Examensarbeit, 2005
98 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Aggressives Verhalten, Gewalt und ihre Prävention
2.2 Die Vielfalt der Gefühle
2.3 Gefühle ausdrücken
2.4 „Achtsamkeit“
3. Vorüberlegungen und Planung
3.1 Bedingungsanalyse: Die Lerngruppe
3.2 Didaktische Überlegungen
3.3 Vorarbeiten und Entwicklung der Einheit
4. Durchführung, Reflexion und Auswertung der einzelnen Unterrichtsstunden
4.1 Auflistung der gesamten Einheit
4.2 Meine Gefühle – Stunde 1 + 2
4.3 Meine Gefühle – Stunde 3 + 4
4.4 Meine Gefühle – Stunde 5 + 6
4.5 Deine Gefühle – Stunde 1 + 2
4.6 Deine Gefühle – Stunde 3 + 4
4.7 Deine Gefühle – Stunde 5 + 6
5. Schlussbetrachtungen und Ausblick
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, durch die Förderung elementarer sozialer Kompetenzen und die Sensibilisierung für das eigene Gefühlsleben einen Beitrag zur primären Gewaltprävention in einer fünften Realschulklasse zu leisten, indem Schülerinnen und Schüler lernen, Gefühle bewusst wahrzunehmen und konstruktiv mit ihnen umzugehen.
2.1 Aggressives Verhalten, Gewalt und ihre Prävention
Aggressionen und Gewalt gehen mit Gefühlen stets Hand in Hand. Ein Wutausbruch, Neid, Stress oder Frust können z.B. in aggressiven Handlungen münden. Wie genau kommt es zu Aggressionen, die nicht nur in Schulen ein Alltagsproblem darstellen? In der Theorie gibt es verschiedene psychologische Erklärungsversuche für aggressives Verhalten. Einer besagt, dass Aggression ein angeborener Instinkt oder Trieb ist und bildet einen Pol. Ein weiterer sieht Frustration als Ursache und nimmt eine mittlere Position ein, während die dritte Theorie Aggression als gelerntes Verhalten bezeichnet und den zweiten Pol darstellt.
Der ethologische Ansatz „Aggression als Instinkt“ besagt, dass Aggression als Trieb eine für die Spezies nützliche Funktion ist, welche die Chance zum Überleben und zur erfolgreichen Erhaltung der Art erhöhen soll. Sie stellt eine soziale Rangordnung her. Wie das Tier verfüge der Mensch über einen angeborenen Instinkt zur Aggression, einen Kampftrieb, der bis heute in unseren Genen stecken soll. Dieser Instinkt oder Trieb steht ursprünglich im Dienste der Verteidigung, Selbsterhaltung und des Beutetriebs. Einer aggressiven Handlung liegt demzufolge nicht immer eine böse Absicht zugrunde. Das Dampfkesselmodell von Lorenz („Bei kontinuierlichem Zufluss von Wasserdampf muss kontinuierlich Dampf abgelassen werden.“) besagt, dass Aggression durch Schlüsselreize ausgelöst werden. Bleiben diese aus, kommt es zu einem Aggressionsstau, der sich spontan und grundlos entladen kann. Eine spontane Entladung soll durch die kontinuierliche Abfuhr kleiner Energiemengen, etwa durch sportliche Wettkämpfe, vermieden werden.
1. Einleitung: Darlegung der Relevanz des sozialen Lernens und der Zielsetzung der Arbeit, den Fokus auf das „Gefühle ausdrücken“ als zentralen Baustein der Gewaltprävention zu legen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung psychologischer Erklärungsmodelle für Aggression und die Bedeutung der emotionalen Entwicklung sowie Achtsamkeit für ein friedfertiges Miteinander.
3. Vorüberlegungen und Planung: Analyse der spezifischen Lerngruppe der fünften Klasse sowie didaktische Reflexion über die Auswahl und Methodik der Unterrichtseinheit.
4. Durchführung, Reflexion und Auswertung der einzelnen Unterrichtsstunden: Dokumentation und kritische Bewertung der zweitägigen Unterrichtseinheit, gegliedert in die Module „Meine Gefühle“ und „Deine Gefühle“.
5. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Resümee über die erreichten Lernziele, Reflexion der Grenzen der Einheit und Empfehlungen für eine nachhaltige Implementierung sozialer Kompetenzförderung im Schulalltag.
6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und der herangezogenen Unterrichtsmaterialien.
Gewaltprävention, Soziales Lernen, Emotionen, Achtsamkeit, Aggression, Gefühlsäußerungen, Friedensbrücke, Schülerinnen und Schüler, Konfliktlösung, Selbstwahrnehmung, Unterrichtsplanung, Realschule, emotionale Kompetenz, Kommunikation, Verhalten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Unterrichtsprojekt für eine fünfte Realschulklasse, das soziale Kompetenzen fördern soll, um Gewalt präventiv durch den bewussten Umgang mit Gefühlen zu begegnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Sensibilisierung für die eigene Gefühlswelt, der nonverbalen Kommunikation sowie der Anwendung des Konzepts der „Friedensbrücke“ zur Streitschlichtung.
Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, dass Emotionen wie Wut oder Angst natürliche menschliche Reaktionen sind und dass ein direkter, bewusster Ausdruck dieser Gefühle dabei hilft, Konflikte friedlich zu lösen.
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der durch Übungen, Spiele, kreatives Gestalten (Collagen/Gedichte) und Reflexionsphasen die Selbsterfahrung der Schüler ins Zentrum stellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Lerngruppe sowie die detaillierte Durchführung, Reflexion und Auswertung der einzelnen Unterrichtsstunden der zweitägigen Einheit.
Gewaltprävention, Soziales Lernen, Emotionen, Achtsamkeit, Konfliktlösung und Selbstwahrnehmung.
Der Autor sieht diesen Zeitpunkt als ideal, da die Kinder in der Orientierungsstufe noch sehr aufgeschlossen sind und ein vertrauensvoller Umgang in der Klasse herrscht, der eine nachhaltige Wirkung ermöglicht.
Die Friedensbrücke ist ein praktisches Modell zur Streitschlichtung, das durch festgelegte Schritte (Erzählen, Gefühle benennen, Wünsche formulieren, Vereinbarungen treffen) Konfliktparteien zu einer gemeinsamen Lösung führt.
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