Bachelorarbeit, 2015
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen einer Destination
2.1 Begriffsbestimmung Destination
2.2 Erläuterung der Destinationsarten
2.3 Vorstellung und Beschreibung der verschiedenen Einflussgrößen innerhalb einer Destination
2.4 Definition und Gestaltung des Destinationsmarketing
2.5 Darstellung der Entwicklung einer Destination
3 Vorstellung und Erläuterung von Events
3.1 Begriffsbestimmung eines Events
3.2 Beschreibung von Eventarten
3.3 Darstellung und Beschreibung der verschiedenen Akteure eines Events
3.4 Vorstellung des Eventmanagements und Erklärung des Aufgabenfeldes
4 Kritische Betrachtung einer möglichen Verbindung zwischen einer Destination und einem Event
4.1 Darstellung der Stärken und Schwächen einer Destination
4.2 Betrachtung und Erläuterung möglicher Vor- und Nachteile eines Events
4.3 Entwicklung von vier Untersuchungsmerkmalen
5 Analyse der Bedeutung von Events für eine touristische Destinationsentwicklung mittels dreier Eventbeispiele
5.1 Die Auswirkungen eines Mini-Events auf das Wendland
5.1.1 Untersuchung der Stärken und Schwächen des Wendlands
5.1.2 Analyse der Chancen und Risiken für die Entwicklung des Wendlands in Hinblick auf das Stattfinden der Kulturellen Landpartie
5.2 Das Festival Wacken als Untersuchungsgegenstand bezüglich der touristischen Destinationsentwicklung
5.2.1 Ermittlung von Potentialen und Mängeln der Destination Kreis Steinburg
5.2.2 Untersuchung der Wirkung eines Medium-Events auf die touristische Destinationsentwicklung am Beispiel von dem Festival Wacken
5.3 Die Bedeutung der Bundesgartenschau 2011 als Mega-Event auf die Destination Koblenz
5.3.1 Darstellung von Vor- und Nachteilen für Koblenz und die touristische Destination
5.3.2 Chancen- und Risikenanalyse der Auswirkungen der Bundesgartenschau 2011 auf die touristische Entwicklung von Koblenz
6 Gegenüberstellung und Auswertung der zentralen Erkenntnisse
7 Entwicklung möglicher Handlungsempfehlungen für eine Tourismusorganisation in Hinblick auf das Stattfinden eines Events
8 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Events und der Entwicklung touristischer Destinationen. Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Bedeutung Events für die touristische Destinationsentwicklung besitzen, welche Chancen und Risiken sich dabei ergeben und wie Tourismusorganisationen aktiv steuernd eingreifen können, um positive Effekte für ihre Destination zu erzielen.
3.1 Begriffsbestimmung eines Events
Der aus dem englischsprachigen Raum stammende Begriff Event steht in Deutschland für ein Ereignis oder eine Veranstaltung. Da der Begriff sowohl maskulin als auch neutral Anwendung findet, wird dieser für die einheitliche Stringenz im Folgenden als Neutrum verwendet.
In der Literatur finden sich verschiedene Beschreibungen für ein Event. Für die Arbeit wird auf die Definition von Freyer zurückgegriffen. Er beschreibt Events als „speziell arrangierte Veranstaltungen für Einheimische und Ortsfremde, die auch von touristischer Attraktivität sind, bis hin zum Event-Tourismus, wo Events zum Hauptmotiv einer Reise werden.“
Grundsätzlich lassen sich drei Merkmale festlegen: Zum einen handelt es sich um ein Produkt, welches künstlich geschaffen wurde. Zum anderen ist es zeitlich begrenzt und auf eine bestimmte Art und Weise einzigartig. Zusätzlich versteht sich ein Event als eine subjektive Wahrnehmung, die ähnlich wie bei der Destination, in den Köpfen der Gäste entsteht. Während es sich bei jedem Event auch um eine Veranstaltung handelt, kann nicht bei jeder Veranstaltung von einem Event gesprochen werden. Vielmehr stellt sich eine Veranstaltung als Grundlage eines Events dar. Mit einem Zusatznutzen für die Gäste wird die Veranstaltung zu einem Event. Ebenso wie bei den Produkten in einer Destination ist auch ein Event nicht lagerfähig und besteht aus immateriellen Leistungen.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Tourismus als wachsender Wirtschaftsfaktor und die Bedeutung der Eventbranche, inklusive Forschungsfragen und methodischer Vorgehensweise.
2 Grundlagen einer Destination: Definition und Erläuterung von Destinationen, deren Einflussgrößen, Marketingaspekte sowie die Entwicklung gemäß Lebenszyklusmodellen.
3 Vorstellung und Erläuterung von Events: Definition des Eventbegriffs, Kategorisierung in verschiedene Eventarten, Beschreibung der Akteure sowie Erläuterung des Eventmanagements.
4 Kritische Betrachtung einer möglichen Verbindung zwischen einer Destination und einem Event: Analyse von Stärken und Schwächen von Destinationen und Events sowie Herleitung von vier Untersuchungsmerkmalen.
5 Analyse der Bedeutung von Events für eine touristische Destinationsentwicklung mittels dreier Eventbeispiele: Praxisorientierte Untersuchung der Auswirkungen von Mini-, Medium- und Mega-Events anhand konkreter Beispiele (Wendland, Wacken, Koblenz).
6 Gegenüberstellung und Auswertung der zentralen Erkenntnisse: Synthese der Ergebnisse aus der Analyse der Eventbeispiele hinsichtlich Chancen und Risiken für Destinationen.
7 Entwicklung möglicher Handlungsempfehlungen für eine Tourismusorganisation in Hinblick auf das Stattfinden eines Events: Konkrete Empfehlungen für Tourismusorganisationen zur aktiven Gestaltung und Steuerung von Events in ihrer Destination.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die unterstreicht, dass der Erfolg eines Events immer in Abhängigkeit von der Destination und der Art der Durchführung zu sehen ist.
Destinationsentwicklung, Eventmanagement, Tourismus, Destination, Kulturelle Landpartie, Wacken Open Air, Bundesgartenschau, Eventmarketing, Destinationsmarketing, Nachhaltigkeit, Tourismusorganisation, Standortattraktivität, Zielgruppenanalyse, Incoming-Tourismus
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Events und touristischen Destinationen. Es wird analysiert, wie Veranstaltungen die Entwicklung einer Region beeinflussen können und worauf Tourismusorganisationen achten müssen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Destinationen, das Management von Events sowie die kritische Analyse der Verknüpfung beider Bereiche im Kontext der touristischen Destinationsentwicklung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Events einen nachhaltigen positiven Beitrag zur touristischen Destinationsentwicklung leisten können und welche strategischen Maßnahmen hierfür erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer praxisorientierten Untersuchung mittels SWOT-Analysen an drei unterschiedlichen Eventbeispielen (Mini-, Medium- und Mega-Event).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die kritische Betrachtung der Verbindung von Event und Destination sowie die empirische Analyse der drei Fallbeispiele: Kulturelle Landpartie, Festival Wacken und Bundesgartenschau 2011.
Wichtige Begriffe sind Destinationsentwicklung, Eventmanagement, Tourismus, Standortattraktivität und die spezifischen Eventformate.
Die Arbeit zeigt, dass die Größe keine entscheidende Rolle für die grundsätzliche Eignung spielt; vielmehr ist das entscheidende Kriterium, wie gut das Event an die existierenden Stärken und Ressourcen der Destination angepasst ist.
Die Tourismusorganisation ist ein zentraler Akteur, der frühzeitig in der Planungsphase (Potentialphase) agieren muss, um das Event so zu steuern, dass es die Identität und das touristische Profil der Region stärkt, anstatt diese zu gefährden.
Es dient als Beispiel für ein Medium-Event, das zwar einen hohen Bekanntheitsgrad generiert, aber aufgrund fehlender Integration in das allgemeine touristische Angebot der Region (Kreis Steinburg) Schwierigkeiten hat, langfristige touristische Effekte außerhalb des Festivalgeländes zu erzeugen.
Es illustriert, wie ein Mega-Event durch gezielte Einbindung in die Stadtentwicklung (z.B. Seilbahnbau, Marke "Koblenzer Gartenkultur") langfristig positive Auswirkungen auf die touristische Bekanntheit und Infrastruktur einer Destination haben kann.
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