Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung in das BIP-6F
1.1 Hintergründe zur Entstehung des BIP-6F
1.2 Konstruktion des BIP-6F
1.3 Inhaltliche Konzeption des BIP-6F
1.4 Gütekriterien des BIP-6F
2 Fragestellung
3 Methodik
3.1 Stichprobe
3.2 Vorgehen
3.3 Statistische Analysen
3.3.1 Konfirmatorische Faktorenanalysen
3.3.2 Explorative Faktorenanalysen
4 Ergebnisse
4.1 Konfirmatorische Faktorenanalysen
4.2 Explorative Faktorenanalysen
5 Diskussion
5.1 Bewertung des Sechsfaktorenmodells
5.2 Bewertung des Fünffaktorenmodells
5.3 Entwicklung eines Testentwurfs für ein ‚BIP-5F’
5.4 Schwächen der vorliegenden Untersuchung und Implikationen für die Praxis
Ziel der Arbeit ist die Überprüfung und kritische Analyse der Faktorenstruktur des „Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung – 6 Faktoren“ (BIP-6F). Angesichts der Kritik an der faktoriellen Validität des Mutterverfahrens und der bislang unzureichenden Befundlage wird mittels konfirmatorischer und explorativer Faktorenanalysen an einer Stichprobe von 230 Studierenden untersucht, ob sich die ursprüngliche Sechsfaktorenstruktur replizieren lässt oder eine alternative Struktur identifiziert werden kann.
1.1 Hintergründe zur Entstehung des BIP-6F
Wie bereits sein Name verrät, stellt das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) die Grundlage für die Entwicklung des BIP-6F dar (Hossiep & Krüger, 2012). Die Erstauflage des BIP wurde von Rüdiger Hossiep und Michael Paschen 1998 im Hogrefe Verlag als Reaktion auf den Mangel an geeigneten Instrumenten zur Unterstützung von Personalentscheidungen in Deutschland veröffentlicht. Die zweite überarbeitete Auflage erschien 2003. Das Ziel des mehrdimensionalen Fragebogenverfahrens besteht in der „standardisierten Erfassung des Selbstbildes eines Testkandidaten in Hinblick auf relevante persönlichkeitsorientierte Beschreibungsdimensionen aus dem Berufsleben“ (Hossiep & Paschen, 2003, S. 14). Zu den potenziellen Testkandidaten gehören an erster Stelle berufstätige Fach- und Führungskräfte. Heute zählt das BIP zu den verbreitetsten Persönlichkeitsinventaren für berufliche Anwendungen. Seine vielfältigen Einsatzbereiche umfassen die Eignungsdiagnostik, die Berufs- und Karriereberatung, das Training und Coaching sowie die anwendungsbezogene Forschung (Hossiep & Paschen, 2003).
Der Fragebogen beinhaltet 210 sechsstufige Items, die faktorenanalytisch 14 Persönlichkeitsdimensionen oder Skalen zugeordnet werden können, welche wiederum auf Basis von Plausibilitätsbetrachtungen zu vier Persönlichkeitsbereichen zusammengefasst werden. Zusätzlich können vier Indizes gebildet werden, die das Kontrollerleben, die Wettbewerbsorientierung, die Mobilität und die Freizeitorientierung eines Testkandidaten erfassen.
1 Einführung in das BIP-6F: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, das Konstruktionsprinzip, die inhaltliche Konzeption sowie die wesentlichen Gütekriterien des BIP-6F.
2 Fragestellung: Hier wird der Bedarf an einer empirischen Untersuchung der faktoriellen Validität des BIP-6F begründet und das Ziel der Arbeit, eine Replikation oder alternative Faktorenstruktur zu identifizieren, definiert.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die studentische Stichprobe, den Datenerhebungsprozess sowie die statistischen Verfahren (konfirmatorische und explorative Faktorenanalysen) zur Modellprüfung.
4 Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der faktorenanalytischen Berechnungen dargestellt, einschließlich der Modell-Fit-Kennwerte und der Mustermatrizen.
5 Diskussion: In diesem abschließenden Kapitel werden das Sechs- und Fünffaktorenmodell bewertet, ein Testentwurf für ein „BIP-5F“ vorgeschlagen und Implikationen für die diagnostische Praxis abgeleitet.
BIP-6F, Faktorenanalyse, Persönlichkeitsdiagnostik, Inhaltsvalidität, berufliche Eignungsdiagnostik, Fragebogenkonstruktion, konfirmatorische Faktorenanalyse, explorative Faktorenanalyse, psychometrische Kennwerte, Arbeitspsychologie, Organisationspsychologie, Gewissenhaftigkeit, Testentwicklung.
Die Arbeit untersucht kritisch die Faktorenstruktur des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung – 6 Faktoren (BIP-6F), um deren faktorielle Validität zu überprüfen.
Im Fokus stehen die Testkonstruktion, die statistische Überprüfung der Skalenstruktur mittels Faktorenanalysen und die Optimierung der psychometrischen Eigenschaften durch einen Testentwurf.
Das Ziel ist es, die vom Testautor postulierte Sechsfaktorenstruktur des BIP-6F zu replizieren oder eine alternative, besser passende Faktorenstruktur zu identifizieren.
Es werden sowohl konfirmatorische als auch explorative Faktorenanalysen an einer Stichprobe von 230 Studierenden angewendet, wobei verschiedene Schätzmethoden wie ML und WLSMV zum Einsatz kommen.
Der Hauptteil umfasst die methodische Beschreibung der Datenerhebung, die detaillierte Darstellung der Analyseergebnisse sowie die anschließende Diskussion zur Bewertung der Faktorenmodelle.
Wichtige Begriffe sind BIP-6F, Faktorenanalyse, Inhaltsvalidität, Persönlichkeitsdiagnostik und Testentwicklung.
Die Autorin stellt fest, dass das Sechsfaktorenmodell die Daten nur unzureichend abbildet und schlägt stattdessen ein Fünffaktorenmodell vor.
Das „BIP-5F“ ist ein im Rahmen der Arbeit entwickelter Testentwurf, der auf den explorativen Analysen basiert und darauf abzielt, die Inhaltsvalidität und Ökonomie des Verfahrens zu verbessern.
Obwohl Fach- und Führungskräfte die Zielgruppe sind, dienen Studierende als relevante Gruppe künftiger Berufseinsteiger, an der die Faktorenstruktur validiert werden kann.
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