Bachelorarbeit, 2018
90 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau
2 Portfoliotheoretische Grundlagen
2.1 Kapitalmarkteffizienz
2.1.1 Implikationen der Kapitalmarkteffizienz
2.1.2 Beurteilung der Kapitalmarkteffizienz
2.2 Kapitalmarktorientierte Performance- und Risikokennzahlen
2.2.1 Portfoliotheorie
2.2.2 Capital Asset Pricing Modell
2.2.3 Sharpe Ratio
2.2.4 Treynor Ratio
3 Value Investing
3.1 Reine Value Strategie
3.2 Quantitative Value Strategie
3.2.1 Dividendenstrategie
3.2.2 Kurs-Gewinn-Verhältnis-Strategien
3.2.3 Kurs-Buchwert-Verhältnis-Strategien
4 Piotroski Fundamentalwert Score
4.1 Erkenntnisse der wissenschaftlichen Arbeit
4.2 Kennzahlen des Piotroski Fundamentalwert Scores
4.2.1 Profitabilität
4.2.2 Finanzielle Performance
4.2.3 Operative Effizienz
4.2.4 Zusammengesetzter Fundamentalwert Score
4.3 Forschungsaufbau
4.4 Datensatz
4.5 Performancemessung
5 Empirische Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der Forschungsarbeit
5.1.1 Ergebnisse von 2014 bis 2016
5.1.2 Ergebnisse von 2015 bis 2017
5.1.3 Ergebnisse von 2016 bis 2018
5.1.4 Gesamtbetrachtung von 2014 bis 2018
5.2 Auswertung weiterer Forschungsarbeiten
6 Kritisches Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Anwendbarkeit und Profitabilität des Piotroski Fundamentalwert Scores (F-Score) zur Identifikation unterbewerteter Unternehmen am deutschen Aktienmarkt (HDAX). Ziel ist es, ein praktikables Modell für Privatinvestoren zu entwickeln, das eine risikoadjustierte Überrendite durch die Kombination qualitativer Fundamentaldaten mit quantitativen Value-Strategien ermöglicht.
3.2.1 Dividendenstrategie
Für den Anleger verkörpert die Dividendenrendite (DR) einen wesentlichen Teil der Aktienrendite. Die Dividende und der Kapitalzuwachs bestimmen hauptsächlich die Rendite einer Aktie. Daher kann die DR eingesetzt werden, um die Attraktivität einer Aktie zu bestimmen und hieraus eine Strategie abzuleiten. Mathematisch kann die DR folgendermaßen berechnet werden:
Die DR gibt den prozentualen Anteil der gesamten Ausschüttung eines Unternehmens von dessen aktuellen Aktienkurs an. Je höher die Kennzahl ausfällt, desto positiver ist das Unternehmen zu bewerten. Unternehmen deren Aktienkurs relativ gering ist, haben im Verhältnis zu Unternehmen die an der Börse hochbewertet sind eine hohe DR. Somit kann die DR ein Indiz für unterbewertete Unternehmen darstellen. Problematisch sind Unternehmen, welche keine Dividende ausschütten. Diese Unternehmen bildet die Kennzahl unzureichend ab, da sie in diesem Fall eine DR von null ausweisen würden. Inwieweit die DR eine erfolgreiche Vergleichskennzahl für die Praxis darstellen kann, wird durch die folgenden Studien exemplarisch eruiert.
Bereits 1979 identifizierten Litzenberger und Ramaswamy Belege für eine positive Korrelation zwischen Dividenden- und Kursrenditen. Gemäß ihren Erkenntnissen bedeutet eine hohe Dividende auch eine höhere Kursrendite.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Value Investing ein, definiert die Problemstellung der Identifikation unterbewerteter Aktien und skizziert das Ziel der Arbeit, den Piotroski F-Score für den deutschen Markt zu prüfen.
2 Portfoliotheoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte wie die Kapitalmarkteffizienz sowie die moderne Portfoliotheorie und Performancemessung (CAPM, Sharpe Ratio) als theoretisches Fundament für die Untersuchung dargelegt.
3 Value Investing: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen reinen und quantitativen Value-Strategien und analysiert klassische Kennzahlen wie Dividendenrendite sowie Kurs-Gewinn- und Kurs-Buchwert-Verhältnisse.
4 Piotroski Fundamentalwert Score: Dieser Abschnitt erläutert die Funktionsweise des F-Scores, definiert die neun zugrunde liegenden Kennzahlen zur Unternehmensqualität und beschreibt das methodische Vorgehen für den deutschen Aktienmarkt.
5 Empirische Ergebnisse: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung der Portfolioperformance im HDAX über verschiedene Zeiträume sowie eine ergänzende Analyse bestehender Forschungsarbeiten zur Validierung.
6 Kritisches Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Grenzen der Strategie für Privatinvestoren und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung von Scoring-Modellen.
Value Investing, Piotroski F-Score, Fundamentalanalyse, Kapitalmarkteffizienz, HDAX, Sharpe Ratio, Treynor Ratio, Performanceanalyse, Aktienstrategien, Dividendenrendite, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Risikomanagement, quantitative Anlagestrategien, Backtesting.
Die Arbeit untersucht, ob die in den USA erfolgreiche Value-Strategie des Piotroski F-Scores auf den deutschen Aktienmarkt übertragen werden kann, um eine risikoadjustierte Überrendite zu erzielen.
Die zentralen Felder sind die Kapitalmarkttheorie, die Anwendung quantitativer Value-Kennzahlen (KGV, KBV, Dividendenrendite) und die detaillierte Auswertung von Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der Unternehmensqualität.
Die Hauptfrage lautet, ob Privatinvestoren mit dem Piotroski F-Score auf Basis des HDAX eine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt erreichen können, auch nach Berücksichtigung von Risiken.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der Portfolios nach dem F-Score-Verfahren gebildet und deren Performance über verschiedene Zeiträume mittels Kennzahlen wie der Sharpe Ratio und dem Maximum Drawdown analysiert werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Investierens, die detaillierte Definition des F-Scores mit seinen neun Kennzahlen sowie die praktische Durchführung des Backtestings für den Zeitraum von 2014 bis 2018.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Value Investing, Piotroski F-Score, Fundamentalanalyse, risikoadjustierte Rendite und Performanceanalyse charakterisiert.
Der HDAX enthält mit 110 Unternehmen eine für Privatanleger handhabbare Menge an liquiden Titeln, die im Prime Standard notiert sind und somit eine solide Datenbasis bieten.
Der F-Score ergänzt quantitative Kennzahlen um neun qualitative binäre Signale aus den Jahresabschlüssen, die Profitabilität, finanzielle Verschuldung und operative Effizienz bewerten.
Ja, die Arbeit vergleicht Portfoliogrößen von drei und fünf Unternehmen und analysiert für diese jeweils individuelle Rendite-Risiko-Profile und die Eignung zur Überperformance.
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