Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Aktualität, Relevanz und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfrage
1.4 Methodik
1.5 Gliederung
1.6 Stand der Forschung
2 Das apallische Syndrom
2.1 Ätiologie
2.2 Diagnosestellung
2.3 Differentialdiagnosen
2.4 Prognose
2.5 Verlaufsformen und Remissionsphasen des apallischen Syndroms
2.6 Therapie
2.7 Komplikationen
3 Ausgewählte Ansätze der Versorgung
3.1 Bobath-Konzept
3.1.1 Entstehung und Herkunft
3.1.2 Zweck des Konzeptes in der Pflege
3.1.3 Anwendung bei Patientinnen und Patienten mit apallischem Syndrom
3.2 Kinästhetik
3.2.1 Entstehung und Herkunft
3.2.2 Zweck in Pflege
3.2.3 Anwendung bei Patientinnen und Patienten mit apallischem Syndrom
3.3 Affolter-Modell®
3.3.1 Entstehung und Herkunft
3.3.2 Zweck
3.3.3 Anwendung bei Patientinnen und Patienten mit apallischem Syndrom
4 Schlussfolgerung und Fazit
4.1 Conclusio
4.2 Diskussion
4.3 Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht verschiedene pflegerische Versorgungsansätze für Menschen mit apallischem Syndrom, um aufzuzeigen, wie diese Methoden zur Rehabilitation beitragen können. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sich die Ansätze von Bobath, Kinästhetik und Affolter unterscheiden und inwiefern sie in der pflegerischen Praxis bei diesem spezifischen Krankheitsbild Anwendung finden.
3.1.2 Zweck des Konzeptes in der Pflege
Die Grundidee des Bobath-Konzeptes ist, dass verlorene Gehirnfunktionen von intakten und gesunden Regionen des Gehirns durch andauernde therapeutische Förderung übernommen werden können. Dementsprechend sieht die Anwendung des Konzeptes vor, über geführte Bewegungsabläufe die Eigenaktivität der Patientinnen und Patienten zu provozieren und zu fördern. Diese Förderung soll in alltäglichen Handlungen möglichst oft durchgeführt werden, um so das Wiedererlernen der Mobilität zu bewirken (Hitzler, Leuschner & Mücher, 2013, S.19).
Zu Beginn der Rehabilitation spielt das Pflegepersonal eine essenzielle Rolle, da sich zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich das Personal der Gesundheits- und Krankenpflege um die Patientin oder den Patienten kümmert. Die Physiotherapie hingegen ist nur über kurze Augenblicke anwesend. Deshalb sollte sich der Umgang des Pflegepersonals mit der Patientin und dem Patienten von dem durch die Physiotherapie kaum unterscheiden. Besteht darin ein Unterschied, so kann die Betroffene oder der Betroffene neu erlernte Bewegungen weder beibehalten noch ins tägliche Leben übertragen. Durch die spezielle Lagerung beim Sitzen oder im Bett können durch die Pflege abnorme Haltungsmuster verhindert werden. Mit der Erkenntnis, dass das Lagern einen großen Einfluss auf einen positiven Therapieausgang hat, ging von Seiten der Therapeuten die Intention zur Schulung von Pflegepersonal aus, um das Bobath-Konzept in den pflegerischen Alltag zu implementieren (Dammshäuser, Jacobs, & Polak, 2004, S.149).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die Forschungsfrage vor und erläutert die hermeneutisch-interpretative Methodik sowie die Gliederung der Arbeit.
2 Das apallische Syndrom: Dieses Kapitel vermittelt fundiertes Wissen über das Krankheitsbild, einschließlich Ätiologie, Diagnosestellung, Prognose, Remissionsphasen, Therapie und möglicher Komplikationen.
3 Ausgewählte Ansätze der Versorgung: Hier werden das Bobath-Konzept, die Kinästhetik und das Affolter-Modell® detailliert hinsichtlich ihrer Entstehung, ihres Zwecks und ihrer spezifischen Anwendung bei Patientinnen und Patienten mit apallischem Syndrom beschrieben.
4 Schlussfolgerung und Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die wissenschaftliche Erkenntnislage zur pflegerischen Anwendung der Konzepte und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Apallisches Syndrom, Wachkoma, Wachkoma-Pflege, Rehabilitation, Bobath-Konzept, Kinästhetik, Affolter-Modell, Versorgungsansätze, Pflegekonzepte, Neurorehabilitation, Frührehabilitation, Gesundheits- und Krankenpflege, Bewegungsanleitung, Pflegerisches Führen.
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit apallischem Syndrom unter Anwendung der drei Konzepte Bobath, Kinästhetik und Affolter-Modell.
Die zentralen Themen sind das Krankheitsbild des Wachkomas, die theoretischen Hintergründe der drei genannten Rehabilitationskonzepte sowie deren konkrete Umsetzung im pflegerischen Alltag.
Die Forschungsfrage lautet, wie sich die Konzepte Bobath, Kinästhetik und Affolter unterscheiden und ob sie erfolgreich in der Betreuung von Patienten mit apallischem Syndrom eingesetzt werden können.
Es wurde eine hermeneutisch-interpretative Literaturanalyse durchgeführt, bei der durch die Auseinandersetzung mit Fachliteratur das Vorverständnis der Autorin oder des Autors erweitert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Beschreibung des apallischen Syndroms sowie eine tiefgehende Darstellung der drei Förderkonzepte inklusive deren historischer Entwicklung und Anwendung.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen das apallische Syndrom, Rehabilitation, die spezifischen Pflegekonzepte (Bobath, Kinästhetik, Affolter) und die Rolle der Gesundheits- und Krankenpflege.
Das Affolter-Modell fokussiert stark auf das Begreifen der Umwelt und des eigenen Körpers durch „Führen“ in Alltagssituationen, um so die Informationsverarbeitung des Gehirns zu reorganisieren.
Die Pflegeperson fungiert als essenzieller Unterstützer, da sie die Patienten meist rund um die Uhr betreut und durch eine ruhige, zielgerichtete Führung zur Autonomieentwicklung beiträgt.
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