Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 2,3
1. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
2. Begriff
2.1 Definition
2.1.1 Flüchtling
2.1.2 Minderjährig
2.1.3 Unbegleitet
2.2 Tatsächlicher Personenkreis
2.3 Flucht
2.3.1 Ursachen
2.3.2 Gründe
2.3.3 Fluchterfahrungen
3. Traumatisierung
3.1 Definition
3.1.1 Allgemeiner Sprachgebrauch
3.1.2 Medizinischer Sprachgebrauch
3.1.3 Trauma in der Sozialen Arbeit
3.2 Entstehung
3.3 Arten
3.3.1 Man-made-disaster versus Natural-disaster
3.3.2 Einmalige versus fortgesetzte und kumulative Belastung
3.3.3 Primäre versus sekundäre Traumatisierung
3.4 Folgen
3.4.1 Übererregung
3.4.2 Intrusion
3.4.3 Konstriktion
3.5 Beachtung von Traumata in der Sozialen Arbeit
4. Ankunft und Aufnahme
4.1 Einreise
4.2 Erstkontakt
4.3 Erstversorgung
4.3.1 Aufgaben der Erstversorgung
4.3.2 Ablauf der Erstversorgung in Hamburg
5. Integration
5.1 Begriff der Integration
5.2 Formen der Integration
5.2.1 Rechtliche Integration
5.2.2 Wirtschaftliche Integration
5.2.3 Soziale Integration
5.2.4 Kulturelle Integration
5.2.4.1 Sprache und nonverbale Kommunikation
5.2.4.2 Grundwerte
5.2.4.3 Abweichende Grundwerte
5.2.5 Integrationshindernisse
5.2.5.1 Integrationsverweigerung und besondere Hindernisse
5.2.5.2 Fehlende Sachmittel
5.2.5.3 Fehlende Akzeptanz
5.2.5.4 Fehlendes qualifiziertes Personal
5.2.5.5 Interkulturelle Kompetenz
5.2.6 Schutzfunktionen
6. Bewältigung in Erstversorge-Einrichtungen
6.1 Durch die Migranten
6.2 Einschränkungen
6.3 Möglichkeiten durch Soziale Arbeit
6.3.1 Sachliche und fachliche Begleitung
6.3.2 Vertrauensarbeit
6.3.3 Praktische Arbeit
6.3.3.1 Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
6.3.3.2 Spiele
6.3.3.3 Sport
6.3.3.4 Singen und Musik
6.3.3.5 Exkursionen
6.3.3.6 Berufsvorbereitung
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Integration traumatisierter unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (umF) in Erstversorge-Einrichtungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit trotz struktureller Einschränkungen und psychischer Belastungen der Zielgruppe durch gezielte pädagogische Maßnahmen einen Beitrag zur Bewältigung von Integrationshindernissen leisten kann.
6.3.2 Vertrauensarbeit
Bereits durch die Begleitung sollte ein Vertrauensverhältnis zu den Betreuten aufgebaut werden. Nur auf Grund einer guten Vertrauensbasis wird sich eine effektive Mitwirkung der umF an den Integrationsbemühungen erreichen lassen. Dazu wird ungeachtet vieler Rückschläge und Vertrauensbrüchen stets ein Vertrauensvorschuss durch den Sozialarbeiter erforderlich sein. Es ist nicht zu erwarten, dass Menschen mit Fluchterfahrungen gegenüber Fremden spontan Vertrauen aufbauen. Die eher misstrauende Behandlung der umF durch Behörden bei Fragen zur Feststellung der Fluchtgründe, der Begleitung durch Eltern und zum Alter fördert das Vertrauen nicht. Um so wichtiger ist der Vertrauensvorschuss durch die Sozialarbeiter.
Es entspricht der Lebenserfahrung, dass z. B. das Vertrauen von Kindern zu ihren Eltern wächst, wenn diese dem Kind Vertrauen schenken, und umgekehrt, dass bei Misstrauen Vertrauensverluste entstehen. Wissenschaftliche psychologische Experimente stützen diese Erfahrungen des Alltagslebens und der Sozialen Arbeit mit Kindern und Familien auch für das Verhältnis unter nicht familiär verbundenen Personen (vgl. Gerrig, 2015, S. 87).
Eine solche Vertrauensbasis stellt die Grundlage dafür dar, dass Hinweise und Hilfen von einem Anderen angenommen werden und die Migranten bereit sind und in die Lage versetzt werden, sich mit fremden Dingen auseinandersetzen.
1. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Einführung in die Thematik der Arbeit und Bestimmung des Fokus auf junge Menschen ohne Angehörige in Einrichtungen der Sozialen Arbeit.
2. Begriff: Definition des Personenkreises, Erläuterung der Fluchtsituation und der Gründe, die junge Menschen zur Flucht veranlassen.
3. Traumatisierung: Analyse der Entstehung, Arten und Folgen von Traumata bei Flüchtlingen sowie deren Bedeutung in der Sozialen Arbeit.
4. Ankunft und Aufnahme: Darstellung der Abläufe nach der Einreise, der Erstversorgung und der notwendigen Feststellungen im Verteilungsverfahren.
5. Integration: Erörterung verschiedener Formen der Integration, kultureller Hindernisse und förderlicher Schutzfunktionen.
6. Bewältigung in Erstversorge-Einrichtungen: Untersuchung der Möglichkeiten der Sozialen Arbeit zur Unterstützung der Integration, inklusive praktischer Ansätze wie Spiele, Sport und Berufsvorbereitung.
7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Herausforderungen und der notwendigen zukünftigen Entwicklung bei der Integration von Migranten.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Soziale Arbeit, Erstversorgung, Traumatisierung, Integration, kulturelle Hindernisse, Vertrauensarbeit, Fluchtursachen, Clearingverfahren, Resilienz, Sprachförderung, Jugendhilfe, Aufenthaltsstatus, pädagogische Praxis, Bewältigungsstrategien.
Die Arbeit behandelt die professionelle Begleitung und Unterstützung von traumatisierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen innerhalb von Erstversorge-Einrichtungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Begriffs umF, dem Verständnis von Traumata, den Herausforderungen der kulturellen Integration und praktischen pädagogischen Handlungsfeldern.
Es wird untersucht, wie Sozialarbeiter in Erstversorge-Einrichtungen die Integration dieser besonders schutzbedürftigen Zielgruppe trotz begrenzter zeitlicher und personeller Mittel fördern können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und der Analyse von Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere im Kontext von Hamburg.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Begriffs, die theoretische Auseinandersetzung mit Traumata, die Beschreibung der Ankunftsstrukturen und konkrete pädagogische Möglichkeiten zur Integrationsförderung.
Die zentralen Begriffe umfassen Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Soziale Arbeit, Traumapädagogik, Erstversorgung und kulturelle Integration.
Vertrauensarbeit bildet die fundamentale Basis, um bei den Jugendlichen überhaupt eine Bereitschaft zu erzeugen, sich auf Hilfsangebote und Integrationsschritte einzulassen, da sie durch Flucht und Behördenkontakte oft Vorbehalte haben.
Es wird betont, dass neben dem Erwerb von Sprachkenntnissen und Wissen über andere Kulturen eine selbstkritische Haltung und vorurteilsfreie Begegnung essenziell für die Zusammenarbeit sind.
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