Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Medienforschung
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Kryptowährungen und Blockchain
4.1. Definition Kryptowährung
4.2 Blockchain
4.3 Bitcoin
4.4. Vorstellung der wichtigsten Währungen
5. Wirtschaftspresse in Deutschland
5.1 Historische Entwicklung
5.2 Klassifikation und Marktübersicht
6. Quantitative Betrachtung
6.1 Untersuchungsgegenstand
6.2 Frequenzanalyse
6.3 Vergleich von Berichterstattung, ökonomischer Realität und Bevölkerungsinteresse
7. Qualitative Untersuchung
7.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7.2. Themenfelder
8. Erkenntnisse
9. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Medienberichterstattung über Kryptowährungen in der deutschen Wirtschaftspresse im Zeitraum von 2013 bis 2018. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen ökonomischer Realität, öffentlichem Interesse und medialen Darstellungsformen mittels quantitativer Frequenzanalysen und qualitativer Inhaltsanalysen nach Mayring aufzuzeigen.
4.2. Blockchain
Die sogenannte Blockchain ist die technologische Grundlage für alle Kryptowährungen. Digitale Währungen, die nicht auf der Blockchain basieren, sind nach der hier verwendeten Definition keine Kryptowährungen. Die Blockchain ist eine dezentralisierte, fälschungssichere und verschlüsselte Transaktions-Datenbank. Eine Transaktion, zum Beispiel ein Geld- oder Sachtransfer, wird über einen Algorithmus zu einem Hash verschlüsselt. Dieser enthält einen Zeitstempel, den Gegenstand der Transaktion sowie Angaben zu Sender und Empfänger. Mehrere dieser Transaktionen werden dann zu einem Block zusammengefasst. Die Blöcke werden chronologisch aneinandergereiht und bilden eine Kette, die Blockchain. Vor dem Anfügen eines Blocks an die Kette wird der Inhalt mit der gesamten vorherigen Transaktionshistorie verglichen, um Unregelmäßigkeiten, etwa eine Doppelausgabe, zu vermeiden.
Die Blockchain fußt somit auf dem Prinzip der chronologischen Buchführung. Neu ist hierbei die verschlüsselte Ablage aller Transaktionen. Der Inhalt der Blockchain kann so trotzdem öffentlich, transparent und nachvollziehbar gemacht werden. Die eigentliche Innovation der Blockchain ist aber, dass Speicherung, Verarbeitung und Kontrolle dezentral durchgeführt werden. Der Inhalt der Blockchain ist auf jedem Knotenpunkt vollständig gespeichert. Um einen Block an die Kette anzufügen, muss ein bestimmter Hash erzeugt werden, der dann von allen Nutzern bzw. Knotenpunkten mit den vorhergehenden Hashes verglichen wird. Nach dem Mehrheitsprinzip wird daraufhin entschieden, ob der neue Block gültig ist und hinzugefügt wird oder nicht.
1. Einführung: Vorstellung des Themas Kryptowährungen als mediales Phänomen und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.
2. Medienforschung: Theoretische Einbettung durch Konzepte wie Gatekeeper-Forschung, Nachrichtenwerttheorie und Agenda-Setting.
3. Fragestellung und Hypothesen: Formulierung von vier zentralen Hypothesen bezüglich Medienberichterstattung, Hype-Verhalten, technischem Verständnis und Tonalität.
4. Kryptowährungen und Blockchain: Definition der technologischen Grundlagen und Vorstellung der relevanten Kryptowährungen.
5. Wirtschaftspresse in Deutschland: Historischer Rückblick auf den Wirtschaftsjournalismus und Klassifikation der untersuchten Publikationen.
6. Quantitative Betrachtung: Analyse der Artikelhäufigkeit und Vergleich mit Kursverläufen sowie öffentlichem Interesse.
7. Qualitative Untersuchung: Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring zur Untersuchung spezifischer Themenfelder.
8. Erkenntnisse: Auswertung der Hypothesen auf Basis der durchgeführten Analysen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der journalistischen Leistungen und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Wirtschaftspresse, Medienforschung, Agenda-Setting, Framing, Qualitative Inhaltsanalyse, Journalismus, Finanzmarkt, Investment, Technologie, Kriminalität, Regulierung, Medienberichterstattung.
Die Arbeit untersucht, wie die deutsche Wirtschaftspresse zwischen 2013 und 2018 über Kryptowährungen berichtete und welche journalistischen Muster dabei zum Einsatz kamen.
Die Schwerpunkte liegen auf Investmentempfehlungen, rechtlichen und steuerlichen Aspekten, der Kriminalisierung von digitalen Währungen sowie der technologischen Erklärung der Blockchain.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Medien durch Agenda-Setting und Framing die Wahrnehmung von Kryptowährungen beeinflusst haben und ob ihre Darstellung der ökonomischen Realität entspricht.
Es werden eine quantitative Frequenzanalyse der Berichterstattung sowie eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine quantitative Auswertung der Artikelhäufigkeit im Zeitverlauf und eine qualitative Analyse spezifischer Themengruppen in den untersuchten Wirtschaftszeitschriften.
Wichtige Begriffe sind Kryptowährungen, Blockchain, Agenda-Setting, Framing, Wirtschaftsjournalismus und Medienwirkung.
Die Frequenz der Berichterstattung korreliert stark mit dem Bitcoin-Kurs und folgt oft einer "Hype-Welle", wobei die Medien reaktiv auf Marktereignisse reagieren.
General-Interest-Medien nehmen eine breitere gesellschaftliche Perspektive ein, während Special-Interest-Medien (Anlegermagazine) eher output-orientierte Empfehlungen geben.
Die Studie zeigt, dass technische Zusammenhänge zwar oft vereinfacht und bildlich dargestellt werden, in der Sache aber meist korrekt bleiben, auch wenn fachlich präzise Definitionen manchmal fehlen.
Die Wirtschaftspresse hat ihre Aufgabe als Vermittler und Übersetzer komplexer Technologien überwiegend gut erfüllt, sollte jedoch in Zukunft eine aktivere Agenda-Gestaltung anstreben.
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