Bachelorarbeit, 2009
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Krankenhäuser auf dem deutschen Gesundheitsmarkt
3. Aktuelle Situation des deutschen Krankenhauswesens: Die Faktoren Kapazitäten, Trägerschaft und Finanzierung
3.1 Kapazitätsabbau und -auslastung
3.2 Trägerschaft
3.3 Krankenhausfinanzierung
3.3.1 Investitionskosten
3.3.2 Diagnosis Related Groups
4. Prozessmanagement aus betriebswirtschaftlicher Sicht
4.1 Aufbau- und Ablauforganisation
4.2 Betriebliche Produktionsprozesse
4.3 Planung unter Unsicherheit
4.4 Prozessoptimierung
5. Qualität von Prozessen in Akutkrankenhäusern
5.1 Total Quality Management
5.2 International Organization for Standardization
6. Belegungsmanagement als Form des Prozessmanagements
6.1 Begriff „Belegungsmanagement“
6.2 Patientenaufnahme
6.3 Stationärer Krankenhausaufenthalt
6.4 Entlassung
7. Ergebnisse des Projektes „Belegungsmanagement in Akutkrankenhäusern“
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob ein systematisches Belegungsmanagement in Akutkrankenhäusern dazu beitragen kann, sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Qualität der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch eine prozessorientierte Planung und Steuerung des gesamten Patientendurchlaufs – von der Aufnahme bis zur Entlassung – operative Effizienz gesteigert und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Versorgung sichergestellt werden kann.
6.2 Patientenaufnahme
Krankenhäuser sind von einer Vielzahl von Patientenströmen geprägt, die bereits bei der Aufnahme auftreten. Notfälle, die aus Eigeninitiative die Notaufnahme eines Akutkrankenhauses aufsuchen, stellen genauso einen Patientenzuflussstrom dar wie einweisende Hausärzte. Im weiteren Verlauf der Aufnahme ergeben sich heterogene Prozessstrukturen mit letztlichem Zugriff auf die Bettenressourcen. Hierbei stellt eine kaum mögliche Planung der Notfallpatienten eine für die Koordination der Ablaufprozesse tiefgreifende Problematik dar. So können Akutkrankenhäuser bestenfalls kalkulatorisch vorgehen, um Bettenkapazitäten neben der Einbestellung elektiver Patienten für Notfälle freizuhalten. Darüber hinaus bestehen weitere Zugangswege zu einem Krankenhausbett über ambulante Sprechstunden, die direkt im Krankenhaus stattfinden, oder über den direkten Kontakt zwischen niedergelassenem Arzt und Stationsarzt (Klapper, 2003).
Diese zahlreich ausgeprägten Zugangsströme für Krankenhäuser mit späterem Zugriff auf ihre betrieblichen Ressourcen lassen den Ruf nach einem geplant und zentralisiert ablaufenden Patientenaufnahme-Prozess laut werden. Dabei gilt es, eine reibungslose Koordination des Aufnahmeprozesses mit einer Minimierung von Wartezeiten, entzerrten Patienteneinbestellungen und einer Bereitstellung von freien Bettenressourcen zu schaffen (ebd.). Eine Entwicklung daraus ist der Trend hin zu zentralen Aufnahmeeinheiten, wie sie eine zentrale Notaufnahme (ZNA) bietet. Eine angeschlossene Kurzliegerstation ermöglicht der ZNA, Patienten kurzfristig zu überwachen, ihnen medizinische Versorgung unmittelbar zukommen lassen zu können sowie den Arbeitsaufwand auf den Normalstationen zu reduzieren (ebd.). So werden mögliche Wartezeiten reduziert oder räumliche Kapazitäten geschaffen, die dazu beitragen, den Patienten kundenorientiert zu versorgen. Für den reibungslosen Ablauf der Patientenaufnahme in einer ZNA ist es von entscheidender Wichtigkeit, einen umfassenden Informationsstand über den Gesundheitszustand des aufzunehmenden Patienten zu haben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den ökonomischen Druck auf deutsche Krankenhäuser und führt das Belegungsmanagement als Instrument zur Planung und Steuerung des Patientendurchflusses ein.
2. Krankenhäuser auf dem deutschen Gesundheitsmarkt: Dieses Kapitel betrachtet das Interaktionsfeld der Krankenhäuser und analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie das Potenzial prozessorientierten Managements.
3. Aktuelle Situation des deutschen Krankenhauswesens: Die Faktoren Kapazitäten, Trägerschaft und Finanzierung: Es werden der Kapazitätsabbau, der Wandel der Trägerschaft und die Auswirkungen der dualen Finanzierung sowie des DRG-Systems auf die Prozessabläufe untersucht.
4. Prozessmanagement aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Die Grundlagen des Prozessmanagements werden auf den Krankenhausbetrieb übertragen, wobei Schwerpunkte auf Aufbau-/Ablauforganisation, Produktionsplanung unter Unsicherheit und Prozessoptimierung liegen.
5. Qualität von Prozessen in Akutkrankenhäusern: Das Kapitel verknüpft Qualitätsaspekte mit betriebswirtschaftlichem Handeln und untersucht TQM sowie ISO-Normen als Steuerungselemente.
6. Belegungsmanagement als Form des Prozessmanagements: Hier wird das Belegungsmanagement differenziert erläutert und in die Teilbereiche Aufnahme, Aufenthalt und Entlassung gegliedert.
7. Ergebnisse des Projektes „Belegungsmanagement in Akutkrankenhäusern“: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus einer Befragung von dreizehn Akutkrankenhäusern zur Implementierung und Ausgestaltung ihres Belegungsmanagements.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung des Belegungsmanagements für die Wirtschaftlichkeit und Patientenversorgung zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Krankenhausmanagement.
Belegungsmanagement, Akutkrankenhaus, Prozessmanagement, DRG, Krankenhausfinanzierung, Patientenaufnahme, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, TQM, Patientendurchlauf, Bettenauslastung, Gesundheitsökonomie, Krankenhausplanung, Patientenversorgung, Leistungserbringung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Managementmethoden in deutschen Akutkrankenhäusern, insbesondere mit der Einführung eines Belegungsmanagements zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Rahmenbedingungen des deutschen Krankenhausmarktes (DRG-Finanzierung), betriebswirtschaftliche Organisationsformen, Qualitätsmanagement-Konzepte und die praktische Ausgestaltung des Belegungsmanagements.
Das Ziel ist zu klären, ob Belegungsmanagement als Instrument dazu dienen kann, den Kostendruck zu mindern, ohne die medizinische Versorgungsqualität zu gefährden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem empirischen Teil, der auf qualitativen Experteninterviews in dreizehn Akutkrankenhäusern beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Prozessmanagement und Qualitätssicherung sowie die detaillierte Analyse der einzelnen Prozessphasen (Aufnahme, Aufenthalt, Entlassung).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Belegungsmanagement, DRG-Fallpauschalen, Prozessoptimierung, Patientendurchlauf und Wirtschaftlichkeit im Krankenhaus.
Ein umfassendes Belegungsmanagement integriert den gesamten Behandlungsprozess – von der Aufnahme über die Funktionsdiagnostik und Therapie bis zur Entlassung – und betrachtet die Patientenströme ganzheitlich, anstatt nur isolierte Bettenkapazitäten zu verwalten.
Behandlungspfade dienen als standardisierte Leitlinien, die den Kommunikations- und Abstimmungsbedarf zwischen den beteiligten Instanzen minimieren und somit den Behandlungsfortschritt effizienter gestaltbar machen.
Es zeigt sich, dass es kein universelles Modell für alle Häuser gibt; stattdessen müssen Krankenhäuser das Belegungsmanagement spezifisch an ihre eigenen Strukturen, wie Größe oder vorhandene Spezialisierungen, anpassen.
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