Bachelorarbeit, 2017
79 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen des Controllings und der Unternehmensführung
2.1 Management und Controlling
2.2 Von der Strategie zu den operativen Zielen
2.3 Nachteile der traditionellen Kennzahlenanalyse und Entstehung des Performance Measurement
3. Performance Measurement und Unternehmenswert
3.1 Begriffsdefinitionen
3.1.1 Performance Measurement
3.1.2 Unternehmenswert
3.1.3 Kennzahlen und Kennzahlenarten
3.1.4 Kennzahlensysteme
3.2 Grundschema eines Performance Measurement-Systems nach Gleich
3.2.1 Strategische Planung & Steuerung
3.2.2 Operative Planung & Steuerung
3.2.3 Leistungsanreize/-vorgaben/-messung
3.2.4 Kennzahlenaufbau und –pflege
3.2.5 Rahmenfaktoren für Performance Measurement-Systeme
3.3 Performance Measurement-Konzepte
3.3.1 Balanced Scorecard
3.3.2 Performance Pyramid
3.3.3 Wertorientierte Ansätze
3.4 Mögliche Unternehmenswertsteigerungen durch das Performance Measurement
4. Einführung eines Performance Measurement-Systems bei einem internationalen Chemiekonzern
4.1 Best Practice Beispiele bei produzierenden Chemieunternehmen
4.2 Handlungsempfehlungen für die Einführung eines Performance Measurement-Systems
5. Kritische Betrachtung von Performance Measurement-Systemen
5.1 Berücksichtigung Verhaltenstheorie
5.2 Einfluss von Big Data und Mitarbeiterqualifikation
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, theoretische Performance Measurement-Systeme zu analysieren, um nachhaltige Handlungsempfehlungen für eine wertorientierte Unternehmenssteuerung abzuleiten. Diese Empfehlungen werden exemplarisch auf einen internationalen Chemiekonzern angewendet, wobei gleichzeitig Herausforderungen bei der Implementierung solcher Systeme kritisch beleuchtet werden.
3.1.1 Performance Measurement
Die eben dargestellten Nachteile der Unternehmenssteuerung mit traditionellen Kennzahlen erforderte die Entwicklung eines neuen alternativen Steuerungsansatzes. Seit Ende der 80er Jahre wurden eine Vielzahl der neuen Konzepte zur kennzahlengestützten Unternehmenssteuerung unter dem Begriff des Performance Measurement zusammengefasst. Eingangs sollte jedoch erwähnt werden, dass bisher keine einheitliche Definition des Performance Measurement vorhanden ist. Laut Klingebiel ist diese Tatsache auf die hohe Entwicklungsdynamik des Themengebiets zurückzuführen. Um jedoch ein grundlegendes Verständnis zu erhalten, werden im nachfolgenden Abschnitt ausgewählte Definitionen der verschiedenen Autoren erläutert. Hierbei sei erwähnt, dass aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit nicht auf alle Definitionen eingegangen werden kann.
Die Autoren Lynch und Cross haben beobachtet, dass eine alleinige Steuerung mit finanziellen Kennzahlen eine Vielzahl verschiedener Nachteile mit sich bringt. Qualitative Faktoren z. B. werden bei den meisten Finanzkennzahlen nicht mit betrachtet und können somit zu Fehlentscheidungen führen. Eine fehlende Berücksichtigung von so genannten „Soft Facts“ hat zwar oft kurzfristig keine oder nur geringe Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung, jedoch können dadurch oft langfristige Fehlentwicklungen eingeleitet werden. Als Beispiel hierfür soll der Einkauf eines Unternehmens betrachtet werden. Wird bei der Beschaffung eines Rohstoffes immer der günstigste Lieferant gewählt, ohne Faktoren wie z. B. Lieferzeit, Qualität oder Abwicklungszeit je Bestellvorgang zu berücksichtigen, können hohe Nachfolgekosten entstehen. Kundenreklamationen oder Produktionsausfall durch einen Versorgungsengpass führen zu erhöhten Kosten und müssten somit in die Betrachtung der Lieferantenauswahl aufgenommen werden. Laut Lynch und Cross sollen mit dem Performance Measurement die Nachteile der traditionellen Kennzahlen beseitigt werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die zunehmende Dynamik der Unternehmensumwelt und definiert das Ziel der Arbeit, Performance Measurement als wertorientiertes Steuerungsinstrument zu untersuchen.
2. Grundlagen des Controllings und der Unternehmensführung: Dieses Kapitel erläutert die Rollen von Management und Controlling sowie die Ableitung operativer Ziele aus der Unternehmensstrategie und die Defizite traditioneller Kennzahlen.
3. Performance Measurement und Unternehmenswert: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt, ein Grundschema für Performance Measurement-Systeme nach Gleich definiert und Konzepte wie Balanced Scorecard und wertorientierte Ansätze vorgestellt.
4. Einführung eines Performance Measurement-Systems bei einem internationalen Chemiekonzern: Dieses Kapitel analysiert Best Practice-Beispiele aus der chemischen Industrie und gibt Handlungsempfehlungen für die praktische Implementierung.
5. Kritische Betrachtung von Performance Measurement-Systemen: Der Abschnitt diskutiert kritisch die verhaltenstheoretischen Risiken, wie dysfunktionale Effekte, sowie den Einfluss von Big Data auf das Controlling.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Notwendigkeit hervor, Performance Measurement-Systeme stets individuell an die Unternehmensprozesse anzupassen und zukünftige Trends wie Digitalisierung zu integrieren.
Performance Measurement, Controlling, Unternehmenswert, Balanced Scorecard, Performance Pyramid, Kennzahlen, Strategie, Unternehmensführung, Wertorientierung, Shareholder Value, Big Data, Dysfunktionale Effekte, Werttreiber, Unternehmenssteuerung, Implementierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wertorientierten Unternehmenssteuerung durch Performance Measurement-Systeme und deren praktische Anwendung in der chemischen Industrie.
Die zentralen Felder umfassen Controlling, Strategieimplementierung, Kennzahlensysteme, wertorientierte Steuerung und die kritische Analyse verhaltensbezogener sowie technischer Herausforderungen.
Das primäre Ziel ist die Analyse bestehender Performance Measurement-Konzepte, um daraus eine nachhaltige Handlungsempfehlung für die wertorientierte Unternehmensführung abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Analyse von Praxiskonzepten und Fallbeispielen bei internationalen Chemieunternehmen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Controllings, diverse Messkonzepte (BSC, Performance Pyramid, wertorientierte Kennzahlen) sowie deren praktische Anwendung und Herausforderungen.
Die zentralen Begriffe sind Performance Measurement, Unternehmenswert, Controlling, Balanced Scorecard und Wertorientierung.
Die Balanced Scorecard wird als Basisinnovation des Controllings identifiziert, da sie durch ihre Flexibilität und die Integration finanzieller sowie nicht-finanzieller Perspektiven sehr erfolgreich in der Praxis eingesetzt wird.
Dysfunktionale Effekte treten auf, wenn Mitarbeiter Kennzahlen manipulieren oder nur auf Kennzahlen optimieren, anstatt die übergeordneten Unternehmensziele zu verfolgen, was zu einer Diskrepanz zwischen Indikator und tatsächlicher Leistung führt.
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