Fachbuch, 2019
100 Seiten
1 Einleitung
2 Begrifflichkeiten
2.1 Homosexualität
2.2 LSBTTIQ
2.3 Regenbogenflagge
2.4 Coming-out
2.5 Outing
2.6 Homophobie
3 Männerdomäne Fußball
3.1 Vom wilden Volkssport zum geregelten Männersport
3.2 Hegemoniale Männlichkeit
3.3 Komplizenhafte Männlichkeit
3.4 Untergeordnete Männlichkeit
3.5 Marginalisierte Männlichkeit
3.6 Homoerotik im Fußball
4 Homosexualität im deutschen Fußball
4.1 Homophobie im Fußball
4.2 Initiativen
4.2.1 QFF - Queer Football Fanclubs
4.2.2 Schwul- lesbische Sportclubs
4.2.3 Leipziger Erklärung
4.2.4 Berliner Erklärung
4.2.5 Der DFB
4.2.6 Badischer und Berliner Fußballverband
4.3 Pioniere
4.3.1 Marcus Urban
4.3.2 Thomas Hitzlsperger
4.3.3 Mario Müller
4.3.4 Tony Quindt
4.3.5 Internationale Beispiele
4.4 Abschreckendes
4.5 Frauenfußball
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Einordnung
5.2 Die Beschaffenheit qualitativer Daten
5.3 Qualitative Forschung in der Sportwissenschaft
5.4 Das qualitative Interview
6 Die Interviewpartner
6.1 Matthias Gehring
6.1.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.2 Alexander Anton
6.2.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.3 Markus Kellmann
6.3.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.4 Tobias
6.4.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.5 Till Schüssler
6.5.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.6 Daniel, Hasan und Marek
6.6.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.7 Dirk Leibfried
6.7.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.8 Marcus Urban
6.8.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.9 Stefan Moritz
6.9.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.10 Tanja Walther-Ahrens
6.10.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.11 ProfDrMartin K.WSchweer
6.11.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.12 Sven Wolf
6.12.1 Betrachtung der Interviewsituation
6.13 Durchführung der Interviews
7 Auswertung der Interviews
7.1 Ergebnisse der Interviews
7.1.1 Aktive homosexuelle männliche Fußballprofis outen sich aus Angst vor einem Karriereaus nicht
7.1.2 Männliche Amateurfußballer können einfacher und offener zu ihrer Homosexualität stehen als die männlichen Profisportler
7.1.3 Der DFB und die Landesverbände nehmen sich dem Thema Homosexualität im Fußball nicht genügend an
7.1.4 Fußballerinnen gehen generell offener mit ihrer Homosexualität um als ihre männlichen Fußballkollegen
7.1.5 Trotz Berliner Erklärung und dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger hat sich nichts verändert und das Thema Homosexualität im Fußball wird weiterhin tabuisiert
7.1.6 Mehr Schwulen- und Lesbenvereine im normalen Fußballligabetrieb würden zu einem toleranteren und offeneren Umgang mit dem Thema Homosexualität führen
7.2 Kritische Reflexion
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, warum sich trotz der gesellschaftlichen Fortschritte bisher kein aktiver Fußballprofi in den deutschen Profiligen offen zu seiner Homosexualität bekannt hat. Zentral ist dabei die Forschungsfrage nach den Ursachen für das Ausbleiben solcher Coming-outs und die Rolle von Diskriminierung sowie Männlichkeitsbildern in der Männerdomäne Fußball.
3.6 Homoerotik im Fußball
Im Fußball wird der Begriff Mannschaft in den Vordergrund gestellt auch wenn es herausragende Spieler gibt, die ein Spiel in gewissen Situationen entscheiden könnten. Größtenteils ist das Spiel so komplex, dass eine Mannschaft nur in Zusammenarbeit verschiedene Spielkombinationen durchführen kann um den Gegner zu überwinden. Hierzu gehören unter anderem ein starker Zusammenhalt in der Mannschaft sowie ein blindes Verständnis unter den einzelnen Spielern. Gerade deshalb lautet eine der bekanntesten Fußballweisheiten „11 Freunde müsst ihr sein“.
Neben diesen Aspekten ist der Fußball ein sehr körperbetonter Sport, der den Athleten vollen Einsatz abverlangt wie auch auf körperliche Höchstleistung abzielt. Der körperliche Einsatz verbunden mit Aggressivität und Kraft ist ein gängiges Bild im Fußball. Der Teamgeist und der Körper der Athleten stellen eine zentrale Rolle im Fußball dar und zählen somit als Voraussetzung für ein Männerbündnis. So verbringen Fußballer, insbesondere die Profisportler trotz ihrer täglichen Trainingseinheiten, in der Regel viel Zeit miteinander.
Dienstreisen zu den Austragungsorten mit Übernachtungen in Hotels, Interviewanfragen, Werbetermine etc. stehen an der Tagesordnung der Profispieler. Die gemeinsame Zeit unter den Profifußballern ist laut Rohlwing (2015) sehr hoch und intensiv. In dieser Zeit werden die persönlichen körperlichen Grenzen ausgetestet um gemeinsame Ziele zu erreichen. Des Weiteren stehen die Spieler in dieser Zeit in hohem Maß an körperlicher Nähe zueinander. Sei es während dem Spiel oder in den Umkleidekabinen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Homosexualität im deutschen Fußball ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Gründen für das Ausbleiben öffentlicher Coming-outs von aktiven Profis.
2 Begrifflichkeiten: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Homosexualität, LSBTTIQ, Coming-out und Homophobie definiert, die für das Verständnis der weiteren Untersuchung unerlässlich sind.
3 Männerdomäne Fußball: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Fußballs als Männersport und analysiert verschiedene Formen von Männlichkeit sowie die Rolle von Homoerotik in diesem Kontext.
4 Homosexualität im deutschen Fußball: Hier wird der Status quo der Homosexualität im deutschen Fußball beleuchtet, einschließlich bestehender Homophobie, verschiedenen Initiativen sowie konkreten Fallbeispielen von Pionieren.
5 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Masterarbeit, inklusive der Einordnung in die Sportwissenschaft und der Durchführung von Experteninterviews.
6 Die Interviewpartner: In diesem Abschnitt werden die zwölf Interviewpartner vorgestellt sowie die jeweiligen Interviewsituationen und die methodische Durchführung reflektiert.
7 Auswertung der Interviews: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der qualitativen Interviews, die zur Beantwortung der aufgestellten Hypothesen sowie zur kritischen Reflexion des methodischen Vorgehens dienen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Homosexualität im deutschen Fußball weiterhin ein tabuisiertes Thema ist, wenngleich eine langsame gesellschaftliche Veränderung spürbar wird.
Homosexualität, Fußball, Homophobie, Coming-out, Männlichkeit, Diskriminierung, DFB, Berliner Erklärung, Sportwissenschaft, Qualitative Forschung, Profifußball, Amateurfußball, Faninitiativen, gesellschaftlicher Wandel, Geschlechterrollen
Die Arbeit untersucht die Situation homosexueller Spieler im deutschen Profi- und Amateurfußball vor dem Hintergrund bestehender Vorurteile, Diskriminierung und spezifischer Männlichkeitsideale.
Die zentralen Themen sind Männlichkeitskonstruktionen im Sport, der Umgang mit Homophobie in Vereinen und Verbänden sowie die Analyse von Hindernissen, die ein öffentliches Coming-out für aktive Fußballprofis erschweren.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, warum sich bis dato kein aktiver Fußballprofi in den deutschen Profiligen zu seiner Homosexualität bekannt hat und welche Mechanismen innerhalb der Fußballwelt dies verhindern.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, wobei narrative Interviews mit Experten, Betroffenen und Funktionären geführt und anschließend mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Männlichkeit und Homophobie, eine Darstellung der Situation im deutschen Fußball inklusive relevanter Initiativen und Fallbeispiele, sowie die detaillierte Auswertung und Reflexion der geführten Interviews.
Wichtige Schlagworte sind Homosexualität, Fußball, Männlichkeitshierarchien, Homophobie, Diskriminierung, Coming-out, Berliner Erklärung und qualitative Sozialforschung.
Obwohl im Amateurbereich Coming-outs häufiger vorkommen als bei den Profis, zeigt die Arbeit, dass Amateurspieler ähnlichen Ängsten vor Anfeindungen und Diskriminierung ausgesetzt sind, oft bedingt durch die unmittelbare Nähe zu Zuschauern.
Die Berliner Erklärung von 2013 fungiert als symbolisches Bekenntnis von Vereinen und Verbänden zu Vielfalt und gegen Diskriminierung, wobei die Arbeit kritisch hinterfragt, inwieweit diesen Unterschriften auch tatsächlich konkrete Taten und nachhaltige Veränderungen in den Vereinen folgen.
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