Masterarbeit, 2018
95 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau
2 Grundlagen und zentrale Begriffe der Blockchaintechnologie
2.1 Entstehung der Blockchaintechnologie
2.2 Technologische Grundlagen
2.2.1 Kryptografie
2.2.2 Dezentralisierung
2.2.3 Konsensbildung und Validierung
2.3 Ausprägungsformen
2.4 Entwicklungsstufen
3 Theoretische Analyse der ökonomischen Möglichkeiten und Grenzen in einzelnen Branchen
3.1 Theoretische Anwendungskriterien für den Blockchaineinsatz
3.2 Eignung einzelner Branchen unter ökonomischen Aspekten
3.2.1 Finanzbranche
3.2.2 Logistikbranche
3.2.3 Baugewerbe
3.2.4 Öffentlicher Sektor
3.3 Zukunftshypothese
4 Evaluation der praktischen Anwendbarkeit anhand einer Umfrage
4.1 Forschungsmethode und Struktur der Umfrage
4.2 Auswertung der Befragung
4.2.1 Allgemein
4.2.2 Branchenspezifisch
5 Fazit
Die Arbeit evaluiert das disruptive Potenzial der Blockchaintechnologie, um deren ökonomische Möglichkeiten und Grenzen in ausgewählten Branchen zu untersuchen und praktische Anwendungspotenziale sowie Hindernisse für Unternehmen aufzuzeigen.
2.2.1 Kryptografie
Eine der wesentlichen Grundlagen der Blockchaintechnologie besteht in der Kryptografie. Bei dieser geht es originär um die Verschlüsselung von Daten zur sicheren Übertragung und folglich darum, den Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf die übermittelten Daten zu gewährleisten. So verhältnismäßig jung die Technologie der Blockchain noch ist, so alt ist hingegen das Verfahren der Kryptografie selbst. Es existiert bereits seit es Kommunikation und gleichzeitig den Wunsch nach einem sicheren Austausch von Nachrichten untereinander gibt. Mit der Erfindung von Computern und vor allem des Internets erfuhr die Kryptografie in jüngerer Vergangenheit letztendlich einen entscheidenden Entwicklungsschub, sodass neben der historischen Geheimhaltungsfunktion mittlerweile auch die Authentizität, Verbindlichkeit, Integrität und Anonymität der Daten als entscheidende Aufgaben hinzukamen.
Die Blockchain ist vereinfacht eine verteilte Datenbank, die im Kollektiv von mehreren gleichberechtigten Teilnehmern genutzt wird. Dabei wird ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren verwendet, das aus einem öffentlichen (public-key) und privaten (private-key) Schlüssel besteht. Hierdurch wird eine sichere Authentifizierung gewährleistet, sodass nur berechtigte Personen über Daten, wie z.B. Eigentumsrechte verfügen können. Der Unterschied zwischen asymmetrischen und symmetrischen Verschlüsselungsverfahren besteht darin, dass der Sender von Informationen im symmetrischen System für jeden Datenempfänger einen geheimen Schlüssel benötigt, der wiederum beim Empfänger vorhanden ist, um die Daten wieder zu entschlüsseln. Es wird beim symmetrischen Verfahren also ein identischer Schlüssel für die Ver- und Entschlüsselung verwendet. Beim in der Blockchain verwendeten asymmetrischen Verfahren, benötigt hingegen jeder Teilnehmer nur seinen eigenen privaten Schlüssel, um Nachrichten zu entschlüsseln. Die Schlüsselpaare, bestehend aus öffentlichem und privatem Schlüssel und sind folglich nicht identisch, sondern lediglich kryptografisch übereinstimmend.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Blockchain, Darstellung der Problemstellung und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Grundlagen und zentrale Begriffe der Blockchaintechnologie: Vermittlung des technologischen Fundaments, der Entstehungsgeschichte, wichtiger Begriffe sowie unterschiedlicher Ausprägungsformen der Technologie.
3 Theoretische Analyse der ökonomischen Möglichkeiten und Grenzen in einzelnen Branchen: Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur theoretischen Prüfung und Bewertung der Eignung spezifischer Wirtschaftssektoren für Blockchain-Anwendungen.
4 Evaluation der praktischen Anwendbarkeit anhand einer Umfrage: Durchführung und Analyse einer Online-Umfrage zur Ermittlung der praktischen Akzeptanz und der Einschätzung des technologischen Potenzials durch Fachkräfte.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie notwendige Rahmenbedingungen für die Technologie.
Blockchain, Kryptografie, Dezentralisierung, Smart Contracts, Finanzbranche, Logistikbranche, Baugewerbe, Öffentlicher Sektor, ökonomisches Potenzial, Anwendungsfälle, Blockchain-Implementierung, digitale Transformation, Vertrauensinstanz, Datenintegrität, Unternehmensakzeptanz.
Die Arbeit befasst sich mit einer umfassenden Evaluation des ökonomischen Potenzials der Blockchaintechnologie, um zu klären, inwieweit sie bestehende Prozesse in verschiedenen Branchen revolutionieren kann.
Die Analyse konzentriert sich auf die Finanzbranche, die Logistikbranche, das Baugewerbe sowie den öffentlichen Sektor.
Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexe Blockchain-Funktionsweise zu schaffen, die Eignung verschiedener Branchen zu bewerten und ein realistisches Bild der zukünftigen Anwendbarkeit zu zeichnen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse mittels eines entwickelten Kriterienkatalogs mit einer empirischen Datenerhebung durch eine Online-Umfrage unter Fach- und Führungskräften.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technologische Grundlagenbetrachtung, eine theoretische Eignungsanalyse ausgewählter Branchen und die praktische Auswertung der durchgeführten Befragung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Blockchain, Dezentralisierung, Smart Contracts, ökonomisches Potenzial, Prozessoptimierung und Implementierungshindernisse.
Im Gegensatz zu zentralen Systemen, die Intermediäre (wie Banken) benötigen, ermöglicht die Blockchain durch dezentrale Validierung ein verteiltes Vertrauen innerhalb eines Netzwerks, ohne dass sich die Teilnehmer persönlich kennen müssen.
Die Umfrage ergab, dass die Technologie oft fälschlicherweise mit negativen Aspekten von Kryptowährungen wie Spekulation, Betrug oder dem Darknet assoziiert wird, was die Akzeptanz in Unternehmen erschwert.
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