Magisterarbeit, 2005
77 Seiten, Note: sehr gut
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
0. Einführung
1. Wortschatz als Bestandteil der Sprache
1. 1. Umfang des Wortschatzes
1. 2. Der menschliche Wortspeicher
1. 3. Einteilung der Lexik
2. Fremdsprachlicher Wortschatz als Lernproblem
2. 1. Zur Rolle der Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht
2. 2. Kriterien zur Auswahl des Wortschatzes
2. 3. Wortschatzerlernung und Aneignung der Sprachfähigkeiten
2. 4. Verschiedene Lerntypen und ihre Bedeutung für die Wortschatzarbeit
2. 5. Die Fehler beim Wortschatzlernen
2. 6. Wortschatzübungen und ihre Ziele
2. 7. Strategien zur Beherrschung lexikalischer Elemente und Probleme bei ihrer Aneignung – eine Umfrage
2. 7. 1. Zur Zielsetzung der Umfrage und Gruppe der Befragten
2. 7. 2. Analyse der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
3. Methoden der Wortschatzerweiterung
3. 1. Verfahren der Bedeutungsvermittlung
3. 2. Hör- und Lesetexte und ihre Rolle im Fremdsprachenunterricht
3. 3. Das Erschlieβen aus dem Kontext
3. 4. Mnemotechniken als Unterstützung der Vokabelaneignung
3. 5. Die Rolle der Wörterbücher im Fremdsprachenunterricht
3. 6. Typologie der Übungen mit dem Wörterbuch
3. 7. Wortschatzlernen mit Hilfe von Sprachspielen
3. 8. Phraseologismen als Teil der Lexik
3. 9. Zur Anwendung der Wortfeldertechnik bei der Aneignung neuer Lexik
4. Ausgewählte Hör- und Lesetexte als idealer Ausgangspunkt für die Wortschatzerweiterung
4. 1. Zur Lernergruppe und Zielsetzung der Stunden
4. 2. Vorschläge für den Ablauf der Unterrichtseinheiten
5. Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen des Wortschatzlernens im Fremdsprachenunterricht und zielt darauf ab, effektive methodische Ansätze sowie praktische Unterrichtsbeispiele zu verknüpfen, um den Erwerb lexikalischer Einheiten dauerhaft zu erleichtern.
2. 4. Verschiedene Lerntypen und ihre Bedeutung für die Wortschatzarbeit
Wie es schon im Kapitel 1. 2 erläutert wurde, können Wörter auf zweierlei Art gespeichert werden. Einerseits geschieht die Speicherung im Widererkennungsgedächtnis, in dem die Vokabeln rezeptiv zur Verfügung stehen und andererseits im Abrufgedächtnis, wo sie produktiv verfügbar sind13. Sehr lange dominierte bei den Gedächtnisforschern und Pädagogen die Überzeugung, dass das menschliche Gehirn in zwei Hemisphären geteilt ist, denen man unterschiedliche Funktionen zuordnete. Die linke Gehirnhälfte war für analytisches Denken und sprachliche Handlung zuständig, wobei dem rechten Gehirnteil eine entscheidende Rolle bei Kreativität, Emotionen und Bildern zugeschrieben wurde. Heutzutage lässt sich dieses Konzept nicht mehr annehmen, weil es bewiesen wurde, dass an allen Handlungen immer das ganze Gehirn aktiv ist, was sich auch auf den Spracherwerb und das Sprachenlernen bezieht.
Weil das menschliche Gehirn als ein System von neuronalen Verbindungen zu verstehen ist, in dem die Verknüpfungen von mehreren Stellen tätig sind, muss der Lernprozess als individuell bedingte Tatsache betrachtet werden. Hieraus ergibt sich, dass es eine einzig verwendete Lehrmethode überhaupt keine guten Resultate mit sich bringt. Erörtert man die Wortschatzarbeit, so ist festzuhalten, dass die neue Lexik nicht nur kognitiv eingeführt und geübt werden soll, sondern auch mehrere Sinne und die kreative Fähigkeit beim Lernen eingesetzt werden müssen. Wenn man mehrere Sinne am Lernen aktiviert, versteht man das Neue besser und behält das für eine längere Zeit, weil im Gedächtnis mehrere Verknüpfungen entstehen. Das mehrkanalige Lernen bezeichnet einen kognitiven Prozess, der nicht nur auf der Kombination von Lesen, Sprechen, Hören und Schreiben basiert, sondern „der unsere Vorstellung von Klängen, Rhythmen, Melodien, Farben, Formen, Gerüchen, Geschmacks- und Tastempfindungen, Mimik und Gestik aktiviert. Wir können dank unserer Einbildungskraft lebhaft wahrnehmen“14.
0. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Wortschatzlernens und definiert das Ziel der Arbeit, theoretische Erkenntnisse mit praktischen Unterrichtsmethoden zu verbinden.
1. Wortschatz als Bestandteil der Sprache: Dieses Kapitel definiert den Wortschatz als Komponente der Sprachfähigkeit und erläutert Umfang sowie die Organisation des menschlichen Wortspeichers.
2. Fremdsprachlicher Wortschatz als Lernproblem: Es wird die Schwierigkeit der Vokabelaneignung thematisiert, wobei Rollen, Auswahlkriterien, Lerntypen und spezifische Fehlerquellen im Fokus stehen.
3. Methoden der Wortschatzerweiterung: Hier werden konkrete Verfahren zur Bedeutungsvermittlung, der Einsatz von Texten, Kontext, Mnemotechniken, Wörterbüchern, Spielen und Wortfeldern detailliert dargestellt.
4. Ausgewählte Hör- und Lesetexte als idealer Ausgangspunkt für die Wortschatzerweiterung: Das Kapitel bietet ein praktisches Unterrichtsmodell zum Thema „Liebe“, das verschiedene Techniken zur Wortschatzarbeit in den Unterrichtsablauf integriert.
5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird betont, dass die Methodenvielfalt und ein lernerorientierter, motivierender Unterricht entscheidend für eine erfolgreiche Wortschatzarbeit sind.
Wortschatzarbeit, Fremdsprachenunterricht, Lerntypen, Mnemotechniken, Wortfelder, Wortspeicher, Lexik, Bedeutungsvermittlung, Mehrkanaliges Lernen, Sprachspiele, Phraseologismen, Wortschatzerwerb, Kontext, Sprachdidaktik, Kommunikative Kompetenz.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Wortschatzlernens im Fremdsprachenunterricht und stellt verschiedene methodische Ansätze vor, um Lernenden den Erwerb lexikalischer Einheiten effektiver zu gestalten.
Zu den Schwerpunkten zählen die psychologischen Grundlagen der Vokabelaneignung, die Bedeutung verschiedener Lerntypen, methodische Strategien zur Wortschatzarbeit sowie der Einsatz von Medien und Sprachspielen.
Das Hauptziel ist es, theoretische Erkenntnisse aus der Linguistik und Psycholinguistik mit praktischen Unterrichtsvorschlägen zu verknüpfen, um den Lernprozess im schulischen Fremdsprachenunterricht zu beschleunigen und zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse didaktischer Konzepte sowie einer empirischen Umfrage unter 100 Lernenden unterschiedlicher Sprachniveaus zu ihren bevorzugten Lernstrategien.
Der Hauptteil analysiert, wie Wörter gespeichert werden, welche Fehler beim Lernen auftreten, wie Verfahren zur Bedeutungsvermittlung gestaltet werden können und wie Phraseologismen sowie Wortfelder didaktisch aufbereitet werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wortschatzarbeit, Fremdsprachenunterricht, Lerntypen, Wortspeicher, Wortfeldertechnik und Wortschatzerweiterung charakterisiert.
Das Dokument stellt Mnemotechniken (wie z.B. Geschichtentechnik oder Kennworttechnik) als kognitive Strategien dar, die als sinnvolle Gedächtnisstützen dienen und eine Alternative zum reinen, oft demotivierenden Auswendiglernen bieten.
Der Autor plädiert für einen mehrkanaligen, lernerorientierten Unterricht, in dem Vokabeln in sinnvolle Kontexte eingebettet, mit emotionalen Assoziationen verknüpft und aktiv durch Techniken wie Spiele oder Textarbeit erarbeitet werden.
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