Studienarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Status Quo und Relevanz des Themas
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen und Hintergründe
2.1 Die Intention nach Vielfalt
2.2 Die Frauenquote per Definition
2.2.1 Fakten der gesetzlichen Quotenregelung
2.2.2 Hintergründe und Perspektiven zur Geschlechter(un)gerechtigkeit
2.3 Weiblich versus Männlich: Das Geschlecht der Führung
2.3.1 Feminine und Maskuline Stereotypen
2.3.2 Das Idealbild des Managers
3 Reflexion der dargelegten Erkenntnisse
4 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesetzliche Einführung der Frauenquote in Deutschland im Kontext von Gender Diversity und dem Ziel, strukturelle Diskriminierung in Führungspositionen abzubauen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sinnvoll die Frauenquote ist, um einen quantitativen Anstieg in Gremiensitzen in einen qualitativen, nachhaltigen Kulturwandel zu überführen, und inwieweit weibliche Führung als Potenzial für Unternehmenserfolge verstanden werden kann.
2.3.2 Das Idealbild des Managers
Dass oft Archetypen die Führungskultur in Unternehmen bestimmen bedeutet, dass unabhängig vom Geschlecht all jene benachteiligt sind, die diesen Stereotypen nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen. In der dt. Wirtschaft ist diese organisationale Monokultur in den höheren Hierarchien als männlich, mittleren Alters beschrieben. Neben demografischen Ähnlichkeiten wie das Geschlecht, spielen ebenfalls kulturelle Ähnlichkeiten dabei eine entscheidende Rolle. Monokulturen üben gegenüber Minderheiten ihr Machtverhältnis und einen Anpassungsdruck aus. Die traditionell männliche Managerrolle, dass sogenannte Think-Manager-Think-Male-Phänomen erschwert insbes. den Frauen in zweifacher Hinsicht die Anforderungen zu erfüllen. Meistert eine Managerin ihre Karriere mit den typisch weiblichen Persönlichkeitsmerkmalen, passt sie nicht in das Muster eines erfolgreichen Managers. Erfüllt sie ihre Position mit bzw. nach männlichen Kriterien, passt sie nicht in das Muster einer typischen Frau. „Frauen werden entweder als zu weiblich und damit wenig kompetent oder als zu kompetent und damit unweiblich und unsympathisch wahrgenommen“.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Status Quo der Frauenquote in der deutschen Wirtschaft, benennt die mangelnde Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen und Hintergründe: In diesem Kapitel werden wesentliche Begriffe wie Diversity und Gender definiert, die historische Entwicklung sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Frauenquote detailliert erläutert und die geschlechtsspezifischen Führungsmuster kritisch betrachtet.
3 Reflexion der dargelegten Erkenntnisse: Hier werden die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammengeführt, um den Partizipationsbedarf und die Bedeutung von Diversity für den Unternehmenserfolg vor dem Hintergrund existierender Barrieren und kultureller Dynamiken zu interpretieren.
4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der Frauenquote zusammen, betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Kulturwandels jenseits von Quotenregelungen und diskutiert die langfristigen Erfolgsaussichten für eine geschlechtsneutrale Führungsebene.
Frauenquote, Gender Diversity, Führungspositionen, Gläserne Decke, Unternehmenskultur, Gleichstellung, Diskriminierung, Mixed Leadership, Management, Karriere, Rollenbilder, Gender Shift, Diversität, Personalmanagement, Chancengleichheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung der gesetzlichen Frauenquote in Deutschland und deren Auswirkung auf die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Wirtschaft.
Zentral sind die Themen Gender Diversity, die Analyse von Aufstiegsbarrieren für Frauen, traditionelle Rollenbilder in Führungsetagen sowie die ökonomischen Vorteile gemischter Führungsteams.
Das Ziel ist die Objektivierung der Debatte um die Frauenquote durch eine theoretische und empirische Untersuchung, um zu klären, ob eine rein quantitative Regelung auch einen qualitativen Kulturwandel bewirken kann.
Die Arbeit nutzt einen kombinierten Ansatz aus theoretischer Analyse und der Auswertung repräsentativer qualitativer sowie quantitativer Studien zu Diversity-Themen.
Im Hauptteil werden der Hintergrund der Quotenregelung, geschlechtsspezifische Führungseigenschaften und die psychologischen sowie sozialen Barrieren für Frauen, wie das „Think-Manager-Think-Male-Phänomen“, detailliert erläutert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenquote, Gender Diversity, Gläserne Decke, Führungskultur und Chancengleichheit beschreiben.
Norwegen dient als internationaler Vergleichswert, da dort bereits seit 2003 eine Frauenquote von 40% besteht, deren Auswirkungen auf die Karriereentwicklung von Frauen auch für die deutsche Diskussion wichtige Erkenntnisse liefern.
Es beschreibt das kulturelle Stereotyp, dass Führung primär mit männlichen Eigenschaften assoziiert wird, was Frauen in Führungspositionen vor eine doppelte Barriere stellt: Sie werden bei weiblichem Verhalten als inkompetent und bei männlichem Verhalten als unsympathisch wahrgenommen.
Die Autorin sieht die Quote als ein notwendiges „Notkonstrukt“, um einen ersten Durchbruch zu erzielen, betont jedoch, dass sie kein Allheilmittel ist und durch eine tiefgreifende Veränderung der Unternehmenskultur und des gesellschaftlichen Bewusstseins flankiert werden muss.
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