Bachelorarbeit, 2014
34 Seiten, Note: 2,0
I Problemstellung
II Kritische Betrachtung der Normen zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS
1. Zusammenfassung der qualitativen Anforderungen an die Entscheidungsnützlichkeit nach Definition durch das IFRS Framework
2. Anforderungen an die Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen nach HGB
a) Darstellung der Pflicht zur Angabe von Risikomanagementzielen und -methoden im (Konzern-)Lagebericht in Bezug auf Finanzinstrumente
b) Darstellung und kritische Würdigung der Pflicht zur Angabe der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess
aa) Beschreibung der Darstellungspflichten und Untersuchung der Abgrenzung des internen Kontrollsystems vom Risikomanagementsystem
bb) Beschreibung und Bewertung der geforderten Wesentlichkeit der Merkmale und des Bezugs auf den Rechnungslegungsprozess
3. Anforderungen an die Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen nach IFRS
a) Darstellung und Beurteilung der Pflichten zur Angabe der Risikomanagementziele, -methoden und -prozesse mit Bezug auf Finanzinstrumente nach IFRS 7
b) Bewertung der unterstützenden Funktion des Management Commentary nach IFRS Practice Statement
III Empirische Analyse der Berichterstattung großer europäischer Banken
1. Gang der Untersuchung
2. Vergleichende Untersuchung der Geschäftsberichte der europäischen Großbanken Barclays PLC, Commerzbank AG und Deutsche Bank AG
a) Angaben zur strukturellen Organisation des Risikomanagements
b) Angaben zu Risikostrategie und Risikosteuerung
c) Angaben zum Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess
3. Bewertung der Angaben, insbesondere im Hinblick auf Unterschiede zwischen den Banken in Schwerpunktsetzung
4. Kritische Würdigung der Berichtspraxis der Banken bezogen auf das Risikomanagementsystem hinsichtlich der Entscheidungsnützlichkeit für Kapitalgeber
IV Thesenförmige Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem im (Konzern-)Lagebericht kapitalmarktorientierter Unternehmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen des HGB und IFRS sowie der tatsächlichen Berichtspraxis ausgewählter großer europäischer Banken.
b) Darstellung und kritische Würdigung der Pflicht zur Angabe der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess
Nach § 289 HGB Abs. 5 und § 315 HGB Abs. 2 Nr. 5 sind Kapitalgesellschaften i. S. d. § 264d HGB dazu verpflichtet, im (Konzern-)Lagebericht über das bestehende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem zu berichten. Eine Pflicht zur Einrichtung solcher internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme existiert jedoch laut Erläuterung in der Gesetzesbegründung ausdrücklich nicht, wenn auch das Fehlen solcher Systeme in Kapitalgesellschaften bei gleichzeitiger regulärer Unternehmensführung schwerlich vorzustellen ist. Ein solcher Mangel könnte zudem die Sorgfaltspflicht des Vorstands verletzen. Dies käme einer faktischen Verpflichtung zur Etablierung dieser Systeme gleich. Denn laut § 91 Abs. 2 AktG besteht die Verantwortung des Vorstands Früherkennungssysteme einzurichten, die über rechnungslegungsbezogene Risiken hinaus auch bestandsgefährdende Risiken abbilden.
Außerdem ist es absehbar, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften zumindest aus Reputationsgründen solche Systeme einrichten, um darüber berichten zu können.
Der Gesetzestext unterscheidet explizit zwischen internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem, obwohl die Annahme naheliegend wäre, dass in dem Begriff Risikomanagementsystem bereits das interne Kontrollsystem eingeschlossen ist. In der Tat sind die beiden Systeme eng miteinander verflochten.
Zur Differenzierung von internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem können die COSO-Rahmenwerke für interne Kontrollen (COSO I) bzw. für Risikomanagementsysteme (COSO II) herangezogen werden. Das interne Kontrollsystem beinhaltet nach COSO I fünf Komponenten, die in das System eingegliedert sind. Zu diesen Bestandteilen zählen das Umfeld der Kontrolle, die Risikobewertung, die Kontrollaktivitäten, Informationen und Kommunikation sowie die Überwachung dieser Systembestandteile. Damit umfassen sie große Teile der mit Risikomanagement verbundenen Unternehmensaktivitäten.
I Problemstellung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Entscheidungsnützlichkeit der Risikoberichterstattung für Kapitalgeber zu bewerten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu analysieren.
II Kritische Betrachtung der Normen zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Anforderungen an die Berichterstattung, definiert Entscheidungsnützlichkeit anhand des IFRS Frameworks und vergleicht die Regelungen nach HGB und IFRS.
III Empirische Analyse der Berichterstattung großer europäischer Banken: Eine detaillierte Untersuchung der Geschäftsberichte der Deutschen Bank, Commerzbank und Barclays wird durchgeführt, um die Praxis der Risikoberichterstattung zu bewerten.
IV Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten Auflistung der wesentlichen Erkenntnisse zu den gesetzlichen Anforderungen und der tatsächlichen Berichtspraxis.
Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Entscheidungsnützlichkeit, Lagebericht, HGB, IFRS, Finanzinstrumente, Rechnungslegungsprozess, Geschäftsbericht, Kapitalgeber, Risikoberichterstattung, Banken, Kapitalmarktorientierung, COSO, Transparenz.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen im Geschäftsbericht über ihr Risikomanagementsystem berichten und ob diese Informationen für Kapitalgeber tatsächlich entscheidungsnützlich sind.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Berichtspflichten nach HGB und IFRS, die begriffliche Abgrenzung von internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem sowie deren praktische Umsetzung in der Bankenbranche.
Das primäre Ziel ist eine kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der gesetzlich geforderten Angaben zum Risikomanagementsystem für externe Kapitalgeber.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der gesetzlichen Normen (HGB/IFRS) mit einer empirischen Untersuchung der Geschäftsberichte dreier europäischer Großbanken.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Anforderungen nach HGB und IFRS sowie eine anschließende empirische Analyse der Berichte von Deutsche Bank, Commerzbank und Barclays.
Die zentralen Schlagworte sind Risikomanagementsystem, IKS, Entscheidungsnützlichkeit, Lagebericht, HGB, IFRS und Finanzinstrumente.
Die Arbeit analysiert diese Unterscheidung anhand von Gesetzestexten sowie COSO-Rahmenwerken und stellt fest, dass beide Systeme in der Praxis eng verflochten sind.
Die beiden größten deutschen Banken wurden für den HGB-Vergleich gewählt, während Barclays PLC als eine der größten englischen Banken den Vergleich nach IFRS sicherstellen soll.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Berichte oft einen Überfluss an Daten enthalten, dabei aber wenig entscheidungsnützliche Informationen liefern, da sie häufig mit unbestimmten Textbausteinen arbeiten.
Die Arbeit identifiziert Eigenkapitalgeber als die primären Adressaten, für die der Geschäftsbericht als Informationsgrundlage dienen soll.
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