Habilitationsschrift, 2011
116 Seiten
1. Grundlegende Aspekte
1.1. Epidemiologie
1.2. Therapieansätze beim Larynxkarzinom
1.3. Geschichte der Laryngektomie
1.4. Folgen der Laryngektomie für den Patienten
1.4.1. Verlust der Stimme
1.4.2. Verlust der Atemkonditionierung
1.4.3. Verlust des Geruchsinns
1.5. Möglichkeiten der Stimmrehabilitation
1.5.1. Ösophagusstimme (Ruktusstimme)
1.5.2. Elektrische Sprechhilfen
1.5.3. Chirurgische Techniken zur Stimmrehabilitation
1.6. Stellenwert der Stimmrehabilitaton mit Stimmprothesen
1.6.1. Technische Aufbau von Stimmprothesen
1.6.2. Technik des Operationsverfahrens
1.7. Fingerfreies Sprechen nach Stimmrehabilitation mit Stimmprothesen
1.8.Probleme bei der stimmprothetischen Versorgung
1.9. Lebensqualität nach Laryngektomie
1.10. Ziel der Habilitationsschrift
2. Chirurgische Stimmrehabilitation nach Laryngektomie mittels Stimmprothesen – neue Erkenntnisse:
2.1. funktionelle Ergebnisse nach chirurgischer Stimmrehabilitation mit Stimmprothesen
2.2. Stimmfistelkomplikationen und Komplikationsmanagement nach Stimmrehabilitation mit Stimmprothesen
2.2.1. Ventilassozierte Probleme
2.2.2. Fistelassozierte Probleme
2.2.3. Genese der periprothetischen Leckage
2.2.4.Periprothetische Leckage und Radiatio
2.3. Stellenwert des gastroösophagealen Refluxes als Risikofaktor für die Stimmfistelerweiterung
2.4. Therapiemöglichkeiten bei Fistelerweiterung und periprothetischer Leckage
2.4.1. Management der Stimmfistelerweiterung und periprothetischen Leckage durch eine medikamentöse Antirefluxtherapie
2.4.2. Chirurgische Therapiemöglichkeiten bei Stimmfistelerweiterung und periprothetischer Leckage
2.5. Sekundäre Punktion bei schwierigen anatomischen Verhältnissen
2.6. Stellenwert von automatischen Tracheostoma-ventilen für die Rehabilitation nach Laryngektomie
2.7. Stellenwert der pulmonalen Rehabilitation nach Laryngektomie
2.8. Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Stimmprothesen
2.9. Lebensqualität und Stimmqualität bei Stimmprothesenträgern
2.10. Lebensqualität und Stimmqualität bei Stimmprothesenträgern unter dem Einfluss eines ösophagealen Refluxes
3. Zusammenfassung
4. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht moderne Entwicklungen in der Rehabilitation nach totaler Laryngektomie, mit besonderem Fokus auf die chirurgische Stimmrehabilitation mittels Stimmprothesen und die pulmonale Rehabilitation. Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand zu geben, Komplikationen wie periprothetische Leckagen und deren Ursachen – insbesondere den Einfluss von Reflux und Strahlentherapie – zu analysieren und therapeutische Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten aufzuzeigen.
2.2.3. Genese der periprothetischen Leckage
Bis dato sind die der periprothetischen Leckage und insbesondere der Fistelerweiterung zugrunde liegenden Ursachen nicht völlig geklärt. Diskutiert werden im Wesentlichen lokale Entzündungsreaktionen im Bereich der Fistel sowie eine Atrophie des perifistulären Gewebes als Spätfolge einer prä- oder postoperativen Strahlentherapie. Weiterhin werden Mikrobewegungen der Prothese, Traumatisierung im Bereich der Fistel beim Prothesenwechsel oder ein pathologischer gastroösophagealer Reflux als Ursachen angenommen [15, 22, 23, 32, 34, 40, 41, 71, 72, 74, 129, 130, 131, 152, 153, 154, 167, 168, 172, 182, 206, 208, 212, 276]. Einigen Autoren vermuten, dass mit zunehmendem Prothesendurchmesser das Risiko für eine pathologische Fistelerweiterung zunimmt. [32, 65, 129, 150, 230, 244]. Eine 2010 durchgeführte Metaanalyse der Publikationen zu diesem Thema konnte jedoch keine signifikante Korrelation zwischen dem Stimmprothesendurchmesser und der Inzidenz von Stimmfistelerweiterungen nachweisen [127].
1. Grundlegende Aspekte: Gibt einen Überblick über die Epidemiologie des Larynxkarzinoms, die Geschichte der Laryngektomie sowie die vielfältigen physischen und psychischen Folgen des Eingriffs.
2. Chirurgische Stimmrehabilitation nach Laryngektomie mittels Stimmprothesen – neue Erkenntnisse:: Analysiert den Stellenwert der Stimmprothesen, beleuchtet funktionelle Ergebnisse und diskutiert detailliert Komplikationen sowie deren therapeutisches Management, inklusive des Einflusses von Reflux und Bestrahlung.
3. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Habilitationsschrift zusammen und betont die Bedeutung eines ganzheitlichen Rehabilitationsansatzes.
4. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Laryngektomie, Stimmrehabilitation, Stimmprothesen, periprothetische Leckage, Stimmfistel, gastroösophagealer Reflux, pulmonale Rehabilitation, Heat-Moisture-Exchanger, HME, Lebensqualität, Komplikationsmanagement, Strahlentherapie, Phonationsqualität, Sprachverständlichkeit, Stimme.
Die Arbeit behandelt moderne Entwicklungen und Methoden der Rehabilitation nach einer totalen Kehlkopfentfernung (Laryngektomie).
Zentrale Themen sind die Stimmrehabilitation mittels Stimmprothesen, das Komplikationsmanagement bei Stimmfisteln sowie die pulmonale Rehabilitation zur Verbesserung der Lungenfunktion.
Das Ziel ist ein umfassender Überblick über aktuelle Rehabilitationsmöglichkeiten, eine Analyse der Ursachen für Komplikationen und die Darstellung, wie eine suffiziente Rehabilitation und ein dezidiertes Komplikationsmanagement die Lebensqualität der Patienten verbessern.
Es handelt sich um eine kumulative Habilitationsschrift, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der klinischen Auswertung eigener Daten und Studien an Patienten basiert.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der chirurgischen Stimmrehabilitation, der Genese und Therapie von Komplikationen (wie der periprothetischen Leckage), dem Einfluss von gastroösophagealem Reflux und Strahlentherapie sowie der pulmonalen Rehabilitation.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Laryngektomie, Stimmprothesen, Stimmfistel, Reflux, pulmonale Rehabilitation und Lebensqualität.
Der Reflux wird als wesentlicher Risikofaktor für Komplikationen wie Stimmfistelerweiterungen und periprothetische Leckagen identifiziert, der durch medikamentöse Therapie (z.B. PPI) positiv beeinflusst werden kann.
Aufgrund der Trennung der Atemwege geht die natürliche Konditionierung der Atemluft durch die Nase verloren, was zu chronischen Problemen wie verstärkter Schleimbildung, Verkrustungen und Infekten führt, die durch den Einsatz von HME-Filtern gelindert werden können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

