Fachbuch, 2019
75 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlegende Erkenntnisse und Theorien
2.1 Entwicklung, Begriffsbildung und Digitalisierungsgrad der Gesellschaft hinsichtlich der (potentiellen) Nutzung der Digitalen Welt privater Haushalte
2.2 Mangelnde Datensouveränität innerhalb der Digitalen Welt unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Erkenntnisse
2.3 Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Risikomanagements als mögliches Konzept für private Haushalte zur Risikobewertung ihrer (potentiellen) Nutzung der Digitalen Welt
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelles Schutzniveau der Verbraucher innerhalb der Digitalen Welt
3 Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt?
3.1 Herleitung und begründete Auswahl der Beurteilungskriterien und -perspektiven
3.2 Perspektive des „Progressiven Anwenders“ als versierter Verbraucher, der die Vorteile der Digitalen Welt eigenverantwortlich genießt, aber nicht alle Risiken exakt abschätzen kann
3.3 Perspektive des „Konservativen Gelegenheitsnutzers“, der als reflektierter Verbraucher digitale Dienste wohlüberlegt nutzt, wenngleich er die Risiken dahinter kaum nachvollziehen kann
3.4 Perspektive des „Offliners“, der als verletzlicher Verbraucher nicht am Digitalen Wandel partizipieren kann und große Sorge bezüglich der Risiken hegt
3.5 Perspektive des Geschäftsführers der Loyalty Partner GmbH, die für den Erfolg von Deutschlands größten Loyalitätsprogramms verantwortlich ist und dessen datenbasiertes Geschäftsmodell auf dem Vertrauen und der Offenheit seiner Kunden aufbaut
3.6 Perspektive der Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, für die als bundes- und verbraucherpolitische Institution die Bewertung und Steuerung der Risiken in der Digitalen Welt Priorität besitzt
3.7 Konfligierende und harmonische Beziehungen der Perspektiven unter Berücksichtigung möglicher Rückkopplungsprozesse
4 Schlussbemerkung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt benötigen, indem sie die verschiedenen Risikowahrnehmungen und Handlungsweisen unterschiedlicher Nutzertypen im Kontext datenbasierter Geschäftsmodelle analysiert.
3.1 Herleitung und begründete Auswahl der Beurteilungskriterien und -perspektiven
Die bisherigen Erkenntnisse konnten aufzeigen wie sehr die Entwicklungen einer immer stärker digitalisierten Welt die privaten Haushalte fordert und von diesen ein in vielerlei Hinsicht angemessenes Risikoverständnis verlangt. In welchem Maß sich deren Rendite-Risiko-Situation durch die neuen, datenbasierten Geschäftsmodelle schlussendlich verändert, bleibt zu diskutieren.
Zur Unterstützung und zum Schutz der Verbraucher wurden bereits erste Entscheidungen von Seiten des Gesetzgebers getroffen, auch wenn diese sich auf die Illusion stützen, die Verbraucher seien zu jeder Zeit fähig die jeweilige Entscheidungssituation unter Berücksichtigung aller Aspekte verstehen und dementsprechend handeln zu können.
Berücksichtigt man nun aber die im Grundlagenteil dargestellten Ergebnisse der Neuen Institutionen- und der Neuroökonomik, zeigen diese deutlich, dass sich private Haushalte in der Digitalen Welt mit einem gewissen Risikopotential konfrontiert sehen. Es besteht hierbei die Vermutung, dass Verbraucher dabei grundsätzlich ein Risikomanagement benötigen bzw. im Unterbewusstsein teilweise bereits betreiben.
Da neben den kognitiven Verzerrungen bei der korrekten Beurteilung einer Entscheidungssituation darüber hinaus weitere individuell variierende Aspekte, wie unter 2.3 dargelegt, innerhalb des Bewertungsrahmens ihre Entfaltung finden, scheint eine konsistente und allgemeingültige Antwort auf die ausgehende Forschungsfrage schwierig.
Um eine gesamthafte Beurteilung in Anbetracht der Ausgangsfrage gewährleisten zu können, sollte daher der Diversität der betreffenden Perspektiven und Beurteilungskriterien Rechnung getragen werden, was im Folgenden geschieht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der zunehmenden Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit ein, das Risikomanagement privater Haushalte zu untersuchen.
2 Grundlegende Erkenntnisse und Theorien: Es werden die theoretischen Grundlagen zum Digitalisierungsgrad, zu verhaltensökonomischen Aspekten der Datennutzung und zum betriebswirtschaftlichen Risikomanagement sowie der rechtliche Rahmen dargelegt.
3 Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt?: Hier erfolgt eine perspektivengetriebene Analyse der Risikosituation für verschiedene Nutzertypen sowie die Bewertung aus Unternehmens- und Politikperspektive.
4 Schlussbemerkung und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines Risikomanagements zusammen und diskutiert den Zielkonflikt zwischen ökonomischen Interessen und individuellem Schutz.
Digitalisierung, Privater Haushalt, Risikomanagement, Datensouveränität, Verhaltensökonomik, Persönliche Daten, Geschäftsmodelle, Datenschutz-Grundverordnung, Rendite-Risiko-Situation, Nutzertypen, Transparenz, Informationsasymmetrien, Verbraucherschutz, Datennutzung, Digitale Kompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob private Haushalte in der heutigen durchdigitalisierten Welt ein systematisches Risikomanagement benötigen, um ihre persönlichen Daten und ihre ökonomischen Interessen effektiv zu schützen.
Zentrale Themen sind die ökonomische Bewertung persönlicher Daten, die Analyse von Nutzertypen, verhaltensökonomische Erklärungsansätze für das Nutzerverhalten sowie der rechtliche Rahmen zum Verbraucherschutz.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt seitens der privaten Haushalte notwendig ist, um Rendite und Risiko in Einklang zu bringen.
Die Untersuchung basiert auf einer perspektivengetriebenen Analyse, bei der verschiedene Rollenbilder (Nutzertypen, Unternehmen, Politik) anhand definierter Kriterien wie Datenwert, Transparenz und Souveränität gegeneinander abgewogen werden.
Der Hauptteil analysiert spezifische Nutzertypen wie den „Progressiven Anwender“, den „Konservativen Gelegenheitsnutzer“ und den „Offliner“ sowie deren Interaktion mit datenverarbeitenden Unternehmen und politischen Institutionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Datensouveränität, Risikomanagement, Digitale Welt, Privater Haushalt und Verhaltensökonomik maßgeblich geprägt.
Während der Progressive Anwender Risiken aufgrund seines hohen Datenwertes bewusst eingeht, um den Nutzen der Digitalen Welt zu maximieren, meiden Offliner die Interaktion weitgehend aufgrund von mangelndem Vertrauen und fehlenden Kompetenzen.
Die DSGVO wird als rechtliches Instrument zur Transparenzsteigerung und zum Schutz der Privatsphäre diskutiert, wobei der Autor jedoch auf bestehende Öffnungsklauseln und begrenzte praktische Wirksamkeit durch kognitive Verzerrungen der Nutzer hinweist.
Unternehmen befürchten, dass ein aufgeklärter Verbraucher, der über den wahren Wert seiner Daten Bescheid weiß, höhere Gegenwerte fordert oder die Löschung seiner Daten verlangt, was die Grundlage datenbasierter Geschäftsmodelle schwächen würde.
Der Autor legt dar, dass ein systematisches Risikomanagement Offlinern helfen könnte, ihre Angst vor digitalen Prozessen abzubauen, Kompetenzen zu erwerben und somit die Teilhabe an den Vorteilen der Digitalen Welt überhaupt erst zu ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

