Bachelorarbeit, 2014
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen und Forschungsstand
2.1 Forschungsgegenstand: „paarweise“ Gemeinsamkeiten
2.2 Balanceakt der Lebensbereiche
2.3 Paarsoziologie und Konstruktivismus
3. Methodische Herangehensweise
3.1 Methodisches Vorgehen nach Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss
3.2 Angewandte Analyseinstrumente der Grounded Theory
3.3 Forschungsethische Aspekte und Gütekriterien der qualitativen Forschung
3.4 Selbstreflexion im Forschungsprozess
4. Datenerhebung
4.1 Feldbestimmung: Suche nach Vielfalt
4.2 Feldzugang
4.3 Prozess der Datenerhebung
4.3.1 Leitfadenkonzept
4.3.2 Charakteristika der Interviews
4.4 Transkription
5. Ergebnisdarstellung
5.1 Analyse
5.1.1 Kommunizierte vs. durchgeführte Handlungsabläufe
5.1.2 Schlüsselkategorie: Die Ähnlichkeit
5.1.3 Lebensweisen: „In Etappenzielen“
5.1.4 Geld und Finanzen: „War(en) uns egal“
5.1.5 Der Haushalt: „Klappt schon irgendwie“
5.1.6 Partnerschaftsideale: „Man erwartet schon was bestimmtes“
5.2 Ergebniszusammenfassung: „Man (sollte) sich irgendwie ähnlich (sein)“
6. Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Diese Bachelorarbeit untersucht, welche Strategien Paare im Alltag anwenden, um trotz konkurrierender Ansprüche aus verschiedenen Lebensbereichen (wie Arbeit, Privatleben und Beziehung) ausreichend Gemeinsamkeit herzustellen. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, wie Paare diese Herausforderungen bewältigen und welche Rolle individuelle Aushandlungsprozesse sowie gemeinsame Identitätsarbeit dabei spielen.
5.1.2 Schlüsselkategorie: Die Ähnlichkeit
Die in einer Paarbeziehung angestrebte, erfolgreiche Integration der einzelnen Lebensbereiche in einen gemeinsamen Alltag, soll im Idealfall zu einer ausgewogenen Balance der Sphären „Work“, „Life“ und „Love“ führen. Sowohl die Bereiche Arbeit und Freizeit als auch die Ebene der romantischen Zweierbeziehung („love“), müssen Platz im alltäglichen Tagesablauf finden, um eine ausreichende Gemeinsamkeit zu schaffen.
Im Zuge der analytisch beobachteten Strategien, die angewendet wurden um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wurde ein Aspekt besonders deutlich.
Die subjektive Betrachtungsweise einer ausreichenden „Ausbalanciertheit“ der Lebensbereiche, hängt wesentlich vom Maß der Ähnlichkeit zwischen den Partnern ab.
Es stellt sich heraus, dass eine (zumindest kommunizierte) ausgeprägte Ähnlichkeit der Paare bezüglich Ansichten, Prioritäten, Lebensentwürfe etc., die Herstellung der nötigen Gemeinsamkeit innerhalb ihrer Beziehung stark begünstigt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Vereinbarkeitsproblematik in Paarbeziehungen und führt in die Fragestellung nach Strategien zur Herstellung von Gemeinsamkeit ein.
2. Theoretischer Rahmen und Forschungsstand: Dieses Kapitel verortet das Thema theoretisch, indem es Begriffe wie Work-Life-Balance, Paaridentität und Paarsoziologie im Kontext des Konstruktivismus diskutiert.
3. Methodische Herangehensweise: Hier wird der methodische Prozess basierend auf der Grounded Theory nach Glaser und Strauss sowie die Forschungsethik und Selbstreflexion der Autorin dargelegt.
4. Datenerhebung: Dieses Kapitel beschreibt die Rekrutierung der drei untersuchten Paare sowie das Leitfadenkonzept und den Prozess der Datengewinnung und Transkription.
5. Ergebnisdarstellung: Der Hauptteil präsentiert die Analyseergebnisse, arbeitet die Schlüsselkategorie „Ähnlichkeit“ heraus und beleuchtet Themen wie Lebensweisen, Finanzen, Haushalt und Partnerschaftsideale.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Ergebnisse und gibt Anregungen für weiterführende, milieuspezifische oder vergleichende Forschungsprojekte.
Paarbeziehung, Gemeinsamkeit, Alltag, Grounded Theory, Ähnlichkeit, Work-Life-Balance, Paaridentität, Konstruktivismus, Aushandlungsprozesse, qualitative Studie, Lebensbereiche, Vereinbarkeit, Paarinterviews, Beziehungsalltag, Handlungsstrategien
Die Arbeit untersucht soziologisch, wie Paare im alltäglichen Zusammenleben Strategien entwickeln, um trotz individueller Anforderungen und Zeitkonkurrenz ein Gefühl von Gemeinsamkeit zu wahren.
Die Analyse konzentriert sich auf die Bereiche Lebensweisen, finanzielle Organisation, Haushaltsführung und die grundlegenden Partnerschaftsideale der befragten Paare.
Ziel ist es, zu ermitteln, welche spezifischen Strategien Paare einsetzen, um die verschiedenen Lebensbereiche (Work, Life, Love) erfolgreich in einen gemeinsamen Alltag zu integrieren.
Es wird eine qualitative Studie durchgeführt, die methodisch auf der Grounded Theory nach Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss basiert.
Der Hauptteil analysiert die Interviews, wobei die Diskrepanz zwischen kommunizierten Idealen und tatsächlich ausgeführten Praxen sowie die Schlüsselkategorie der „Ähnlichkeit“ im Fokus stehen.
Zentrale Begriffe sind neben der „Paarbeziehung“ und „Gemeinsamkeit“ insbesondere „Ähnlichkeit“, „Grounded Theory“ und „Paaridentität“.
Das Alter bzw. die Beziehungsdauer diente als Auswahlkriterium für das Sample, um Vielfalt in den Daten zu generieren und unterschiedliche Lebensphasen bei der Bewältigung des Alltags zu beleuchten.
Die Paare bewegen sich in ihren Strategien zwischen pragmatischen Entscheidungen (z.B. Wohnortwahl, Zeitmanagement) und romantischen Idealen, wobei die Gewichtung je nach Paar variiert.
Die Paaridentität fungiert als stabilisierendes Element, das den Partnern als Interpretationsfolie für ihr Handeln dient und ein Gefühl der Wir-Gemeinschaft erzeugt.
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