Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Digitale Medien im Schulunterricht
2.1.1 Definition des Medienbegriffs nach Petko
2.1.2 Zur Verwendung von Digitalen Medien im Schulunterricht
2.1.3 Digitale Medien und neue Lehrkonzepte
2.2 Scaffolding
2.3 Forschungsfragen
3. Methode
3.1 Auswahlkriterien
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Verwendete Quellen
3.4 Ausgewählte Studien
4. Ergebnisse
4.1 Digitales Scaffolding vereinfacht den Wissenserwerb
4.2 Mehr Scaffolding = Mehr Lernen?
4.3 Digitales und konventionelles Scaffolding im Vergleich
5. Diskussion
Die Arbeit untersucht in Form eines systematischen Reviews den Einfluss von digitalen Medien auf das Konzept des Scaffolding im Schulunterricht. Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie digitale Unterstützung den Wissenserwerb fördert und inwieweit digitales Scaffolding dem konventionellen Ansatz überlegen ist.
2.2 Scaffolding
Scaffolding ist laut Eike Thürmann eines der “buzz-words” des Fremdsprachenunterrichts (Thürmann, 2013, S. 2), das Konzept lässt sich aber beliebig auf andere Schulfächer anwenden. Das Prinzip des Scaffolding geht auf den russischen Psychologen Lev Vygotsky zurück, der dies allerdings noch nicht als Scaffolding bezeichnet hat, sondern Zone der proximalen Entwicklung. Vygotsky geht davon aus, dass Kinder schon lange vor dem Eintritt in die Schule beginnen zu lernen, obwohl sich das Lernen in der Schule von dem Lernen in anderen Bereichen unterscheidet (Vygotsky, 1978, S. 37). Das Lernen zuhause findet, laut Vygotsky, zum Beispiel durch Nachahmung, durch Fragen, und durch Erziehung statt, wohingegen das schulische Lernen sich dadurch auszeichnet, dass es auf die Zone der proximalen Entwicklung eingeht und das Lernen sich dem kindlichen Entwicklungsstand anpasst.
Vygotsky unterscheidet hierbei zwei Entwicklungsebenen. Die erste Entwicklungsebene nennt Vygotsky „actual development level“ (Vygotksy, 1978, S. 37) und die zweite Entwicklungsebene ist bei Vygotsky das „level of potential development“ (Vygotsky, 1978, S. 38). Die erste Ebene beschreibt Funktionen der Entwicklung, die beim Kind schon gänzlich gereift sind, oder um es einfacher auszudrücken, was das Kind bereits kann. Die zweite Ebene hingegen beschreibt, welche Entwicklungssprünge potentiell möglich sind. Die Zone der proximalen Entwicklung ist, laut Vygotsky, der Bereich zwischen diesen beiden Ebenen, folglich was ein Kind mit der Unterstützung eines Erwachsenen oder eines fähigeren Peers erreichen kann (Vygotsky, 1978, S. 38). Was in einem Momenz in der Zone der proximalen Entwicklung ist, sei im nächsten Moment der tatsächliche Entwicklungsstand (Vygotsky, 1978, S. 38).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konzept des Scaffolding ein und beschreibt die Bedeutung digitaler Medien für den modernen Unterricht sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, angefangen bei der Definition digitaler Medien bis hin zu den Konzepten der Zone der proximalen Entwicklung und des Scaffolding.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche und definiert die Auswahlkriterien für die in das Review einbezogenen Studien.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die ausgewerteten Studien hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen analysiert und die Auswirkungen von digitalem Scaffolding dargestellt.
5. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert diese im Kontext der theoretischen Rahmenbedingungen und gibt Implikationen für die Unterrichtspraxis.
Scaffolding, Digitale Medien, Schulunterricht, Wissenserwerb, Zone der proximalen Entwicklung, Lehrkonzepte, Systematisches Review, Deeper Learning, Interaktion, Lehrkraft, Instruktionspsychologie, Education 3.0, Medienpädagogik, Schüleraktivierung, Wissenskonstruktion
Die Arbeit untersucht systematisch, wie der Einsatz digitaler Medien das pädagogische Konzept des Scaffoldings im Schulunterricht unterstützt und beeinflusst.
Die Arbeit behandelt die Verschränkung von Medieneinsatz, Lehr-Lern-Prozessen, der Theorie des Scaffolding nach Vygotsky/Bruner und modernen Lehrkonzepten wie Education 3.0.
Ziel ist es, den Einfluss digitaler Medien auf das Scaffolding zu analysieren und zu prüfen, ob dies den Wissenserwerb vereinfacht und ob digitales Scaffolding dem konventionellen Ansatz überlegen ist.
Es wird ein systematisches Review durchgeführt, bei dem aktuelle internationale Forschungsstudien seit 2013 recherchiert, gefiltert und inhaltlich ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung der Literaturanalyse sowie eine detaillierte Ergebnispräsentation sortiert nach den aufgestellten Hypothesen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Scaffolding, Digitale Medien, Zone der proximalen Entwicklung, Deeper Learning und Wissenserwerb.
Digitales Scaffolding bezeichnet die Unterstützung von Lernprozessen durch digitale Werkzeuge oder Software, die sich dynamisch an den Lernstand des Schülers anpassen und somit eine Hilfestellung in der Zone der proximalen Entwicklung bieten.
Die meisten untersuchten Studien berichten von einer positiven Resonanz, wobei die Möglichkeiten des direkten Feedbacks und der adaptiven Hilfestellung als wesentliche Erfolgsfaktoren für den Wissenserwerb hervorgehoben werden.
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