Diplomarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Von der Kameralistik zu neuen Konzepten der Mittelverteilung
2.1 Die historischen Verteilungssysteme
2.1.1 Grundbegriffe und Verfahrensablauf
2.1.2 Kritik an den klassischen Verfahren der Mittelplanung und -verteilung
2.2 Der Globalhaushalt
2.3 Die Formelgebundene Mittelverteilung
2.3.1 Einleitung
2.3.2 Ebenen der Mittelverteilung
2.3.3 Zusammenhang zwischen Formelgebundener Mittelverteilung, Zielvereinbarungen und Vorabzuweisungen
2.3.4 Ziele der Formelgebundenen Mittelverteilung
2.3.5 Das Grundmodell der Formelgebundenen Mittelvergabe im Einzelnen
2.3.5.1 Das Modell im Überblick
2.3.5.2 Indikatoren der volumenbezogenen Zuweisung
2.3.5.3 Indikatoren der leistungsbezogenen Zuweisung
2.3.5.4 Indikatoren der strukturbezogenen Zuweisung
3 Kritische Analyse der Formelgebundenen Mittelzuweisung
3.1 Das Gesamtkonzept
3.2 Die Indikatoren
3.2.1 Methodisches Vorgehen bei der Analyse
3.2.2 Umfassende Übersicht der möglichen Indikatoren
3.2.3 Analysierte Indikatoren der volumenbezogenen Zuweisung
3.2.4 Analysierte Indikatoren der leistungsbezogenen Zuweisung
3.2.5 Analysierte Indikatoren der strukturbezogenen Zuweisung
4 Umsetzung der Formelgebundenen Mittelverteilung am Beispiel
4.1 Das Verteilungsmodell auf der Landesebene in Mecklenburg-Vorpommern
4.1.1 Funktionsweise und Berechnung
4.1.2 Kritik an diesem Modell
4.2 Das interne Verteilungssystem der Universität Rostock
4.2.1 Funktionsweise und Berechnung
4.2.2 Kritik an diesem Modell
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung und kritische Würdigung der formelgebundenen Mittelverteilung im Hochschulwesen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Eignung dieses Modells zur effizienteren Steuerung von Ressourcen sowie der Analyse, wie verschiedene Indikatoren das Verhalten der Akteure beeinflussen.
1.1 Problemstellung
Seit Beginn der 90’er Jahre wird eine Neuorganisation der finanziellen Verteilungssysteme in der öffentlichen Verwaltung, speziell in den Hochschulhaushalten, diskutiert. Der Grund dafür ist, dass die bisherige Finanzierungspolitik als veraltet und den Anforderungen der Zukunft als nicht gewachsen angesehen wird.
Das alte kameralistische Finanzierungsmodell, basierend auf Ausgabentiteln und Budgetfortschreibung, weist einige Schwächen auf, die ein neues und umfassendes Modell der Mittelverteilung zu lösen versucht. Ein mögliches neues Verfahren soll unter anderem folgendes leisten:1
• Mittelverteilung nach Leistung, Innovation und Übernahme staatlich vorgegebener Aufgaben
• Autonomie bei der hochschulinternen Mittelweiterverteilung
• Integration von Anreiz und Sanktionsmechanismen
• Eine fundierte Rechtfertigung der Hochschulbudgets durch die Bindung der Mittel an Outputgrößen.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht soll sich die Hochschule mehr als Leistungserbringer verstehen, eine Organisation die Produkte anbietet, sei es Forschung, Bildung oder Dienstleistung an Externe. Die Qualität und Quantität dieser Leistungen sollen in Zukunft darüber entscheiden, welche Ressourcen den einzelnen Leistungserbringern zugeteilt werden.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung der veralteten kameralistischen Haushaltsführung und das Ziel der Untersuchung einer formelgebundenen Mittelverteilung vor.
2 Von der Kameralistik zu neuen Konzepten der Mittelverteilung: Erläutert die historischen Verteilungssysteme, das Konzept des Globalhaushalts und die Grundlagen der formelgebundenen Mittelverteilung.
3 Kritische Analyse der Formelgebundenen Mittelzuweisung: Bietet eine detaillierte Kritik am Gesamtkonzept und analysiert spezifische Indikatoren aus den Bereichen Lehre, Forschung und Strukturpolitik.
4 Umsetzung der Formelgebundenen Mittelverteilung am Beispiel: Zeigt die praktische Anwendung des Modells auf der Ebene des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Rostock.
5 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Hochschulfinanzierung.
Formelgebundene Mittelverteilung, Globalhaushalt, Hochschulfinanzierung, Mittelzuweisung, Indikatorsteuerung, Kameralistik, Leistungsanreize, Budgetierung, Zielvereinbarungen, Ressourcenallokation, Outputorientierung, Hochschulautonomie, Wettbewerb, Finanzmanagement, Strukturförderung.
Die Arbeit analysiert das Verfahren der formelgebundenen Mittelverteilung im deutschen Hochschulwesen als Alternative zu klassischen kameralistischen Finanzierungsmodellen.
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise von Mittelzuweisungsmodellen, der Einsatz spezifischer Leistungsindikatoren sowie die Steuerungswirkung dieser Systeme auf universitäre Fachbereiche.
Das Hauptziel besteht in der näheren Betrachtung und kritischen Würdigung der formelgebundenen Mittelverteilung, um deren Eignung und Schwächen in der praktischen Anwendung aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, Internetrecherche sowie den Austausch mit verantwortlichen Verwaltungsmitarbeitern, um ein theoretisches Schema zur Evaluation der Indikatoren zu erarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der verschiedenen Indikatorensäulen sowie eine kritische Analyse derselben. Zudem werden praktische Fallbeispiele auf Landes- und Universitätsebene diskutiert.
Wesentliche Begriffe sind Formelgebundene Mittelverteilung, Globalhaushalt, Leistungsanreize, Hochschulfinanzierung und Indikatorsteuerung.
Cluster dienen der Gruppierung von Fächern mit ähnlichen Bedarfstrukturen (z.B. Kostenintensität), um den unterschiedlichen Ressourcenbedarf von Disziplinen wie Geistes- oder Ingenieurwissenschaften fair zu berücksichtigen.
Ein Nullsummenspiel kann dazu führen, dass sogar leistungsstarke Einheiten sanktioniert werden, wenn andere Wettbewerber im Durchschnitt noch stärker performen, da das Gesamtbudget fixiert bleibt.
In solchen Fällen, etwa bei einer für einen Fachbereich ungünstigen demografischen Entwicklung, schlägt der Autor die Nutzung von Zielvereinbarungen als ergänzendes Instrument vor, um Härtefälle abzufedern.
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