesen: Hier werden theoretische Grundlagen wie Anchoring, Priming, Framing, Informationsintegration und das ELM diskutiert, um Hypothesen zur Informationsverarbeitung abzuleiten.
4 Das Untersuchungsdesign: Experteninterview: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Durchführung von problemzentrierten Experteninterviews mit Startups.
5 Ergebnisse und Auswertung der Interviews: Hier werden die gewonnenen Interviewdaten systematisch ausgewertet und mit den zuvor aufgestellten Hypothesen abgeglichen.
6 Implikationen für Startups: Basierend auf den Forschungsergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen und eine Checkliste für die Kommunikationsstrategie von Startups formuliert.
7 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert Limitationen der Arbeit und bietet einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Unternehmensreputation, Startups, Initialinformation, Ankereffekt, Informationsverarbeitung, Priming, Framing, Konsistente Kommunikation, Inkonsistente Informationen, Experteninterview, Kommunikationsstrategie, Stakeholder, Reputation, Informationsintegrationstheorie, Elaboration Likelihood Model.
Die Arbeit untersucht, wie Startups in einer sehr frühen Phase eine positive und glaubwürdige Unternehmensreputation aufbauen können, indem sie die richtigen Informationen zur richtigen Zeit kommunizieren.
Die zentralen Felder sind die Reputationsforschung, insbesondere die Informationsverarbeitung beim Empfänger, der Aufbau von Reputation bei Startups und die Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen.
Die Kernfrage lautet, welche Informationen Startups für den erfolgreichen Aufbau von Reputation kommunizieren sollten und wie sich die Wahl zwischen konsistenten und inkonsistenten Informationen auswirkt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur Theoriebildung und einer qualitativen Forschungsmethode in Form von 13 problemzentrierten Experteninterviews mit Gründern und PR-Verantwortlichen.
Der Hauptteil analysiert relevante Theorien zur Informationsverarbeitung (Anchoring, Priming, Framing, ELM, Schematheorie), leitet daraus Hypothesen ab und wertet diese anhand der durchgeführten Experteninterviews aus.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmensreputation, Startups, Ankereffekt, Priming, Framing und Informationsintegration definiert.
Da Startups meist keine langjährige Historie haben, dient die erste Information als "Anker", an dem sich Stakeholder bei der weiteren Beurteilung des Unternehmens orientieren.
Inkonsistente Informationen können sinnvoll sein, wenn das Unternehmen bereits ein gefestigtes Fundament hat, die Zielgruppe rezeptiv für Neues ist und die Informationen für den Empfänger relevant und plausibel sind, um Aufmerksamkeit zu generieren.
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