Bachelorarbeit, 2016
32 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Fragestellung
1.3 Methodik
1.4 Gliederung der Arbeit
2 Begriffsdefinitionen Entscheidung
2.1 Entscheidung in der Soziologie
2.1.1 Die Soziologie
2.1.2 Begriffsdefinition in der Soziologie
2.2 Entscheidung in der Psychologie
2.2.1 Die Psychologie
2.2.2 Begriffsdefinition in der Psychologie
2.3 Entscheidung in der Philosophie
2.3.1 Die Philosophie
2.3.2 Begriffsdefinition in der Philosophie
2.4 Entscheidung in der Wirtschaftswissenschaft
2.4.1 Die Wirtschaftswissenschaft
2.4.2 Begriffsdefinition in der Wirtschaftswissenschaft
3 Arten der Entscheidungsfindung / Entscheidungstheoretische Ansätze
3.1 Normative / Präskriptive Entscheidungstheorie
3.2 Deskriptive Entscheidungstheorie
3.3 Defensive Entscheidung
3.4 Intuitive Entscheidung
3.5 Entscheidungen unter Sicherheit
3.6 Entscheidung unter Unsicherheit
4 Ergebnisdarstellung und Beantwortung der Forschungsfragen
5 Conclusio und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über existierende Definitionen des Begriffs der Entscheidung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zu bieten und gängige Entscheidungstheorien zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung des Begriffs im Vordergrund, um eine wissenschaftliche Basis für weitere Forschungen im Bereich des Pflegemanagements zu schaffen.
3.3 Defensive Entscheidung
Den Begriff der defensiven Entscheidung hat im deutschsprachigen Raum vor allem Gerd Gigerenzer geprägt. Er spielt damit auf den Druck an, den vor allem Manager und Menschen im Gesundheitswesen, in Entscheidungssituationen auferlegt bekommen. Dies steht im engen Zusammenhang mit der Fehlerkultur des jeweiligen Systems. So ist es in manchen Situationen und Systemen für den Entscheider einfacher, gegen sein eigenes Wissen, für eine andere Option zu stimmen. Sofern diese andere Option besser begründbar ist. Dadurch muss die Person, die die Entscheidung getroffen hat nicht selbst argumentieren oder rechtfertigen. Sie kann sich dann entspannt auf eine Empfehlung oder eine Leitlinie berufen. (Gigerenzer, 2013, S. 61ff).
Die defensive Entscheidung kann somit fast als Folge des Ansatzes der normativen Entscheidungstheorie gesehen werden. In dem Moment, wo das System auf die Einhaltung von Entscheidungsbäumen besteht, und vor allem das Nichteinhalten selbiger geahndet wird, wird Verantwortung von der entscheidenden Person genommen. Diese wäre nun ungeschickt, aufgrund besseren Wissens, gegen diese auferlegte Vorgehensweise zu entscheiden.
Dass dies für Unternehmen ein Problem darstellen kann zeigt eine aktuelle Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut. Hier wurde eine Umfrage im Bereich der deutschen Verwaltung zum Thema defensive Entscheidungen in Führungspositionen gestartet. Insgesamt 950 Führungsverantwortliche haben an dieser Umfrage teilgenommen. Die Auswertung zeigt, dass im Schnitt jede vierte Entscheidung eine defensive Komponente hatte. (Berlin.de, 2016).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die tägliche Relevanz von Entscheidungen ein und definiert die Problemstellung, die Ziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Begriffsdefinitionen Entscheidung: Das Kapitel widmet sich der differenzierten Betrachtung des Begriffs der Entscheidung aus soziologischer, psychologischer, philosophischer und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive.
3 Arten der Entscheidungsfindung / Entscheidungstheoretische Ansätze: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie normative, deskriptive, defensive und intuitive Entscheidungsansätze sowie Entscheidungen unter Sicherheit und Unsicherheit vorgestellt.
4 Ergebnisdarstellung und Beantwortung der Forschungsfragen: In diesem Teil werden die Erkenntnisse der Arbeit zusammengeführt und die zu Beginn formulierten Forschungsfragen unter Einbeziehung der theoretischen Grundlagen beantwortet.
5 Conclusio und Ausblick: Der Autor resümiert die Ergebnisse, reflektiert die Komplexität des Themas und gibt einen Ausblick auf die Relevanz für zukünftige Arbeiten im Bereich des Pflegemanagements.
Entscheidung, Entscheidungstheorie, Entscheidungsfindung, Management, Soziologie, Psychologie, Philosophie, Wirtschaftswissenschaften, Intuition, Defensive Entscheidung, Unsicherheit, Pflegemanagement, Hermeneutik, Rationale Entscheidung, Handlungstheorie
Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Entscheidungsfindung aus einer multidisziplinären wissenschaftlichen Perspektive, um ein tieferes Verständnis für diesen täglichen Vorgang zu entwickeln.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Entscheidungen in Soziologie, Psychologie, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften sowie die Darstellung verschiedener Entscheidungstheorien.
Das Ziel ist es, einen Überblick über vorhandene Definitionen und Modelle zu geben, um damit eine wissenschaftliche Grundlage für weiterführende Studien im Bereich des Pflegemanagements zu etablieren.
Der Autor wählte einen literaturbasierten, deskriptiven Zugang und nutzte eine systematische Literaturrecherche sowie eine hermeneutische Analyse, um das Wissen zu synthetisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Begriffsdefinitionen in verschiedenen Disziplinen und die detaillierte Vorstellung unterschiedlicher Entscheidungstheorien und -typen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Entscheidung, Entscheidungstheorie, Entscheidungsfindung, Management sowie die spezifischen Ansätze wie die intuitive oder defensive Entscheidung.
Eine defensive Entscheidung liegt vor, wenn eine Person entgegen ihrem eigenen Wissen entscheidet, um sich innerhalb eines Systems abzusichern und Verantwortung zu vermeiden, oft induziert durch eine negative Fehlerkultur.
Sie ist relevant, da sie beschreibt, ob ein Entscheider über alle Informationen zu Alternativen und deren Folgen verfügt (Sicherheit) oder ob Wahrscheinlichkeiten und Risiken unklar sind (Unsicherheit), was unterschiedliche Lösungsstrategien erfordert.
Der Autor beschreibt Intuition als ein müheloses, auf Erfahrungen basierendes Verstehen, das besonders dann wichtig wird, wenn keine Zeit oder Datenbasis für aufwendige Berechnungen oder Heuristiken vorhanden sind.
Nein, der Autor betont explizit, dass es nicht das Ziel der Arbeit ist, einen Pfad zur "optimalen" Entscheidung zu kreieren, sondern vielmehr die theoretische Vielfalt und die Prozesse des Entscheidens aufzuzeigen.
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