Diplomarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Theoretische Vorklärung und Bezugsrahmen
1.2 Fragestellung und Erkenntnisinteresse
2 Globalisierung der Märkte
3 Erläuterung zentraler Begriffe
3.1 Internationalisierung vs. Globalisierung
3.2 Internationale Unternehmung
3.3 Multinational / Transnational
4 Internationalisierung als neue Handlungsoption
4.1 Erarbeitung klarer Zielvorstellungen
4.2 Wahl der richtigen Internationalisierungsstrategie
4.2.1 Strategische Richtungen der Internationalisierung
4.2.2 EPRG-Modell
4.2.3 Triade-Modell
4.2.4 Globalisierung nach Porter
4.3 Wahl der geeigneten Form der Internationalisierung
4.3.1 Exportstrategie
4.3.2 Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern / Kooperation
4.3.3 Direktinvestitionen
4.3.3.1 Lizenzvergabe / Franchise
4.3.3.2 Neugründung
5 Internationalisierungsprozesse in der Automobilindustrie
5.1 Motive und Ziele dieses Industriezweiges
5.2 Entwicklung des Produktionsstandortes BRD für die deutsche Automobilindustrie
5.3 Entwicklungsphasen der deutschen Automobilindustrie
6 Generelle Motive für Standortentscheidungen internationaler Automobilhersteller
6.1 Kriterien für Marktentscheidungen
6.2 Bedeutung der Determinanten Logistik und Transport
6.3 Konzerninterne Standortkonkurrenz durch Internationalisierung?
6.4 Einfluss eines investitionsfreundlichen politischen Klimas auf die Standortentscheidung
7 Konzerninternationalisierung am Beispiel des Volkswagen Konzerns
7.1 Historischer Abriss
7.2 Volkswagen als distributionsorientierter multinationaler Konzern
7.3 Volkswagen als produktionsorientierter Konzern
7.4 Der Übergang zu einem transnationalen Konzern
7.5 Globalisierung und Restrukturierung am Beispiel: Puebla / Mexiko
8 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, den Prozess der Internationalisierung in der Automobilindustrie auf Basis der Fachliteratur zu analysieren und kritische Einflussgrößen für den Unternehmenserfolg zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie sich Unternehmen von nationalen Akteuren zu transnationalen Konzernen entwickeln.
4.2.2 EPRG-Modell
Perlmutter zieht in die Betrachtung eines Multinationalen Unternehmens nicht nur objektive Faktoren ein, wie z.B. Strukturvariablen (Anzahl der ausländischen Niederlassungen, Beteiligungsverhältnisse, Organisationsstruktur usw.) und Leistungskriterien (absoluter oder zum Inland relativer Gewinn, Umsatz und Kapitaleinsatz im Ausland usw.). Seiner Meinung nach spielt vielmehr die Einstellung des Topmanagements eine dominierende Rolle für die Messung der Multinationalität von Unternehmen.
Die Einstellung des Management spiegelt sich in dem Führungskonzept eines Unternehmens wider, wobei Perlmutter vier Führungskonzepte unterscheidet:
• Ethnozentrisch ( Heimatland-orientiert )
• Polyzentrisch ( Gastland-orientiert )
• Regiozentrisch ( Region-orientiert )
• Geozentrisch ( Welt-orientiert )
Beim ethnozentrischen Führungskonzept werden Schlüsselpositionen in ausländischen Tochtergesellschaften bevorzugt durch Angehörige aus dem Stammland des Unternehmens besetzt. Sämtliche Aktivitäten, die sich fast ausschließlich auf Exporte beschränken, werden von der Zentrale des Stammlandes gesteuert und kontrolliert.
Diese Präferierung wird gewählt, da angenommen wird, dass Mitarbeiter aus dem Land der Muttergesellschaft intelligenter, fähiger und zuverlässiger sind. Vorurteile dieser Art resultieren aus einer mangelnden Kenntnis des ausländischen Arbeitsmarkts. Gefördert wird diese Einstellung durch Denkmuster, die im Management des Stammhauses vorherrschen. Es herrscht somit eine absolute Dominanz des Stammlandes.
Das polyzentrische Führungskonzept geht davon aus, dass sich die Kulturen in den verschiedenen Ländern so unterscheiden, dass sie nur schwer von Ausländern verstanden werden können. Das Management im Gastland wird mit ausländischen Mitarbeitern besetzt und lässt sie im Rahmen der konzerneigenen Zielsetzung weitgehend alleine entscheiden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Fordismus ein und erläutert die Bedeutung der Globalisierung als Herausforderung für die Automobilbranche.
2 Globalisierung der Märkte: Hier werden die veränderten geschäftlichen Umfeldbedingungen und der Druck zur Internationalisierung durch Sättigung der Binnenmärkte beschrieben.
3 Erläuterung zentraler Begriffe: Dieses Kapitel grenzt die Fachbegriffe Internationalisierung, Globalisierung, internationale, multinationale und transnationale Unternehmung voneinander ab.
4 Internationalisierung als neue Handlungsoption: Hier werden theoretische Strategien zur Internationalisierung, wie das EPRG-Modell und Porters Globalisierungsansatz, sowie verschiedene Markteintrittsformen erläutert.
5 Internationalisierungsprozesse in der Automobilindustrie: Dieses Kapitel beleuchtet die spezifischen Motive und Entwicklungsphasen der deutschen Automobilhersteller.
6 Generelle Motive für Standortentscheidungen internationaler Automobilhersteller: Fokus liegt auf den Kriterien für die Wahl von Produktionsstandorten, einschließlich Logistik und politischer Einflussfaktoren.
7 Konzerninternationalisierung am Beispiel des Volkswagen Konzerns: Eine detaillierte Fallstudie über den historischen Wandel von VW vom nationalen Exporteur zum global agierenden, transnationalen Konzern.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über die Notwendigkeit flexibler Internationalisierungsstrategien in einem komplexen globalen Wettbewerbsumfeld.
Internationalisierung, Globalisierung, Automobilindustrie, Volkswagen, Standortentscheidung, Direktinvestition, Exportstrategie, EPRG-Modell, Triade-Modell, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensführung, Markteintritt, Produktion, Wertschöpfungskette, Konzernmodernisierung
Die Arbeit analysiert die Strategien und Prozesse der Internationalisierung deutscher Unternehmen, mit einem spezifischen Fokus auf die Automobilindustrie und den Volkswagen-Konzern.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Internationalisierung, verschiedene Eintrittsformen in Auslandsmärkte, Standortfaktoren sowie die spezifische Entwicklung deutscher Automobilkonzerne.
Ziel ist es, eine Synthese der relevanten Einflussgrößen für den Erfolg einer Internationalisierung zu generieren und den Prozess an der Fallstudie Volkswagen zu veranschaulichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die durch die Fallstudie des Volkswagen-Konzerns und den Vergleich verschiedener theoretischer Managementmodelle ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Strategiemodelle (EPRG, Triade, Porter), die verschiedenen Formen des Markteintritts (Export, Kooperation, Direktinvestitionen) sowie die historische und strategische Transformation von Volkswagen.
Die zentralen Begriffe sind Globalisierung, Internationalisierung, Standortwahl, Automobilindustrie und transnationale Unternehmensführung.
Puebla dient als Fallbeispiel für die Restrukturierung eines Überseestandortes hin zu einem globalen Leitwerk für das Modell New Beetle, was den Übergang zum transnationalen Konzern illustriert.
Die Arbeit zeigt, dass Standorte durch eine konzernweite Plattformstrategie vergleichbarer werden, was intensives Benchmarking ermöglicht und die Flexibilität innerhalb des Konzernverbunds erhöht.
Herausforderungen sind insbesondere der zunehmende Preis- und Kostenwettbewerb, die Notwendigkeit der technologischen Spitzenposition und die Gefahr des Imageverlusts bei zu starker Plattform-Standardisierung.
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